Tests

Sony WH-1000XM3 mit ANC im Test - Der mächtige Bose QC35II Gegner



Zugeordnete Tags Kopfhörer | Produkttest | Test
Bereiche

Bewertung
Noise-Cancelling-Champion
4,5

 Pro

  • Verarbeitung spitze
  • Klang ausgewogen
  • ANC-Testsieger
  • Hardcase vorhanden
  • Steuerung einfach

 Contra

  • App kompliziert
  • Ohrpads warm

Innerhalb weniger Monate durfte ich gleich zwei Over-Ear Kopfhörer der Sony WH-1000X Serie mit aktiver Geräuschreduzierung (engl. Active Noise Cancelling, kurz ANC) testen. Den WH-1000XM2 in schwarz (zum Test) und nun den aktuellen WH-1000XM3 in silber.

Auf den ersten Blick sucht man bei der mittlerweile dritten Generation des Kopfhörers die Veränderungen zum Vorgänger. Was hat ist nun also anders, lohnt sich der Umstieg vom Vorgänger WH-1000XM2 und wie schlägt sich der Sony WH-1000XM3 im Vergleich zu seinem schärfsten Konkurrenten, dem Bose QC35II? All das kläre ich in der folgenden Review.

Lieferumfang

Unboxing & erste Liebe?

Der Kopfhörer kommt in einer weißen, stabilen und wertigen Verpackung daher. Die wichtigsten Merkmale sind auf der Vorderseite des Kartons abgebildet, nämlich Hi-Res Audio, Google Assistant, 30 Stunden Akkulaufzeit, Bluetooth, Wireless und Noise Cancelling. Auf der Rückseite ist Platz für weitere Eigenschaften, wie beispielsweise, dass Qualcomm’s aptX-HD-Codec unterstützt wird und der Akku innerhalb von zehn Minuten für weitere fünf Stunden Wiedergabe geladen werden kann.

Seitlich ziehe ich einen schwarzen Innenkarton heraus. Darunter befindet sich eine Abbildung zum “Easy Setup” in zwei Schritten. Erstens der Download der Sony „Headphones Connect“-App sowie zweitens das Einschalten und die Paarung des Kopfhörers mit dem Smartphone. Gleich unter der Abbildung erscheint das sandfarbene Stoff-Case des Sony WH-1000XM3, darunter die obligatorischen Anleitungen und Hinweise.

Der Reißverschluss mit goldenem Zipper öffnet leicht den Deckel des Cases. Zum Vorschein kommt der silberne Over-Ear-Kopfhörer. Im weiteren Lieferumfang befinden sich ein sehr kurzes USB-Typ-C-Ladekabel, ein 3,5 Millimeter Klinkenkabel sowie ein Audio-Adapter fürs Flugzeug.

Durchweg positiv ist das Transport- und Schutz-Case zu beurteilen. Es beherbergt den Kopfhörer in seiner kompaktesten Form, nämlich zusammengefaltet. Einerseits ist der Sony WH-1000XM3 so immer gut aufgeräumt, andererseits schützt die relativ harte Schale vor mechanischen Krafteinwirkungen.

5 von 5 Sternen

Case, Kopfhörer und Originalverpackung auf einen Blick
Das Case
Zusammengefalteter Kopfhörer im Case
Macht eine gute Figur - der Sony WH-1000XM3
Zubehör und Case
Case, Kopfhörer und Originalverpackung auf einen Blick
Zweiter Eindruck

Erscheinungsbild & Verarbeitung

Nach dem Unboxing dachte ich mir: Moment mal! Ist das wirklich Silber, so wie es Sony nennt? Je nach Lichteinfall wirkt die Farbe des Sony WH-1000XM3 auf mich eher wie Perlmutt oder Champagner, abgesetzt mit goldenen Akzenten und matt-glänzendem Finish. Trotz der Abweichung von der erwarteten Farbe gefällt mir das Resultat sehr gut. Der Kopfhörer wirkt edel und kommt ohne große Schnörkel aus. Kleine Highlights sind die in Gold gehaltenen Sony-Schriftzüge und Umrandungen der Außenmikrofone.

Der Bluetooth-Kopfhörer ist solide verarbeitet, sodass nichts knarzt oder wackelt. Im direkten Vergleich zum Vorgänger WH-1000XM2 gibt es optisch einige, mehr oder weniger marginale, Änderungen. Die äußeren Oberflächen der Ohrmuscheln sind nicht mehr hügelig, sondern matt und glatt, was sich dem Gesamteindruck des Kopfhörers besser fügt. Bereits erwähnt hatte ich die goldene Umrandung der Mikrofone, die es beim Vorgänger nicht gegeben hat.

Weiterhin findet beim WH-1000XM3 nun ein USB-Typ-C-Anschluss Platz, der den damaligen microUSB-Connector ersetzt. Der Bügel des Kopfhörers ist jetzt komplett mit gepolstertem PU-Leder umspannt. Davor war hier von oben der Metallbügel offen sichtbar. Zu guter Letzt wurden die außenliegenden Buttons zum Ein- und Ausschalten sowie der Schalter für das Active Noise Cancelling (ANC) in haptisch bessere Formen gebracht.

Man muss also genau hinsehen, damit man die Änderungen sehen kann. Der Sony WH-1000XM3 ist optisch also ein leichtes Facelift seines Vorgängers, ähnlich wie Bose dies bei QC35 und QC35II vollzogen hat.

Sony bietet mit dem WH-1000XM3 einen hübschen ANC-Kopfhörer, der wenig größer ist als der Bose QC35II und mit 255 Gramm circa 20 Gramm leichter als sein Vorgänger. Das angenehme Tragegefühl verbessert sich dadurch jedoch wahrscheinlich nur unmerkbar. Was den Tragekomfort hingegen deutlich verbessert, ist der neue, weichere Schaum in den Ohrpolstern. Dadurch werden die Ohren beim Tragen allerdings auch schnell warm. Ales in allem trägt sich der Over-Ear-Kopfhörer jedoch sehr bequem.

4 von 5 Sternen

Hands on

Gestensteuerung oder Buttons - die Bedienung

Aufgesetzt - der Sony WH-1000XM3
Die Ohrpads sind angenehm weich.
Stillleben des Sony WH-1000XM3
Aufgesetzt - der Sony WH-1000XM3

Nachdem der Sony WH-1000XM3 geladen wurde, verspricht er 30 Stunden Wiedergabe mit einer Akkuladung, inklusive Bluetooth und Active Noise Cancelling (ANC). Genug Zeit, um sich mit der Bedienung zu befassen. Bis auf zwei physische Buttons zum Einschalten, Ausschalten, Pairing und Regeln der ANC-Stufen kommt der Kopfhörer mit einer Bedienung via Gesten daher.

Legt man während der Wiedergabe die komplette Hand über die rechte Hörmuschel, schaltet der WH-1000XM3 die Lautstärke leise und das ANC ab. Eine praktische Funktion, damit man den Kopfhörer nicht absetzen muss, während man sich auf die Geräusche der Umwelt konzentrieren möchte. Sobald die Hand entfernt wird, schaltet sich ANC wieder ein und die Lautstärke wird auf das ursprüngliche Level angehoben.

Ein Tippen auf die gleiche Hörmuschel bewirkt das Pausieren der Wiedergabe. Erneutes Tippen setzt sie fort. Sofern der Kopfhörer mit einem Smartphone verbunden ist, dient das Tippen auch zum Annehmen und Beenden eingehender Anrufe. Ein Swipe von der Mitte der Muschel nach oben erhöht die Lautstärke, nach unten verringert sie. Streicht man von der Mitte nach rechts wird der nächste Titel abgespielt. Nach links wird entweder der aktuelle Titel erneut von vorn gestartet oder bei wiederholtem Swipe der vorige Titel abgespielt.

Die Gestensteuerung funktioniert in den allermeisten Fällen sehr gut. Sofern das Tippen oder Streichen erfolgreich gewesen ist, ertönt rechts ein kurzer Piepton. Auch nach Betätigen der physischen Buttons erhält man ein Feedback, jedoch in gesprochener Form. Die Stimme sagt, welche Aktion ausgeführt wurde, damit man sich leichter durch die Modi navigieren kann. Insgesamt gibt es an der Bedienung nichts auszusetzen.

5 von 5 Sternen

Klang im Test

Sound-Allrounder ohne Ecken & Kanten

In der Preisklasse der Ü-300 Euro Kopfhörer wimmeln sich einige namhafte Hersteller, wie Bowers & Wilkins, Bose, Bang & Olufsen und Beyerdynamic. Beim Thema Klang den richtigen Kopfhörer mit Active Noise Cancelling (ANC) zu finden, ist keine einfache Aufgabe, zumal das akustische Empfinden von Mensch zu Mensch verschieden ist. Meine bisherigen Favoriten kamen aus den Häusern von Bowers & Wilkins mit dem PX (Testbericht hier), von Bang & Olufsen mit dem H9i (Testbericht hier) und eben von Sony, seinerzeit mit dem WH-1000XM2 (Testbericht hier).

Beim direkten Vergleich zwischen dem Vorgänger WH-1000XM2 und dem aktuellen WH-1000XM3 ist mir positiv aufgefallen, dass das räumliche Empfinden bei der neuen Generation des Kopfhörers zugenommen hat. Vor allem die Höhen mit messerscharfer Brillanz und die kräftigen Tiefen geben ein noch klareres Klangbild ab. Auch meinem Kollegen Daniel gefiel, was er auf den Ohren hatte. “Die Kopfhörer klingen meiner Meinung nach angenehm neutral. Die Bässe sind komplett vorhanden, auch bei Liedern, bei denen viele Lautsprecher aussteigen. Bis in den Hochtonbereich wird nichts hervorgehoben oder ausgelassen.” beschreibt er das Klangerlebnis.

Es gibt mehrere Sound-Profile, die man über die „Headphones Connect“-App einstellen kann. Zum einen lässt sich die Klangposition steuern, was sich am ehesten mit einem Balance-Regler zwischen rechter und linker Hörmuschel erklären lässt. So kann der Sound von der Mitte, von vorne aber auch von links sowie rechts und von vorne oder hinten ertönen. Zum anderen stehen verschiedene virtuelle Surround-Profile bereit, die den Sound einer Arena, eines Clubs, eines Open-Air-Konzerts oder einer Konzerthalle nachahmen.

Ein Equalizer hält verschiedene Modi bereit. “Hell” verstärkt die hohen Frequenzen. “Begeistert” hebt niedrige Mitten sowie Höhen an. “Sanft” senkt Mitten und Höhen ab. “Entspannt” konzentriert sich auf Mitten und senkt den Rest ab. “Vokal” hebt niedrige Frequenzen und Mitten, senkt dabei die Höhen. “Treble Boost” erhöht die Mitten sanft und die Höhen stark. “Treble Bass” verändert die Frequenzen nicht, boostet jedoch den Bass mit der “Clear Bass”-Option. Ergänzt werden die Profile mit drei manuellen Slots, die frei eingestellt werden können. Mir gefällt der Sound ohne Anpassungen am besten, denn er ist für mich am ehrlichsten. Gut zu wissen, dass man fast alles einstellen kann. Diese Möglichkeiten bieten die meisten Konkurrenten nicht.

Warum schreibe ich Sound-Allrounder in der Überschrift? Ich finde, dass der Kopfhörer nicht polarisiert. Es klingt weder zu bass-lastig, noch zu klirrend, sondern so ausgewogen, dass man ihn ganztägig hören kann. Er stört nicht beim Tragen und nicht beim Hören. Er kann sehr laut und sehr leise gehört werden, ohne dass Details der Wiedergabe verlorengehen.

Gelungene Test-Tracks sind “Angel” von Massive Attack mit kickenden Bässen oder “Now We Are Free” von Hans Zimmer und Lisa Gerrard. Besonders letzterer Song bietet eine virtuose Abdeckung von atemberaubenden Höhen, vollen Mitten und abgrundtiefen Bässen. Der Sony WH-1000XM3 meistert schnelle Wechsel zwischen hoch und tief sowie das Zusammenspiel tadellos, sodass er in meinen Ohren stets Wohlgefallen gefunden hat. Nicht selten hatte ich Gänsehaut beim Hören. Bravo! In jedem Testbericht empfehle ich jedoch, sich ein eigenes Bild vom Klang zu machen, da es sich um eine höchst subjektive Wahrnehmung handelt.

5 von 5 Sternen

Aktive Geräuschreduzierung im Test

Noise Cancelling auf der Suche nach Konkurrenz

Eine Schönheit auf Leder
Silber auf schwarz
Eine Schönheit auf Leder

Wer bereits die Möglichkeit hatte, gute Kopfhörer mit Active Noise Cancelling (ANC) zu testen oder zu besitzen, weiß, welcher Genuss der Musik entsteht, wenn die Außenwelt leise bis unhörbar wird. Lange Zeit war die Firma Bose mit seiner Quiet Comfort Serie für mich der Primus für aktive Geräuschreduzierung. Doch diese Zeiten sind lange vorbei. Beginnend im Jahr 2016 mit der ersten Generation, dem MDR-1000X, zog in meinen Augen Sony mit Bose in dieser Disziplin gleich. Ein Jahr später folgte der WH-1000XM2, der sich als würdiger Nachfolger erwies. Mit ihm hatte Sony das ANC von Bose geschlagen. Der aktuelle WH-1000XM3 toppt dies abermals.

Mehrere ANC-Profile lassen sich bequem per Button an der linken Hörmuschel einstellen. Nutzer können zwischen “Ambient Sound”, “Noise Cancelling” und deaktivierter Geräuschreduzierung wählen. Feinabstimmungen der beiden ANC-Profile finden derweilen in der App statt. So lässt sich einstellen, ob Stimmen ausgeblendet werden oder wie stark das Noise Cancelling arbeiten soll. Schaltet man die “Adaptive Geräuscherkennung” ein, versucht der Kopfhörer die Geräuschsituation zu erkennen, in der man sich gerade befindet und schaltet automatisch zum bestmöglichen ANC-Profil. Die ANC-Profile können vorher individuell angepasst werden. Vier Profile werden unterschieden, nämlich “Verweilt”, “Spaziert”, “Läuft” und “Wird befördert”. Diese Einstellungen sind nur in der App editierbar.

Getestet habe ich das ANC im Großraumbüro, wo ich ein Aha-Erlebnis damit hatte. Ich hörte leise Musik, während direkt hinter mir eine Delegation von circa 20 Leuten Stellung bezogen hatte und sich angeregt unterhielt. Meine Kollegin machte mich darauf aufmerksam, dass die Gruppe seit mehreren Minuten im Büro steht. Ich hatte sie glatt nicht gehört, was ein super Zeugnis von der ANC-Qualität des Kopfhörers ist. Auch in öffentlichen Verkehrsmitteln und beim Weg zur Arbeit testete ich das ANC. Dabei gefiel mir, dass ich mit einem Knopfdruck das ANC ausschalten kann, wenn ich beispielsweise den Verkehr hören muss, um nicht umgefahren zu werden. Im Flugzeug gefiel mir, dass der Kopfhörer die Druckverhältnisse in die Geräuschreduzierung einbezieht. Triebwerk- und Luftgeräusche gehören damit fast der Vergangenheit an.

Alles in allem funktioniert das ANC von Sonys WH-1000XM3 ausgezeichnet. Bisher konnte ich keinen anderen Kopfhörer finden, welcher an die Qualität der Geräuschreduzierung herankommt. ANC ist die Königsdisziplin des Over-Ear-Kopfhörers.

5 von 5 Sternen

Software

App & Pairing - eine Herausforderung

Der Sony WH-1000XM3 beim Pairing
App Menü Teil 1 von 3
App Menü Teil 2 von 3
App Menü Teil 3 von 3
Der Sony WH-1000XM3 beim Pairing

Das Pairing mit dem Sony WH-1000XM3 ist soweit kein Problem. In gewohnter Manier hält man den Einschalter lange gedrückt und der Kopfhörer geht in den Pairing-Modus. Endgeräte verbinden sich danach schnell und zuverlässig. Leider lässt sich immer nur ein Gerät gleichzeitig mit dem Over-Ear-Kopfhörer verbinden, was für mich manchmal Einschränkungen bei der Verwendung zur Folge hatte. Über den PC Musik hören und einen eingehenden Anruf auf dem gleichen Kopfhörer zu empfangen, ist unmöglich. Außerdem können die Feinabstimmungen per App nicht durchgeführt werden, wenn der Kopfhörer mit einer anderen Quelle verbunden ist.

Mit Sonys “Headphones Connect”-App für Android und iOS lässt sich der WH-1000XM3 schnell einrichten und updaten. Nach dem Pairing mit dem Smartphone verbindet sich der Kopfhörer mit der App und prüft auf neue Software-Versionen. Updates werden direkt über Bluetooth übertragen und installiert. Leider verliert die App schnell wieder die Verbindung, sodass der Nutzer oft wieder auf “Verbinden” drücken muss. Die Rezensionen im App Store bestätigen, dass ich nicht der Einzige mit diesem Problem bin. Sony wird hier bestimmt demnächst nachbessern, da die App auch für andere Kopfhörermodelle funktioniert.

In der App lassen sich Informationen zur Konfiguration des Kopfhörers, zur Firmware des WH-1000XM3 und auch der Akkustand des Over-Ear-Kopfhörers ablesen. Apropos Akkustand. Ich musste feststellen, dass die Angabe sehr ungenau funktioniert. So sprang die Anzeige von einem auf den anderen Moment von 90 Prozent auf 10 Prozent. Wie schon beim Abschnitt über das ANC beschrieben, lässt sich die “Adaptive Geräuschsteuerung” hier einschalten. Eine Steuerung für Umgebungsgeräusche ist zuschaltbar. Bei ihr lässt sich das Level der Rauschunterdrückung mittels Schieberegler anpassen und via Check-Box der Fokus auf Stimmen anwählen.

Ein Optimierer für Rauschunterdrückung übernimmt eine persönliche Optimierung und die ANC-Anpassung bei geänderten Luftdruck. Leider muss dieser Schritt manuell angestoßen werden, wenn sich beispielsweise, wie im Flugzeug, der Luftdruck ändert. Zudem lässt sich die Klangposition anpassen, also die Richtung aus der der Ton kommt. Eine Surround-Einstellung simuliert verschiedene Umgebungsmodi und ein Equalizer lässt generische Frequenzänderungen zu.

Neben diesen ganzen Möglichkeiten zeigt die App auch die aktuelle Wiedergabe an und lässt gewisse Player-Funktionen zu, wie das Springen zum nächsten Titel. Der Klangmodus lässt sich auf Qualität der Wiedergabe oder auf Priorität einer stabilen Verbindung unterscheiden. Der Sony WH-1000XM3 kommt mit DSEE HX daher, einem Codec der schlechte Tonqualität hochskaliert und somit besser klingen lassen möchte. In meinem Test habe ich das Resultat eher als dumpfer und verwaschener empfunden, sodass der Modus bei mir danach nicht mehr zum Einsatz kam.

Die Funktion des Hardware-Buttons für das ANC lässt sich per App auch so programmieren, dass stattdessen der Google Assistant gestartet wird. Diese Funktion habe ich nicht getestet. Letztendlich lässt sich per App auch einstellen, wann sich der Kopfhörer ohne Tonsignal ausschalten soll. Fünf Minuten sind per Default ausgewählt. Gut gefiel mir, dass der Wert auch auf “Nie ausschalten” geändert werden kann. So ist es möglich, ANC auch ohne Musik dauerhaft genießen zu können.

Für mich waren die vielen Möglichkeiten zur Einstellung des Kopfhörers zu viel und nicht klar differenzierbar. Gewünscht hätte ich mir ein reduziertes und stabileres User-Interface, doch dabei gehen die Meinungen wahrscheinlich auseinander.

3 von 5 Sternen

Fazit

Alleskönner & ANC-Gott mit minimalen Einschränkungen

Der Sony WH-1000XM3 ist ein Prachtstück. Sony hat es abermals geschafft, die Messlatte für Active Noise Cancelling (ANC) höher zu legen und damit den Abstand zu Bose zu vergrößern. Auch der Sound überzeugt auf ganzer Linie. Höhen, Mitten und Tiefen sind sauber hörbar, die Brillanz der Musik wird sicher auf die Ohren des Hörers übertragen. Auch der Tragekomfort konnte gesteigert werden. Lediglich die warmen Ohrpads und die App-Steuerung konnten mich nicht komplett überzeugen.

Für wen gilt die Kaufempfehlung?

Wer schon den WH-1000XM2 sein Eigen nennen darf, sollte hier nicht zuschlagen. Dafür reichen die Weiterentwicklungen beim WH-1000XM3 meiner Meinung nach nicht aus. Wer jedoch Ersatz für seinen alten ANC-Kopfhörer sucht, sollte den Sony WH-1000XM3 ernsthaft in Erwägung ziehen. In all meinen Tests war dieser Kopfhörer mit Abstand der Ausgeglichenste mit der besten ANC-Sound-Kombination gewesen. Wer überlegt, sich seinen ersten ANC-Kopfhörer zu kaufen, dem rate ich ausdrücklich zum Sony WH-1000XM3.

Gesamt: 4,5 von 5 Sternen

RSS-Feed

Werde Autor!

Dieser Beitrag wurde von veröffentlicht.
hat bereits 7 Artikel geschrieben.
Sei auch dabei: Werde jetzt Autor und teile dein Wissen!

Kommentieren

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*

*

Ähnliche Beiträge

Nackenlautsprecher im Test: Bose SoundWear Companion

Tests

15.08.2018

 | Sebastian Kundisch

 | 1

Während ich dieses Review schreibe, ist es Hochsommer mit über 30 Grad in Deutschland und ich trage einen Schal – aber nicht irgendeinen Schal oder weil mir kalt wäre, sondern um meinen Hals schmiegt sich der Bose SoundWear Companion... mehr +

Sony WH-1000XM2: Noise Cancelling mit gutem Preis-/Leistungsverhältnis im Test

Tests

08.08.2018

 | Sebastian Kundisch

Viele Hersteller haben mittlerweile kabellose Bluetooth-Kopfhörer mit aktiver Geräuschreduzierung im Portfolio. Sony hat sein Erfolgsmodell, den Over-Ear Kopfhörer MDR-1000X aus dem Jahr 2016 mit dem WH-1000XM2 neu aufgelegt und ihm viele... mehr +