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Ziemlich schlank & äußerst edel: Asus ZenBook 3 Deluxe im Test



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Bereiche

Bewertung
Bildschönes Leichtgewicht
4,5

 Pro

  • Beeindruckendes Design
  • Hochwertige Verarbeitung
  • Bildstarkes Display
  • Gute Hardware
  • Überraschend dynamischer Sound
  • Tolle Tastatur
  • Lange Akkudauer
  • Schnelles Laden
  • Überraschend vielfältiger Lieferumfang

 Contra

  • Display spiegelt stark
  • Lüfter konstant hörbar
  • Gehäuse Fingerabdruck-anfällig

Meine Notebook-Vorgeschichte mit Asus begann mit einem 17-Zöller, der stattliche 3,5 Kilogramm auf die Waage brachte. Damals wechselte ich gerade vom schwarzen PC-Klotz zum Notebook und wollte natürlich eine Workstation, mit der ich alles machen konnte, ohne dabei Leistungs- oder Grafik-Kompromisse einzugehen. Das Ergebnis war ein sRGB-fähiges Plastik-Schlachtross, das schon kurz nach dem Kauf nicht mehr wirklich zeitgemäß war.

Heute überzeugt Asus neben den Gamer-Books noch am ehesten mit den kompakten Designer-Laptops der ZenBook-Reihe. Mein persönlicher Favorit: ein schickes Notebook in ungewöhnlichem Blau mit goldenen Akzenten, das mit Core i5, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und schlanken 1,1 Kilogramm recht ansehnlich aufgestellt ist. Und bei aktuell um die 1.200 Euro ist das ZenBook 3 Deluxe auch preislich überraschend attraktiv. Bleibt nur die Frage, ob auch der Test überzeugen kann.

Lieferumfang

Da ist ordentlich was im Karton

Die Umverpackung scheint unspektakulär ...
... aber darin befindet sich noch ein edlerer Karton.
Das ZenBook 3 Deluxe UX490UA
Beim Lieferumfang gibt sich das ZenBook spendabel.
Das Netzteil kommt zur Abwechslung mal in einteiliger Bauweise.
Zwei Adapter liegen auch bei.
Einmal USB Typ A auf Typ C
Einmal HDMI auf USB Typ C
Ein kleiner Zubehörbeutel ist ebenfalls an Bord.
Und auch ein Sleeve fürs Book fehlt nicht.
Die Umverpackung scheint unspektakulär ...

Unboxing macht dann am meisten Spaß, wenn man mehr bekommt, als man erwartet – vorausgesetzt man hat sich nicht vorher den Paketinhalt weggespoilert. Das habe ich nicht und dementsprechend präsentierte sich mir der Karton des Asus ZenBook 3 Deluxe UX490UA als wahre Wundertüte. Die erste positive Überraschung: Die Technik wartet nicht gleich im unspektakulären schwarzen Wellpappe-Äußeren, sondern ist noch einmal in eine sehr stabile Box gehüllt. Und gleich daneben liegt auch noch ein recht ansehnliches Asus-Sleeve.

Rücke ich dem Vorzeige-Karton zu Leibe, entdecke ich natürlich  zuerst das ZenBook in einer Schutzfolie. Grabe ich tiefer, tritt eine ganze Menge nützlichen Zubehörs zutage. Das beginnt mit dem Netzteil, das nicht wie sonst üblich in zwei Teile (Kabel und Adapter) aufgeteilt ist. Darüber hinaus entdecke ich noch ein kurzes Adapter-Kabel von USB 3.0 Typ A auf Typ C sowie das Gleiche noch einmal für HDMI auf USB Typ C. Außerdem liegt ein kleiner Stoffbeutel bei, in dem ich die Kabelei transportsicher verstauen kann. Zusammen mit den üblichen Beilegern ergibt sich ein sehr rundes Bild, ich bin mehr als zufrieden.

Optik

Wie schön ein Notebook doch sein kann

Blau meets Gold meets konzentrische Ringe im Alu
Das Asus ZenBook 3 Deluxe ...
... ist rundum makellos verarbeitet.
Die schlanke Bauweise lässt lediglich Platz ...
... für Typ-C-Ports und einen Kopfhörer-Anschluss.
Eine Vertiefung vorn am Book erleichtert das Öffnen.
ZenBook-Prägung an der Notebook-Rückseite
Blau meets Gold meets konzentrische Ringe im Alu

Genau genommen wollte ich das ZenBook nur aus einem Grund testen: Ich wollte wissen, ob es in Real Life so toll aussieht wie auf den Bildern. Und nach dem Unboxing kann ich nur sagen: Es sieht noch besser aus. Asus zelebriert hier förmlich Liebe zu Form und Farbe. Blau scheint zwar zunächst eine seltsame Farbwahl, allerdings wirkt die etwas gedeckte dunkle Nuance davon äußerst edel, vor allem in Kombination mit dem goldenen Asus-Logo, der ebenso goldenen Tastaturbeschriftung und einer – ihr habt es sicher geahnt – glänzend-goldenen Umlaufkante rund um den Deckel.

Mit gerade einmal 1,1 Kilogramm und 12,9 Millimetern Gehäusehöhe ist das Asus-Notebook auf Mobilität ohne Kompromisse getrimmt. Dabei sind sowohl Gehäusewanne als auch Displaydeckel des 14-Zöllers ziemlich stabil konstruiert, sodass sich das Notebook nur minimal verwinden und biegen lässt. Das Erfolgsrezept heißt hier Aluminium-Unibody, der sich bei den konzentrischen Ringen rund um das Asus-Logo auf dem Displaydeckel noch dazu überaus ästhetisch gibt. Einziges Manko: Jeder Fingerabdruck bleibt gefühlt für die Ewigkeit hängen.

An dieser Stelle sei noch ein kleiner Blick auf die Anschlüsse erlaubt: Das ZenBook 3 Deluxe kommt mit drei Typ-C-Ports daher von denen zwei auch als Thunderbolt-3-Anschluss genutzt werden können. Einen Kartenleser gibt es nicht, dafür aber eine Kopfhörerbuchse. Positiv sei zudem erwähnt, dass an der Front des Notebooks an eine ordentliche Vertiefung gedacht wurde, sodass das straff in seiner Position gehaltene Display dennoch bequem geöffnet werden kann. Allerdings lässt sich der Bildschirm für meinen Geschmack nicht weit genug nach hinten klappen.

Display

Kontraststarkes Full-HD-Display für die meisten Einsatzgebiete

Ein 14-Zoll-Notebook in einem 13-Zoll-Gehäuse
Das Display spiegelt stark.
Die Blickwinkelstabilität überzeugt ...
... ebenso wie Farbtreue und Kontrast.
Ein 14-Zoll-Notebook in einem 13-Zoll-Gehäuse

Das 14-Zoll-Panel des Asus ZenBook 3 Deluxe besinnt sich auf die klassischen Notebookwerte und kommt mit Full HD sowie ganz ohne Touch-Schnick-Schnack daher. Daran muss ich mich im Test erst einmal gewöhnen, schließlich nutze ich privat ein Convertible, dessen Touch-Komfort mir immer sehr gelegen kommt.

Woran ich mich hingegen nicht gewöhnen muss, ist die hervorragende Abbildungsleistung des Panels. Sowohl bei der Detaildarstellung als auch bei den Kontrasten weiß das ZenBook uneingeschränkt zu überzeugen. Ein sattes Schwarz steht knackigen Farben gegenüber, sodass Multimedia-Inhalte in toller Bildqualität wiedergegeben werden.

Die genieße ich allerdings am besten drinnen, denn obwohl die maximale Displayhelligkeit auf ordentlich hohem Niveau liegt, sorgen massive Spiegelungen im Outdoor-Einsatz für deutliche Beeinträchtigungen. Nichts zu meckern gibt es im Gegenzug dazu bei der Blickwinkelstabilität: Beim Blick von links, rechts und oben nimmt lediglich die Bildschirmhelligkeit leicht ab, sonst bleibt die Bildqualität auf Top-Niveau.

Hardware

Stattliche Office- & Mobil-Hardware

Bei den meisten Werten liegt die verbaute SSD auf Vorzeige-Niveau.
Bei den meisten Werten liegt die verbaute SSD auf Vorzeige-Niveau.

Im Inneren des ZenBook UX490UA wartet ein zwar recht klassentypisches, aber dennoch nicht unansehnliches Hardware-Aufgebot auf seinen Einsatz. Beim Prozessor vertraut ihr auf einen Doppel-Kern-i5 aus Intels siebter Generation, grafikseitig steht die damit einhergehende und für die meisten Fälle ausreichende Intel HD-Grafik 620 bereit. Office, Excel und Photoshop stemmt das Asus-Notebook damit souverän, auf aufwändige Games oder anspruchsvolle Rendering-Aufgaben müsst ihr allerdings verzichten.

Bei den Speicherressourcen setzt das ZenBook komplett auf SSD, was angesichts der Bauweise nicht verwundert. Der 256-Gigabyte-Speicher reicht für alle relevanten Anwendungen und ein kleines Arsenal an Daten. Ohne NAS oder externe Festplatte wird’s auf Dauer aber nicht funktionieren. Die SSD selbst kommt bei den Benchmark-Werten im AS SSD ziemlich gut weg und nähert sich den 500 Megabyte pro Sekunde an. Lediglich die 4K-Werte fallen ziemlich mau aus.

Zu guter Letzt sei noch der Arbeitsspeicher erwähnt, der sich mit 8 Gigabyte ebenfalls auf Konkurrenzniveau in dieser Preisklasse einpegelt. So gesehen sticht das ZenBook hier technisch nicht aus der Masse heraus, bringt aber dennoch alles mit, was ich für den alltäglichen Einsatz benötige.

Eingabe

Tastatur & TouchPad nach meinem Geschmack

Die Inseltasten fallen großzügig aus.
Sehr angenehmes Tipp-Gefühl
Im TouchPad findet sich auch ein Fingerabdruck-Sensor.
Kaum eine Taste kommt in ungewohntem Design daher.
Die Tastatur verzeichnet nur geringen Tastenhub.
Die Inseltasten fallen großzügig aus.

Dass die Tastatur des Asus ZenBook 3 Deluxe bereits rein optisch durch die goldene Beschriftung Eindruck schindet, habe ich ja schon erwähnt. Noch schicker wird’s bei aktivierter Hintergrundbeleuchtung. Rund um die Tasten präsentiert sich der gewohnte kaltweiße Schein der LEDs, allerdings scheinen die Buchstaben jetzt golden durch, was durchaus edel wirkt.

Bei all der Optik muss natürlich auch der Schreibkomfort stimmen. Und das tut er meiner Meinung nach durchaus. Die Abstände zwischen den Inseltasten fallen zwar recht gering aus, dafür sind die Tasten selbst ausreichend groß und komfortabel ohne lange Eingewöhnung zu erreichen. Der Tastenhub ist bauweisenbedingt recht gering, der Anschlag hingegen recht hart und knackig. Für mein Schreibgefühl passt das aber sehr gut, ich habe nichts an der Präzision der Tastatur auszusetzen. Halt, ein wenig leiser könnte sie vielleicht sein.

Ergänzt wird das Keyboard durch ein recht ausladendes TouchPad mit integriertem Fingerabdrucksensor. Die Oberfläche des TouchPad ist ziemlich geschmeidig-glatt, sodass ich damit angenehm und zielsicher scrollen und steuern kann. Mehrfingergesten klappen auch in den meisten Fällen reibungslos und die beiden verbauten Tasten geben ein ansprechendes haptisches Feedback. Die Eingabeoptionen sind damit rundum gelungen.

Audio

Guter Klang & hyperaktiver Lüfter

Zwei Lautsprecher sind über der Tastatur positioniert ...
... zwei weitere vorn an der Unterseite.
Zwei Lautsprecher sind über der Tastatur positioniert ...

Bei einem Ultraleicht-Notebook über den Klang zu schreiben ist meist kein hehres Vorhaben. Zu flach tönen die Speaker, zu wenig Resonanzkörper stellt sich den Frequenzgängen entgegen. Beim ZenBook 3 Deluxe UX490UA ist der Sound dennoch einen etwas detaillierteren Blick wert. Das liegt zuallererst daran, dass das Notebook mit gleich vier recht offensichtlichen Klanggebern daherkommt. Zwei davon sitzen über der Tastatur, zwei vorn an der Gehäusewanne.

Der Klang, den diese vier Lautsprecher zustande bringen, ist dabei ziemlich stattlich. Das beginnt schon bei der maximalen Lautstärke, die reicht, um das ein oder andere (Großraum-)Büro aufzumischen. Außerdem kommen Mitten und Höhen dynamisch, akzentuiert und differenziert rüber, sodass Musik und Filme ziemlich gut klingen. Was ihr logischerweise nicht erwarten dürft, sind Basswunder, aber dennoch bildet das Notebook auch die meisten Bässe als erkennbare Nuancen im Mittenbereich ab. Das ist deutlich mehr als sich die meiste Konkurrenz auf die Fahnen schreiben kann.

Wenn wir aber über Klang reden, soll auch ein konstantes und unerwartet präsentes Hintergrundgeräusch nicht ausgespart bleiben: Die Lüfter des ZenBook 3 haben während des gesamten Tests so gut wie nie Sendepause gehabt. Selbst bei einfacher Textverarbeitung oder Webbrowsing war stets ein moderates Lüftersurren zu vernehmen, das sich bei Photoshop, Blender und den üblichen Windows-Store-Games deutlich zu steigern wusste.

Akku

Ohne Ladekabel durch den Arbeitstag

Ein auf Mobilität getrimmtes Notebook wäre nichts ohne einen ausdauernden Akku und das ZenBook 3 Deluxe bringt zumindest auf dem Papier bis zu neun Stunden Ausdauer mit. Damit liegt das Asus-Book eher im als über dem Durchschnitt. Positiv zu vermerken ist dabei jedoch, dass das ZenBook diesen Wert im Alltag sogar schafft.

Als ich diesen Test – bei leicht reduzierter Displayhelligkeit – im Google Doc schrieb und nebenbei ein bisschen im Web recherchierte, konnte ich nach zwei Stunden gut 20 Prozent Akkuschwund feststellen. Neun bis 9,5 Stunden sind damit absolut drin. Ist der Akku dann doch einmal am Ende bringt mich die Schnellladefunktion auch in der Praxis innerhalb einer Stunde wieder auf über 60 Prozent. Einem Arbeitstag ohne oder mit nur gelegentlichem Ladekabeleinsatz steht damit nichts im Weg – auch hier weiß das ZenBook zu überzeugen.

Fazit

Rundes Gesamtpaket im ultraschicken Design

Apple, Dell, HP? Nein, nicht nur die Platzhirsche sind einen Blick wert. Das hat mir Asus mit dem ZenBook 3 Deluxe UX490UA eindrucksvoll gezeigt. Denn mit diesem Ultraleicht-Notebook ist den Taiwanesen ein rundum stimmiges Komplettpaket gelungen. Das beginnt bei der aktuellen Hardware, setzt sich beim geringen Gewicht fort und gipfelt in einem Design, das erstaunt – beste Verarbeitung inklusive. Auch bei der Tastatur, dem Akku und dem leidigen Thema Sound kann das ZenBook deutlich punkten.

Dem stehen recht wenige Negativpunkte entgegen. So kann ich das Display für meinen Geschmack nicht weit genug aufklappen und auch die starke Spiegelung kann im Alltag stören. Der Alu-Unibody zieht zudem Fingerabdrücke magisch an und zu guter letzt macht die latente (wenn auch zumeist recht leise) Dauerbeschallung durch den Lüfter nicht unbedingt Spaß. Dennoch sind das vielmehr Kleinigkeiten im Vergleich zu all den Pluspunkten, die das Asus-Notebook bei Design und Usability sammeln kann. Und letztlich sind auch die aktuell 1.200 Euro kein unangemessener Preis für die gebotene Qualität.

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