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Matter: der neue Smart Home-Standard

Wenn du bereits dabei bist, dein Zuhause in ein smartes Zuhause zu verwandeln, dann sind dir bestimmt schon die gängigen Herausforderungen begegnet. Der Markt und das Angebot der verschiedenen Hersteller sind mittlerweile so groß und vielfältig, dass es schwerfallen kann, sich für ein System zu entscheiden. Doch genau das Problem soll mit Matter enden. Mit dem neuen herstellerübergreifenden Standard steuerst du zukünftig all deine vernetzten Komponenten im Haushalt unabhängig davon, ob du ein iPhone, Android-Phone, Google Assistant, Siri oder Alexa dafür nutzen möchtest und welche Marken dir am besten gefallen. Damit verspricht Matter Smart Home zu revolutionieren. Unter anderem können so auch Nischenprodukte einfacher in etablierte Systeme integriert werden. Der Vorteil für dich ist klar: Du musst dich nicht auf einen Hersteller beschränken, sondern kaufst genau die Lösungen, die für deine Bedürfnisse am besten passen. So schaffst du dir ein vollwertiges, aber individuelles Smart Home ohne Einschränkungen. Klingt nach Zukunftsmusik? Nicht mehr lange. Erfahre auf dieser Seite, was dich mit Matter erwartet. Und wenn du schon jetzt ins Smart Home der Zukunft starten willst, haben wir bereits die ersten Matter-fähigen Produkte von Eve und Nanoleaf im Sortiment.


Was ist Matter?

Hinter Matter steckt ein herstellerübergreifender Verbindungsstandard für Smart Home-Komponenten. Mit Matter wird die Kommunikation unter den Geräten vereinfacht und optimiert. Damit hat die Suche nach zueinander passenden und kompatiblen Produkten ein Ende: Lampen und Leuchtmittel, Thermostate und Steuereinheit, Zwischenstecker und Sensoren kombinierst du mit Matter beliebig miteinander – egal, von welchem Hersteller du sie kaufst. Voraussetzung ist lediglich, dass die Komponenten den neuen Matter-Standard unterstützen und damit einen Grundumfang an Funktionen ermöglichen. Achte beim Kauf auf die entsprechende Kennzeichnung an der Verpackung oder im Onlineshop. Die ersten Matter-fähigen Produkte sind seit Frühjahr 2023 auf dem Markt, manche Geräte können aber auch mit einem Firmware-Update nachgerüstet werden.

Wie funktioniert Matter?

Matter ist in erster Linie ein standardisiertes Verbindungsprotokoll, das definiert, wie unterschiedliche Geräte in deinem Smart Home miteinander kommunizieren. Man könnte es mit einer universellen Sprache für Menschen vergleichen, die in diesem Fall über Herstellergrenzen hinweg verstanden wird. Die Kommunikation zwischen den Geräten basiert auf dem Internet-Protokoll (IP). Geräte, die über die "Matter-Sprache" verbunden werden sollen, müssen mindestens eine der drei Netzwerktechnologien beherrschen: Ethernet-/LAN-Kabel, WiFi/WLAN oder Thread.

Während Ethernet und WLAN sich meist direkt mit vorhandener Infrastruktur verbinden, benötigt Thread ein zusätzliches Gerät – den sogenannten Thread Border Router. Dennoch hat Thread große Vorteile, denn es werden weder Kabel benötigt noch braucht es viel Strom für den Betrieb. Akku-betriebene Geräte mit langen Laufzeiten sind so kein Problem. Hinzu kommt eine große Reichweite. Übrigens, einige beliebte Produkte wie der neuen Apple TV 4K oder der HomePod mini funktionieren als Thread Border Router.

Funkprotokolle wie Z-Wave oder Zigbee unterstützen keinen IP-Transport der Datenpakete und werden den Standard daher auch nicht direkt gewährleisten können. Hier wird es jedoch möglich sein, eine Bridge für die Übersetzung dazwischen zu schalten.

Ist Matter sicher?

Grundsätzlich läuft Matter lokal, die Geräte kommunizieren miteinander und bekommen auch direkt Steuerbefehle beispielsweise vom Smartphone. Ein Umweg über das Internet ist nicht nötig – Cloud-Dienste erhalten keine sensiblen Daten von dir. Bei Bedarf ist aber auch die Nutzung der Cloud-Dienste der Hersteller möglich oder gar nötig, beispielsweise wenn du von unterwegs aus deine Geräte via App steuerst.

Ein individueller, elf-stelliger Einrichtungscode wird zur Einrichtung eines jeden Matter-Geräts benötigt. In vielen Fällen scannst du ihn einfach als QR-Code mit dem Smartphone vom Gerät ab. Sämtliche Kommunikation läuft verschlüsselt, was den Zugriff Dritter sehr erschwert, wenn nicht sogar unmöglich macht.

Benötige ich neue Geräte?

Nicht unbedingt – manche bereits existierende Produkte können die "Matter-Sprache" via Software-Update erlernen. Dabei gibt es mehrere Möglichkeiten: Bei Geräten, die eine Steuerzentrale nutzen, benötigt lediglich diese ein Update. Das ist beispielsweise der Fall, wenn das ZigBee-Protokoll verwendet wird, wie bei Philips Hue. Hier benötigt lediglich deine Bridge ein Update – Philips arbeitet bereits daran. Produkte, die via WLAN, Ethernet oder Thread direkt mit deinem Smart Home kommunizieren, benötigen selbst ein Update. Ob Matter-Unterstützung kommt, hängt jedoch vom Hersteller sowie der Prozessorleistung und dem verfügbaren Speicher des Geräts ab.

Der Smart Home-Hersteller Eve Systems hat von Anfang an an Matter mitgearbeitet und wird sein breites Portfolio an Produkten mit Thread möglichst bald mit Matter kompatibel machen. Das Update kommt Over-the-Air und ist somit ganz einfach installiert. Mehr dazu erfährst du auch im Interview.

Matter-Geräte sind oftmals unabhängig von den Cloud-Diensten der Firmen. Das Risiko, dass ein Hersteller die Server abschaltet und deine Geräte damit zum Briefbeschwerer werden, sinkt somit deutlich. Zudem erweiterst du dein Smart Home nach belieben.

Wie steuere ich Matter-kompatible Geräte?

Vier große Smart Home-Ökosysteme unterstützen Matter bereits: Amazon Alexa, Apple Home (HomeKit), Google Home und Samsung SmartThings. Dazu kommen weitere Systeme von unabhängigen Firmen sowie Open-Source-Projekte wie "Home Assistant", die als Matter-Controller dienen. Du hast also die Wahl, welche Steuerzentrale am besten zu dir passt.

Bereits bei uns erhältlich: Matter-fähige Produkte

Eve

Nanoleaf

Philips Hue (matterfähig via Bridge)

WiZ


Zuletzt aktualisiert am 13.12.2023 von Cyberport-Redaktion