Video für unterwegs
Video für unterwegs
Der Sandisk V-Mate erstellt Videofilme für mobile Abspieler im richtigen Dateiformat
Ein Kartenleser hat den gleichen Seltenheitswert wie der Flachbildschirm am Computer – keinen. Ein Kartenleser, der aber gleichzeitig als Videorekorder dient, ist ungewöhnlich. Der Sandisk V-Mate speichert analoges Video in Echtzeit auf einer Speicherkarte. Dabei unterstützt der V-Mate die Kartensysteme Memory Stick, MMC- und SD-Card in allen aktuellen Varianten und Größen. Als Videoquelle kommt jedes Gerät mit Cinch-AV-Ausgang infrage, etwa der DVD- oder Festplattenrekorder aber auch ein Fernseher. Ein AV-Ausgang zum Anschluss an einen Bildschirm ist ebenfalls vorhanden und nötig, denn die Bedienung erfolgt ausschließlich mit dem On-Screen-Menü. Auch das Abspielen von Videodateien auf der Speicherkarte ist möglich. Im ausgeschalteten Zustand passiert das Video die Box ohne Veränderung.
Die Aufnahme erfolgt entweder manuell oder per Timer, den Zuspieler kann der V-Mate per Infrarot steuern. Gespeichert wird mit den Codecs MPEG-4 SP oder H.263 in den drei Formaten MP4, 3GP oder 3G2. Für einige Geräte hat Sandisk Formatvorgaben erstellt, die das Einstellen von Auflösung oder Codec ersparen und automatisch den passenden Speicherort wählen. Entsprechende Vorgaben existieren für einige Handys von Motorola und Nokia sowie die Sony PSP.
Bei maximaler Qualität und Auflösung (640×480) ist die Aufnahmequalität gut, Bildstörungen sind nur wenige sichtbar, die Detailgenauigkeit ist hoch. Dafür belegt eine Stunde Video mehr als ein Gigabyte Speicher. Bei geringerer Auflösung schraubt der V-Mate auch die Datenrate deutlich herunter. Das führt zu deutlich sichtbaren Kompressionsartefakten, die sowohl auf dem großen Schirm der PSP als auch dem kleinen Display eines Handys hervortreten. Mit den üblichen Computerprogrammen für die Videokonvertierung kann der V-Mate in puncto Qualität nicht mithalten. Dennoch ist es ein praktischer Helfer bei der schnellen Videokonvertierung. Noch besser wäre es allerdings, wenn die Bedienung ohne Bildschirm erfolgen und ein Akku anstatt des Netzteils die Energie liefern könnte.






