Zu günstig um gut zu sein? ASUS Vivobook E410 im Notebook-Test

von André Nimtz

· 14 min Lesezeit

Manchmal stöbere ich durch die Produktkategorien im Cyberport-Webshop und schaue, an welchen Produktbildern ich hängen bleibe. Oftmals sind es die reißerisch designten Gaming-Notebooks, die mich stocken lassen. Oder aber aktuelle 2in1 oder besonders schlanke High-End-Laptops. So gut wie gar nicht passiert das im Low-Budget-Segment, was wohl daran liegt, dass die Rechner hier einfach ganz normal aussehen und sich das Geld für auffälliges Design sparen. Doch neulich gab es da eine Ausnahme: das ASUS Vivobook E410.

Warum ist das Vivobook anders? Bereits auf den ersten Blick hat mich das ASUS-Notebook mit seinen modernen Farben und Buchstaben-Fragmenten des ASUS-Schriftzuges auf der Notebook-Oberseite in seinen Bann gezogen. Beim Durchklicken der Bilder zeigte sich außerdem, dass das Notebook ein Touchpad mit zuschaltbarem Nummernblock bietet. Und dann wäre da noch der Preis, der neulich noch bei einer UVP von 349 Euro lag und inzwischen zeitweise auf um die 200 Euro gesunken ist. Natürlich hat ein Notebook in diesem Preissegment nur einen kleinen Prozessor an Bord und natürlich werkelt eine Onboard-Grafik im Vivobook. Aber dennoch ist der Laptop mit Full-HD-Display, SSD und Windows 11 S ordentlich ausgestattet, sodass ich mich letzten Endes frage: Kann ein schickes Notebook bei diesem Preispunkt wirklich gut sein? Es wird Zeit für einen Test.

Günstig & gut

Pro
  • SSD lässt sich tauschen
  • Nummernblock im Touchpad
  • Angenehmer Tipp-Komfort
  • Vielseitige Anschlussausstattung
  • Gute Verarbeitung
  • Scharfes Display mit guten Kontrasten
  • Schickes, auffälliges Design
Contra
  • Überschaubarer Lieferumfang
  • Keine Tastaturbeleuchtung
  • Lautsprecher eher mau
  • Kurze Akkulaufzeiten
  • Schwache Webcam
  • Kein microSD-Kartenleser
Unsere Gesamtbewertung4

Lieferumfang: Ein kleines Notebook ohne großes Zubehör

Wer ein günstiges Notebook kauft, erwartet beim Unboxing sicherlich kein Zubehör-Feuerwerk. Und das ASUS Vivobook E410 macht hier keine Ausnahme. Zunächst einmal kommt das Notebook in einem recht schlichten braunen Pappkarton daher, der auf auffällige Design-Elemente verzichtet. Beim Öffnen des Deckels zieht sich zwar noch einmal eine Papp-Klappe mit dem bekannten Claim “In Search of Incredible” auf, aber das ist letzten Endes auch nicht mehr als ein kleines Gimmick.

Das Vivobook selbst ist in ein Schutzvlies eingeschlagen und macht fast den gesamten Kartoninhalt aus. Neben dem Laptop gibt es noch ein kleines Sammelsurium an Beilegern, zu dem immerhin auch ein buntes Blättchen gehört, das die Vorteile der MyASUS-Software schmackhaft machen soll. Und natürlich liegt auch das Netzteil bei, das nicht in zweiteiliger Bauweise – also Netzteil plus separatem Stecker – vorliegt, sondern aus einem Guss ist. Das Netzteil ist dabei recht kompakt und weißt auf die geringe Stromaufnahme des Notebooks hin.

Design: Sieht schick aus und wirkt gut verarbeitet: das ASUS Vivobook E410

Kommen wir zu dem, weswegen mein Blick initial am ASUS Vivobook E410 hängen geblieben ist: dem Design. ASUS liefert einen kompakten 14-Zöller ab, der mit 1,3 Kilogramm Lebendgewicht angenehm leicht und handlich daherkommt. Das Notebook ist ein wenig größer als ein Blatt DIN-A4 und mit 18 Millimetern Höhe angenehm schlank.

Das absolute Highlight des Vivobooks ist allerdings die Displayrückseite. Ich habe mich für die blaue Variante entschieden und die schimmert je nach Licheinfall von Blau bis Violett. Dabei fallen die ASUS-Hieroglyphen mal mehr mal weniger ins Auge. Auffällig ist auch das glatte Oberflächen-Finish, das sich bei der Tastaturumrandung wiederfindet und so gar nichts mit klassischem Low-Budget-Rauplastik zu tun hat. Immerhin ist es auf der Unterseite des Laptops zu sehen.

Auch wenn alles “nur” Plastik ist, wirkt das E410 ganz und gar nicht schlecht gemacht. Rundum ist das Vivobook sauber verarbeitet und es weist keine Unregelmäßigkeiten oder Materialmängel auf. Lediglich der Übergang an manchen Kanten ist ein bisschen schroff, was ich zum Beispiel deutlich spüre, wenn ich beim Tippen meine Handballen ablege. Aber daran gewöhnt man sich mit der Zeit.

Was ich ebenfalls noch erwähnen sollte, ist das äußerst stabile Scharnier am Display, das den Bildschirm wackel- und schwingungsarm in jeder gewünschten Position hält. Allerdings zeigt sich hierin auch ein Nachteil der leichten Bauweise, denn einfach mal schnell mit einer Hand aufklappen, funktioniert nicht. Das Scharnier ist so straff, dass ich immer zwei Hände brauche, um das Notebook aufzuklappen.

Konnektivität: Gute Anschlussausstattung von USB bis HDMI

Was heutzutage zu einer guten Anschlussaustattung gehört, darüber streiten sich die Geister. Während Apple und Microsoft eher weniger Ports verbauen, liefert das ASUS Vivobook E410 für einen schmalen Taler eine doch ziemlich gute Konnektivität. So finde ich am ASUS-Laptop zwei USB-A-Ports (einmal mit Standard 2.0 und einmal mit 3.2), einen USB-C-3.2-Anschluss, einen HDMI-Port und einen Kopfhörerausgang.

Das alles dürfte für die meisten alltäglichen Bedarfe ausreichend sein. Zum Beispiel könnt ihr am Vivobook problemlos eine Maus und eine Festplatte anklemmen und gleichzeitig noch euer Smartphone verbinden. Klar wäre ein dritter USB-Port manchmal ganz nützlich, aber bei einem Notebook dieser Machart dürften die gebotenen Anschlüsse in 90 Prozent der Fälle kompromisslos ausreichen. Eines jedoch hätte ich mir doch noch gewünscht: Ein Kartenleser wäre schön gewesen. Ich hantiere im Alltag häufiger mit einer (micro)SD-Karte als mit einem USB-Stick, um Bilder und Daten zu sichern. Einen entsprechenden Leser würde ich sicherlich schnell vermissen.

Zuletzt muss ich noch ein kleines Kuriosum loswerden, das eigentlich nichts mit den Anschlüssen zu tun hat. Aber ich musste definitiv schmunzeln, als ich das erste Mal das Netzteil ans Notebook angeschlossen habe. Denn der Stecker kommt links ans Vivobook und wie üblich schaue ich dann gleich nach der Statusleuchte, die mir den Ladeprozess anzeigt. Die wiederum ist aber rechts am ASUS-Laptop verbaut. Irgendwie seltsam.

Wartung: Klappe auf und ran ans Notebook-Innenleben

Auf der Unterseite des ASUS Vivobook E410 fallen mir eine ganze Reihe kleiner Schräubchen auf, die mir zurufen: “Schraub mich raus und schau ins Notebook.” Garantiesiegel, die ich dabei zerstören müsste, gibt es nicht und es scheint auch so, als wären keine Schrauben unter den Standfüßen oder dem Gerätelabel versteckt. Also zücke ich den kleinen Kreuzschlitz und entferne eine Schraube nach der anderen. Ist das erledigt, kann ich mit einem flachen Messer oder einem Schlitzschraubendreher den Boden des Laptops abhebeln. Kaputt geht dabei nichts und es ist auch absolut einfach und schnell gemacht.

Warum mache ich das Ganze? Nun, ich wollte schauen, inwiefern ich die etwas schmale Ausstattung des ASUS Vivobook E410 aufpeppen kann. Und da fällt mir auch als Erstes die M.2-SSD auf, die ich locker ersetzen könnte. Das verbaute Modell von FORESEE mit 128 Gigabyte Kapazität wird online auf inzwischen 7 Jahre datiert und bei einem Windows-Notebook darf es sicherlich auch etwas mehr Speicher sein. Wer also investieren möchte in dieses Low-Budget-Notebook, der findet bei der SSD einen guten Ausgangspunkt. Auch an den Akku sollte ich bei Bedarf gut rankommen, ich kann ihn einfach abschrauben und notfalls ersetzen. Das hinterlässt bei mir einen durchaus guten Eindruck – ein so günstiger Laptop ist letzten Endes besser Hardware-upgradebar als so manch teures Notebook.

Display: Ich wüsste nicht, warum ich über das ASUS-Display meckern sollte

Über die Vorgängergenerationen des ASUS Vivobook E410 liest man in Testberichten wenig Erbauliches, wenn es um die Display-Qualität geht. Und ehrlich gesagt habe ich auch von meinem Test-Notebook nichts Überwältigendes erwartet. Umso überraschter war ich dann von der tatsächlichen Leistung des Panels. Trotz des günstigen Preises bekommt ihr hier schon einmal ein Full-HD-Display geboten, das mit 250 nits durchschnittlich hell ausgeleuchtet wird. Für Indoor reicht es allemal, outdoor sollte man die direkte Sonne jedoch meiden.

Das Display ist allerdings dennoch gut entspiegelt und punktet mit sehr ansehnlichen Kontrasten und Farben. Vor allem bei Office-Anwendungen und Webausflügen gibt es an der Leistung des Panels wenig zu meckern. Bilder und Schrift sind ordentlich scharf und sehen mit den Farbvoreinstellungen gut und weitestgehend farbstichfrei aus. Das Weiß wirkt etwas gelbstichig, aber das ist nicht übermäßig dramatisch. Ein Abstecher zu Netflix bestätigt dem Vivobook-Panel ganz gute Streaming-Qualitäten. Es ist zwar nicht jedes Detail knackscharf, die Schatten sind eher grau als schwarz und hin und wieder sind Artefakte zu erkennen. Aber alles in allem liefert das Display für diese Preisklasse sehr gut ab.

Software: Windows 11 S an Bord, aber nur kurz

Ebenfalls betonen sollte ich, dass ihr beim ASUS Vivobook E410 nicht nur gute Technik zum günstigen Preis bekommt. Es ist auch Windows 11 in der S-Version an Bord. Das bedeutet prinzipiell erst einmal, dass der Laptop mit der aktuellsten Version des Betriebssystems läuft und alle Features des neuen Windows an Bord hat. Der S-Modus sagt darüber hinaus laut Microsoft aus, dass das Notebook konstant leistungsoptimiert läuft und ihr euch keine Software-Bremsen ins System holt.

In der Realität sagt der S-Modus eher: Installiere nichts, was nicht aus dem Microsoft Store kommt. Das fängt meiner Meinung nach aber bereits beim Versuch, Google Chrome zu installieren, zu nerven an. Oder wenn zum Beispiel der Installer meines favorisierten Fotobuchanbieters eben nicht Teil des Stores ist. Letzten Endes fliegt der S-Modus ziemlich schnell vom Notebook und wird durch das komplette Windows 11 ersetzt. Damit habe ich wieder alle Freiheiten, den vollen Feature-Umfang von Windows 11 und ich glaube auch nicht, dass das Notebook dadurch in absehbarer Zeit in die Knie gehen wird.

Windows 11 S ist vorinstalliert, reicht für meinen Bedarf aber nicht aus.

Keyboard: Tastatur & Nummernblock für die täglichen Schreibarbeiten

Das ASUS Vivobook E410 muss vor allem in alltäglichen Disziplinen überzeugen. Die Grundlage der meisten davon: das Tippen. Der Laptop bringt ein etwas gedrungenes Keyboard mit, das mit Buchstaben- und Zahlentasten in Normalgröße aufwartet, aber andere funktionale Tasten wie Enter, die Pfeiltasten oder Feststell- und Shift-Taste zum Teil arg klein bereitstellt. Die muss man folglich erst einmal treffen lernen. Eine Hintergrundbeleuchtung ist leider auch dem Preis zum Opfer gefallen. Was bleibt, sind die gelb umrandete Enter-Taste sowie eine LED im Power-Button und in der Feststelltaste. Andere Tasten wie “Mute” müssen ohne LED auskommen, was ich nicht besonders nutzerfreundlich finde.

Beim Schreiben schlägt sich die Tastatur allerdings gut. Der Tastenhub ist zwar nicht besonders groß und die Tasten geben ein etwas schwammiges und für meinen Geschmack zu weiches Feedback. Aber prinzipiell kann ich mit dem ASUS-Keyboard schnell und relativ angenehm auch längere Texte tippen. Auch die Geräuschentwicklung beim Tippen ist durchaus in Ordnung, also relativ gering. Wie bereits erwähnt, ist das größte Problem, die zuweilen recht kleinen Tasten zuverlässig zu treffen.

Ein kleines Highlight des ASUS Vivobook E410 ist ohne Zweifel der Nummernblock, der sich nicht etwa rechts neben die Tastatur quetscht. Er ist vielmehr ins Touchpad integriert und wird über einen On/Off-Touchbereich zugeschaltet. Ist der Nummernblock aktiviert, kann ich immer noch bequem mit dem Touchpad den Mauszeiger steuern und mit ein bisschen Fingerspitzengefühl auch links- und rechtsklicken. Zudem kann ich per leichtem Tipp auf die aufgezeichneten Zahlen tatsächlich wie mit einem Nummernblock schreiben und rechnen. Das funktioniert gut und zumeist auch treffsicher, wenngleich es sich ungewöhnlich anfühlt. Was der Nerd allerdings zu meckern hat: Sonderzeichen, die ich sonst per Alt-plus-Nummernblock-Kombination erzeugen kann, verweigert mir das Vivobook leider. Aber man kann nicht alles haben und muss auch nicht über alles meckern.

Benchmarks: Notebook-Benchmarks aus der Kategorie “unter ferner liefen”

Ich habe nicht viel erwartet von der technischen Leistung des ASUS Vivobook E410, zumindest was die Benchmark-Werte angeht. Aber gebenchmarkt habe ich den Laptop dennoch und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Aber schauen wir zunächst aufs Datenblatt und die verbaute Hardware:

  • Intel® Celeron® N4020 Prozessor (bis zu 2,8 GHz), Dual-Core
  • 4 GB RAM, 128 GB SSD
  • Intel UHD 600 Grafik

Hier sehen wir im Prozessor gleich den augenscheinlichsten Grund für den geringen Preis des ASUS-Notebooks. Und bereits im klassischen PCMark zeigt sich, dass er es nur auf die hinteren Ränge schafft und lediglich besser ist als ein Prozent der Vergleichsgeräte. Im Gaming-fokussierten 3DMark sieht der Laptop noch weit weniger Land und manche Benchmarks laufen gar nicht erst.

Überrascht hat mich letztlich aber doch, dass auch die SSD nicht schnell läuft. Das mag einmal am Baujahr (2015) der Hardware liegen, auf der anderen Seite ist die Hardware wohl auch nicht perfekt aufeinander abgestimmt. Dennoch möchte ich hier relativieren: Das sind nur die Benchmarks und wir sprechen immer noch über ein Notebook im Segment zwischen 230 und 350 Euro. Daher schauen wir uns gleich einmal an, wie sich die Leistung im Alltag anfühlt.

Leistung: Gemächlich, aber ausreichend: Das ASUS Vivobook E410 im Alltag

Nach dem Blick in die Benchmarks muss ich natürlich auch die Alltagstauglichkeit ins Rampenlicht rücken. Dass es mir beim ASUS Vivobook E410 nicht um High-End-Games und Lightroom-Eskapaden gehen kann, brauche ich sicherlich nicht zu betonen. Vielmehr möchte ich mir ganz alltägliche Anwendungsgebiete anschauen.

Da wäre zunächst das Browsen. Das mag zwar lapidar klingen, aber irgendwann beim 15. geöffneten Chrome-Tab kann ich sicherlich nachfragen, ob sich etwas an der Leistung des Laptops tut. Also öffne ich einige Tabs und nehme zum Beispiel Apple, Tesla, YouTube, LinkedIn und Amazon Music mit in die Liste auf. Gerade moderne Seiten wie die von Apple und Tesla machen es dem Vivobook mit ihren Scroll-Effekten durchaus schwer. Zehn Tabs sind geöffnet, ich scrolle durch die Seite des iPhone 13 Pro und Chrome ruckelt sich deutlich sichtbar durch die Webseite. Dass die anderen Tabs offen sind, merke ich auch beim Schreiben in Google Docs. Hin und wieder schleichen sich kleine Lags ins Schreiben – nicht dramatisch, aber spürbar.

Als Nächstes will ich ein Fotobuch in der App meines favorisierten Anbieters bearbeiten. Die Vorlage lade ich aus der Cloud, danach dauert es einige Sekunden länger als gewöhnlich, bis ich neue Bilder einfügen kann. Vor allem mit den Bildvorschauen in größeren Ordnern hat das Vivobook spürbare Probleme und ehe nicht alles zu Ende geladen ist, kann ich auch nur mit Rucklern weiterarbeiten.

Streamen wir zuletzt noch ein bisschen Netflix. Das klappt überraschend gut, wenn der Browser alle Tabs zu Ende geladen hat. Dann muss ich letztlich nur noch den Stream starten und kann den Film genießen. Allerdings nur, wenn ich meine Kopfhörer angeschlossen habe, denn der Notebook-Sound ist ziemlich dürftig und kann nicht für ernsthafte Audio-Unterhaltung herhalten. Aber das ist hier ja nicht der Fokus, es geht ums Streaming und dafür kann das ASUS Vivobook E410 durchaus herhalten.

Zusammenfassend kann ich über den Alltagseinsatz sagen: Das ASUS Vivobook E410 rennt nicht, aber es verrichtet gemächlich-zuverlässig seinen Dienst. Es ruckelt immer mal, ich brauche natürlich oft etwas länger, bis ich flüssig arbeiten kann, und in Sachen Gaming braucht man sich rein gar nichts vormachen. Browser und Casual Games funktionieren noch, aber Anspruchsvolleres bleibt mir verwehrt. Dennoch wiederhole ich es gern: Das hatte ich bei einem so günstigen Notebook nicht erwartet.

Kamera: Nicht gemacht für Videokonferenzen

Einen kleinen Abstecher möchte ich noch zur Webcam des ASUS Vivobook E410 machen, denn die ist erwähnenswert ungeeignet für die meisten seriösen Anwendungsfälle. Sie löst mit maximal 0,3 Megapixeln und 640 mal 480 Bildpunkten auf und die Ergebnisse sehen auf dem Display des Notebooks bereits aus wie ein misslungener Kunstfilter. Hier gibt es nichts in Sachen Qualität oder Bildschärfe hervorzuheben und falls ihr das Notebook zum Skypen mit Freunden und Familie in Betracht ziehen solltet, dann würde ich eher davon abraten. Da gibt es im selben Preissegment deutliche bessere Alternativen.

Akku: Das Vivobook & das eher durchschnittliche Akkuvergnügen

Zu guter Letzt möchte ich noch meinen Senf zur Akkulaufzeit des ASUS Vivobook E410 dazugeben. Auf dem Papier soll das Budget-Notebook nämlich bis zu 12 Stunden lang ohne Steckdose auskommen und das konnte ich im Test absolut nicht nachvollziehen. Bei maximaler Display-Helligkeit und aktiviertem WLAN habe ich diesen Testbericht geschrieben, im Web gesurft, Netflix geschaut und noch so mancherlei andere alltägliche Dinge erledigt. Das Ergebnis: Nach gut 6 Stunden ist der Akku am Ende und der Laptop muss an die Steckdose. Das ist leider nicht weltbewegend und ganz sicher kein 12-Stunden-Marathon.

Von den 12 Stunden Akkulaufzeit habe ich im Alltag nur die Hälfte gespürt.

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Unser Fazit

Schickes Vivobook mit gutem Display & akzeptabler Leistung

Kann ein Notebook im Preissegment zwischen 200 und 350 Euro wirklich gut sein? Und kann es nach mehr als billigem Plastik aussehen und dabei einigermaßen gute Technik mitbringen? Das ASUS Vivobook E410 beantwortet die meisten dieser Fragen mit einem “Ja”. Natürlich ist das Prädikat “Gut” hier nicht das Gleiche wie ein “Gut” im Segment über 1.000 Euro. Gut bedeutet vor allem: Es ist seinen Preis durchaus wert. Aber warum?

Nun, das Vivobook sieht zunächst einmal auffällig schick aus und sticht aus der grauen Budget-Laptop-Masse heraus. Es ist gut verarbeitet und bringt eine durchaus ausreichende Anschlussausstattung mit. Technisch stehen auf der Habenseite eine SSD, gute vier Gigabyte Arbeitsspeicher und ein Full-HD-Display. Dass das alles keine High-End-Komponenten sind und diese auch nicht von einem potenten Prozessor befeuert werden, sollte man bei dem Preis erwarten. Dennoch ist das Display gut und blickwinkelstabil, der Rechner startet sich selbst und seine Anwendungen in akzeptabler Geschwindigkeit und bringt für den genügsamen Alltagsnutzer ausreichend Leistung mit.

Doch es gibt natürlich auch ein paar Aspekte, die dem Preis zum Opfer gefallen sind. So könnt ihr nur ohne Hintergrundbeleuchtung – aber immerhin recht angenehm – tippen, solltet den verbauten Lautsprechern keine Bedeutung beimessen und von der Webcam möglichst wenig erwarten. Aber wer hierauf ohnehin weniger Wert legt, bekommt ein kleines, feines und vor allem günstiges Notebook fürs Surfen, Tippen und Netflixen, das sicherlich auch als attraktiver Einstieg für den Nachwuchs herhält.

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