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Eierlegende Wollmilchsau? Bose Noise Cancelling Headphones 700 im Test



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Zugeordnete Tags Audio | Kopfhörer | Bluetooth
Bereiche

Bewertung
In jeder Hinsicht weit oben
4,5

 Pro

  • Sehr gute Klangqualität
  • Gutes Noise Cancelling
  • Hoher Tragekomfort
  • Bedienung kann trotz zahlreicher Features schnell erlernt werden
  • Praktische Features
  • Bei Telefonaten herausragende Filterung von Umgebungsgeräuschen
  • Eigene Stimme klingt beim Telefonieren recht normal

 Contra

  • Funktioniert während des Aufladens nicht
  • App möchte die Kopfhörer nicht immer entdecken
  • Klang nicht via Equalizer anpassbar

Welcher ist der beste Kopfhörer? Das ist eine genauso gute Frage wie die nach dem besten Auto. Was sagt man da? Rolls Royce Phantom? Der ist zwar sehr bequem, aber viel Spaß auf der Suche nach einem Parkplatz. BAC Mono? Der Rennwagen macht richtig viel Spaß, aber der Helm ruiniert die Frisur und Platz für Beifahrer gibt es auch nicht. Jeder Mensch ist anders und hat unterschiedliche Anforderungen, eine Universal-Lösung gibt es da nicht.

Doch mit den Noise Cancelling Headphones 700 – die Produktbeschreibung gleich in den Titel zu packen ist sehr smart – versucht Bose genau das. Der Kopfhörer soll hervorragenden Sound für anspruchsvolle Musikgenießer, Ruhe für gestresste Großraumbüro-Nutzer sowie Entertainment für Fahrradfahrer, die nicht lebensmüde sind. Außerdem sollt ihr damit auch nachts lautstark Filme genießen können, ohne die Nachbarn zu stören, oder mit der Freundin telefonieren, obwohl ihr gerade staubsaugt – und das auch noch mit Sprachsteuerung.

Hat es wirklich geklappt, all das unter einen Hut zu bringen? Das verrate ich euch in diesem Test.*

*Meine Erfahrung zur Multiroom-Einbindung findet ihr in einem > weiteren Testbericht < zum Bose Portable Home Speaker und der Soundbar 500.

Unboxing & Lieferumfang

Sofort einsatzbereit & alles Wichtige dabei

Bose Noise Cancelling Headphones 700.
Auch dieser Karton wird von den kleinen Aufklebern zusammengehalten. Drinnen steckt der Kopfhörer in seiner Transporttasche.
Ein Inlay gibt ein paar Infos zur Nutzung. Unter der Transporttasche ist die Anleitung.  Das Zubehör ist bereits am richtigen Ort in der Tasche.
Bose Noise Cancelling Headphones 700.

Wie die Bose Soundbar 500 und der Portable Home Speaker präsentieren sich auch die Noise Cancelling Headphones 700 in der neuen Familien-Optik. In der Box entdecke ich die Transporttasche samt Kopfhörer und darunter die Anleitung. In der Tasche ist in einem per Magneten verschlossenen Bereich das USB-C-Ladekabel (mit alten Ladegeräten kompatibel) und ein Legacy Kopfhörerkabel versteckt.

Design & Anschlüsse

Auffällig unauffällig – der Designer-Anzug unter den Kopfhörern

Der Noise Cancelling Headphones 700 fällt durch das Fehlen von unnötigen Details auf. So passt der Kopfhörer sowohl zu Jeans und T-Shirt als auch zum Anzug.
Schön zu erkennen: der Mechanismus, mit dem ihr den Kopfhörer an euer Kopf anpasst.
Nicht die kleinste Tasche, aber immerhin ist sie relativ flach.
Das Zubehör kommt stets mit.
Der Noise Cancelling Headphones 700 fällt durch das Fehlen von unnötigen Details auf. So passt der Kopfhörer sowohl zu Jeans und T-Shirt als auch zum Anzug.

Mit den Noise Cancelling Headphones 700 hat Bose einen edle Kopfhörer geschaffen, die fast an eine Skulptur erinnert. Die Linien sind schlicht und aufs Minimum reduziert und das Bose-Branding ist lediglich klein aufgedruckt. Ein smarter Twist ist die Größenverstellung, denn diese ist elegant in das Design eingebunden. Aus dem breiten Metallbügel wird eine runde Stange, die mit den eigentlichen Hörern verbunden ist. Der Hörer kann entlang dieser Stange verschoben werden.

An den Stellen, an dem der Bügel den Kopf berührt, sorgt weiches Silikon für einen sehr bequemen und rutschfreien Sitz. Auch die extrem weich gepolsterten Ohrmuscheln sind aus angenehmen Kunstleder gefertigt. Dank großzügigem Plastikeinsatz sind die Headphones zudem nicht zu schwer.

Meine Ohren passen vollständig in die Hörer, die von innen groß mit L und R bedruckt sind. Und dank der hervorragenden Polsterung ist es vielleicht der bequemste Kopfhörer, den ich bislang getragen habe – dabei besitze ich die Beyerdynamic DT990 Pro, die in zahlreichen Tonstudios Tag ein, Tag aus, getragen werden.

Und wie sieht es im Alltag aus? Der Kopfhörer ist nicht faltbar, lediglich die Hörer können zur Seite gedreht werden, damit es flacher wird. Daher hat die Transporttasche die Größe der Headphones in ihrer kleinsten Einstellung. Überflüssiger Platz wird für Zubehör genutzt. Der Reißverschluss ist übrigens wasserabweisend. Möchte ich die Kopfhörer nutzen, muss ich sie wieder in die richtige Einstellung bringen. Das ist aber einfacher als bei anderen Modellen, denn ich setze die Headphones 700 auf, halte die Oberseite mit Zeige- und Mittelfinger fest und drücke mit dem Daumen auf die Stange, bis ich die passende Position gefunden habe. Nur eine automatische Anpassung wäre noch einfacher.

Einen Haken darf ich aber nicht unerwähnt lassen: Der Kopfhörer ist geschlossen und nicht unbedingt atmungsaktiv. Im Büro bei gut 20 Grad wurde es mir bislang nicht zu warm um die Ohren. Unterwegs geht es auch, schließlich ist es Winter. Aber nach längeren Strecken ist mir schon Schweiß an der Polsterung aufgefallen – gut möglich, dass es im Hochsommer auf Dauer unangenehm wird.

Bedienung

Durchdacht: Physikalische Tasten & Touch-Bedienung

Links die Multifunktions-Taste für das Noise Cancelling. Rechts oben Power/Bluetooth, rechts unten Google Assistant. Am linken Hörer kann ich ein Audiogerät per Kabel einstecken, am rechten per USB-C aufladen.
Anstatt die Hörer ganz dezent mit links und rechts zu beschriften, macht Bose es auf den ersten Blick ersichtlich. Offensichtlich hat Bose Designer, die schon einmal einen Kopfhörer benutzt haben. Danke!
Links die Multifunktions-Taste für das Noise Cancelling. Rechts oben Power/Bluetooth, rechts unten Google Assistant. Am linken Hörer kann ich ein Audiogerät per Kabel einstecken, am rechten per USB-C aufladen.

Eine Taste am linken Hörer steuert die Geräuschunterdrückung und aktiviert den Transparenzmodus, bei dem die Medienwiedergabe pausiert wird und das Außengeräusch in die Hörer geleitet wird. Perfekt für kurze Gespräche. Auf der rechten Seite ist der Google Assistant, den ich anfangs beim Abnehmen ständig unfreiwillig aktiviere. Darüber die Bluetooth-Taste, die kurz gedrückt den Hörer ein- oder ausschaltet. Drücke ich lange darauf, kann ich die Bose Noise Cancelling Headphones 700 mit einem anderen Gerät koppeln.

Apropos Google Assistant: Ist die Funktion aktiviert, klappt es ziemlich gut. Der Assistent hört nur zu, solange ich auf die Taste drücke. Antworten kommen ziemlich schnell. Neben den üblichen Funktionen – Wetter abfragen oder Wecker stellen – finde ich es besonders praktisch, Musik zu starten. „Spiele Your Light von The Big Moon“, und schon fängt das Lied an. Oder ich rufe jemanden aus meiner Kontaktliste an, ohne mein Smartphone aus der Tasche zu holen – irgendwie praktisch. Was mich außerdem freut: Auch die smarte LED-Beleuchtung in meiner Wohnung kann ich so steuern.

Wie schon erwähnt, steuert ihr die Headphones über die „Bose Music“-App. Dabei habe ich aber ziemliche Verbindungsschwierigkeiten, ich muss zuerst mein Android-Smartphone dazu bringen, den Kopfhörer zu vergessen und dann in der App einen erneuten Kopplungsversuch anstoßen.

Glücklicherweise benötige ich die App aber kaum, beziehungsweise hauptsächlich für Einstellungen, die man nicht regelmäßig verändert. Was sind zum Beispiel meine drei Noise-Cancelling-Favoriten, zwischen denen ich hin- und herschalten möchte? Das Default von null, fünf und zehn erscheint mir ziemlich sinnvoll und ausreichend. Wie laut möchte ich mich bei einem Telefonat selber hören? Soll sich der Kopfhörer nach einer einstellbaren Zeit ohne Input oder bei einer Stunde ohne Bewegung ausschalten? Auch den Sprachassistenten stelle ich hier ein. Wenn ich möchte, verstelle ich in der App aber auch die Stärke des Noise Cancellings in 11 Stufen. Einen Equalizer suche ich allerdings vergebens.

Bose AR ist an sich eine coole Idee. Apps nutzen hierfür im Kopfhörer verbaute Sensoren, um meine Bewegungen zu erkennen und darauf basierend räumlichen Sound zu generieren. Allerdings sind die interessanten Apps, zum Beispiel eine App, mit der ich ausgewählte Szenen aus Star Wars mit räumlichem Surround-Sound höre, nur in Amerika verfügbar. Andere gibt es nur für iPhones.

Quellen

Polyamorer Kopfhörer – zwei Geräte, ein Headphone

Mit der App habt ihr Zugriff auf mehrere Streaming-Dienste und mehr.
Mit der App habt ihr Zugriff auf mehrere Streaming-Dienste und mehr.

Der Kopfhörer verbindet sich automatisch mit den letzten beiden bereits gekoppelten Geräten, die er findet. Abgespielt wird dann die zuletzt gestartete Audioquelle. Dadurch könnt ihr Musik vom Smartphone hören, wenn ihr aber am Computer ein Video schaut, wechselt der Ton. Ich finde das ziemlich praktisch. Und wenn ihr das nicht wollt, könnt ihr ja problemlos Bluetooth am entsprechenden Gerät ausschalten.

Auch schön: Der Codec-Support. Schließlich wird neben SBC auch AAC unterstützt, und das verzögerungsfrei. Doch wo sind AptX und AptX HD für Menschen, deren Quellgerät statt AAC AptX unterstützt?

Klang

Ausgewogener Sound für Musik-Fans

Die Einstellungen für Klang und Co. finden sich stets an diesem Ort – wenn es welche gäbe.
Die Einstellungen für Klang und Co. finden sich stets an diesem Ort – wenn es welche gäbe.

Als Vergleichswert dient mir mein Beyerdynamic DT 990 Pro mit 250 Ohm, der an einem LG V20 angeschlossen ist. Dieses Smartphone verfügt über einen dedizierten Kopfhörerverstärker, der bei der 250 Ohm Variante dringend nötig ist. Der Kopfhörer erfreut sich seit langer Zeit großer Popularität in Tonstudios.

Als Erstes höre ich mir Wish You Were Here von Pink Floyd an. Die Unterschiede sind klein. Der Sound der Bose ist leicht bassbetonter, was auch mit dem Fehlen der Beyer-Spitze zu tun hat – Beyerdynamic übertreibt es beim Hochtonbereich so gern, dass dieses Phänomen seinen eigenen Namen erhalten hat. Die Akustikgitarre klingt echt, wie auch alles andere. Insgesamt gefällt mir mein Beyerdynamic in einem stillen Raum noch etwas besser. Details werden noch etwas feiner herausgearbeitet, die Akustikgitarre ist noch etwas natürlicher. Allerdings ist die Beyer-Spitze hart an der Grenze zum Nerven.

Bose mag Gleichberechtigung, zumindest bei Rebekka Bakkens Cover-Version des Tom Waits Songs Downtown. Die Big Band, die Frau Bakken begleitet, kommt wunderbar zur Geltung. Auch eine E-Gitarre im Hintergrund fällt mir erstmals auf.

Avantasia ist eine Power Metal Supergruppe rund um Tobias Sammet. Bei Chalice of Agony lassen sich die Unterschiede nur ganz schwer raushören – während mir das Doublebass-Gedonnere auf dem Beyerdynamic besser gefällt, leistet Bose bei dem Gitarrengeschredder bessere Arbeit.

Den Headphones 700 wird ab und zu nachgesagt, bei Bässen Schwächen zu haben. Das sehe ich nicht so. Bei Bass I Love You von Bassotronics ist der Name Programm. Ein Großteil der tiefen Frequenzen in dem Stück sind für die meisten Anlagen und Subwoofer zu tief, um gespielt zu werden. Für den Kopfhörer kein Problem. Alles ist da, wo es hingehört. Und zwar in der richtigen Dosis. Bei meinem DT 990 nerven die Höhen, die hier eindeutig zu stark sind, während die niedrigsten Frequenzen zu schwach sind. Hier liegen die Bose Noise Cancelling Headphones 700 vorne.

Multiroom-Sound von Bose – Soundbar, Speaker & Kopfhörer im Test

Noise Cancelling

Endlich Ruhe im Büro & Flugzeug

Zahlreiche Mikrofone helfen beim Noise Cancelling für beide Parteien und nehmen Klänge in hervorragender Qualität auf.
Zahlreiche Mikrofone helfen beim Noise Cancelling für beide Parteien und nehmen Klänge in hervorragender Qualität auf.

Natürlich bietet Boses Flaggschiff unter den Consumer-Kopfhörern hervorragendes Noise Cancelling. Schließlich liefert Bose Kommunikationssysteme für Piloten und das Militär, wo die Möglichkeit, in extrem lauten Umgebungen konzentriert arbeiten und kommunizieren zu können, lebenswichtig ist. Daher kann ich auch im Flugzeug, Auto, Zug oder Großraumbüro den Lärmpegel stark absenken. Den Unterschied zu den ausgeschalteten Hörern merkt man deutlich. Und das ohne Rauschen oder Druck auf den Ohren, wie man es von günstigeren Kopfhörern gewöhnt ist.

Höherfrequente Geräusche bleiben allerdings erhalten, sodass ich höre, wenn eine andere Person mit mir sprechen möchte oder in der Straßenbahn die nächste Haltestelle angesagt wird. Interessanterweise funktioniert die Absenkung relativ linear – während der Kopfhörer passiv, also ausgeschaltet, eher hohe Frequenzen entfernt, werden tiefere Frequenzen ähnlich stark durch das aktive Noise Cancelling gefiltert.

Rein theoretisch könntet ihr damit also auch auf Konzerten und lauten Veranstaltungen die Ohren schützen. Um das auszuprobieren habe ich meine Anlage auf Konzertlautstärke gebracht und den Kopfhörer aufgesetzt. Auf einmal ist es deutlich leiser, ohne, dass der Sound groß verändert wird.

Eine Taste ermöglicht mir, durch längeres Drücken die Musik zu pausieren und meine Umgebung wahrzunehmen, als ob ich keinen Kopfhörer trage. Ein Feature, das ich sehr gerne nutze, zum Beispiel an der Kasse im Supermarkt oder wenn mich ein Kollege anspricht. Die Taste ist sehr leicht gefunden, schließlich ist es die einzige auf der linken Seite. Mit kurzem Drücken verstelle ich die Stärke des Noise Cancellings in drei frei konfigurierbaren Stufen.

Der Kopfhörer ist daher gut für die Gesundheit: Erstens senkt er das Stresslevel im Großraumbüro oder anderen lauten Umgebungen. Zweitens müsst ihr die Lautstärke nicht stark anheben, um in lauten Umgebungen Musik oder Podcasts zu hören. Und drittens könnt ihr beim Joggen oder im Straßenverkehr problemlos die Umgebungsgeräusche hinzu schalten, um andere Verkehrsteilnehmer mitzubekommen.

Telefonie

Auch als Headset perfekt geeignet

Immer einsatzbereit.
Immer einsatzbereit.

Die Noise Cancelling Headphones 700 sind perfekt für Telefonate geeignet. Klar, ein Kopfhörer, der mit toller Klangqualität überzeugt, lässt auch mein Gegenüber gut klingen. Die Headphones 700 spielen mir auf Wunsch und in der gewünschten Lautstärke zusätzlich meine eigene Stimme auf die Ohren, sodass ich mich selbst nur gedämpft höre – eine geniale Idee.

Aber so richtig beeindruckt bin ich davon, wie ich für andere klinge. Obwohl der Kopfhörer kein Mikrofon direkt vor meinem Mund platziert, hört mich mein Gesprächspartner glasklar – auch bei 150 km/h auf der Autobahn, bei fließendem Wasser oder beim Staubsaugen (!). Beim Spazieren an einem leicht windigen Tag konnte mich mein Gegenüber gut verstehen, auch wenn der Kopfhörer die vorbeifahrenden Autos im Hintergrund nicht vollständig ausblenden konnte. Dafür fehlte der Wind – ob das an einem richtig windigen Tag ebenfalls so ist, konnte ich nicht herausfinden.

Bei der Autofahrt entstand der Eindruck, ich sei zu Hause in einem stillen Raum. Und beim Staubsaugen war nur ein leises „wheeee“ zu hören. Einfach verrückt – und vielleicht eine Alternative für Großraumbüros und Call Center, denn deren Headsets sind auch nicht viel günstiger, aber weniger bequem und nicht so vielseitig. Und klar, auch im Home Office kann der Boise Noise Cancelling Headphones 700 überzeugen.

Akkulaufzeit

15 Minuten laden für 3,5 Stunden Musik

Über den USB-C-Stecker wird geladen.
Über den USB-C-Stecker wird geladen.

Mit maximal drei Watt beim Ladevorgang erweist sich der Kopfhörer als äußerst genügsam. Mit einer vollen Akkuladung erreicht er eine Laufzeit von ungefähr 18 bis 20 Stunden – etwas, das ich nicht getestet habe, aber es ist einfach ausreichend lang. Nicht so schön finde ich, dass der Kopfhörer beim Laden nicht funktioniert. Eine 15-Minuten-Ladung reicht aber immerhin für bis zu 3,5 Stunden Musikgenuss aus.

Fazit

Mission erfüllt – ein Kopfhörer für fast alle Fälle

Sehr elegant gestaltet.
Sehr elegant gestaltet.

Die Noise Cancelling Headphones 700 begeistern mich. Wenn ihr einen tatsächlich ausgewogenen Sound mögt, dann ist der Kopfhörer eine eierlegende Wollmilchsau. Richtig gute Klangqualität? Ja, auch wenn die Bühne bei meinen offenen Beyerdynamics noch plastischer ist und viele andere Hersteller mehr Bass bieten – wohlgemerkt mehr Bass, nicht besseren.

Hervorragendes Noise Cancelling? Ja, auch wenn Sonys aktuelles Topmodell vielleicht noch ein bisschen besser isoliert. Das Gegenteil bietet mein Beyerdynamic, den ich extra deswegen gekauft habe. Ich hasse es nämlich, erschreckt zu werden. Der Bose gibt mir hier die Wahl. Mit einer Taste kann ich während der Musikwiedergabe hören, was um mich herum passiert, oder sogar gleichzeitig Musik pausieren und Außengeräusche möglichst klar verständlich machen.

Komfort hängt immer von der eigenen Physiognomie ab, mir passen die Noise Cancelling Headphones 700 perfekt. Und dann ist da auch noch die Headset-Funktion, die von anderen Herstellern sträflich vernachlässigt wird. Hier ist der Kopfhörer vermutlich unschlagbar, denn selbst während des Staubsaugens hört mich mein Gegenüber glasklar. Dass ich mich dabei auch noch höre, als ob ich keinen isolierenden Kopfhörer trage, setzt dem Ganzen die Krone auf. Das Einzige, was jetzt noch fehlt, ist ein Equalizer, damit auch die Menschen, die auf viel Bass stehen, auf ihre Kosten kommen.

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1 Kommentar

  1. Daniel Wiesendorf schrieb am
    Bewertung:

    Kurzer Nachtrag: Bose hat die Kopfhörer um einen Equalizer ergänzt, der Kontrolle über Bass, Mitten und Höhen anbietet. Das funktioniert gut, wenn man sich zum Beispiel einen basslastigeren Sound wünscht.

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