Universum Oprima Siebträger Espressomaschine im Test: Kaffeegenuss für Zuhause

von Annika Menzel

· 9 min Lesezeit

Der Herbst bringt nicht nur Kälte mit sich, sondern auch eine große Portion Dunkelheit. Vielleicht geht es euch deshalb wie mir und ihr sehnt euch nach heißen Getränken, um euch aufzuwärmen. Damit ihr auch außerhalb des Lieblingscafés besondere Kaffeekreationen genießen könnt, gibt es Kaffee- und Espressomaschinen für zuhause – in einem kleineren Format als die Modelle für die Gastronomie. Das ist nicht nur praktisch, sondern langfristig auch gut für euren Geldbeutel.

Die KM 400-21 Oprima Siebträger Espressomaschine von Universum zählt zu den günstigeren Modellen, verspricht aber dennoch hochwertigen Kaffeegenuss. Ob ihr euch damit das Café-Gefühl in die eigenen vier Wände holen könnt, ohne die Nutzerfreundlichkeit klassischer Siebträgermaschinen aufgeben zu müssen, zeigt euch mein Test. Am besten bereitet ihr euch zum Lesen noch ein leckeres Heißgetränk zu und macht es euch damit gemütlich.

Tolle Einsteigermaschine

Pro
  • Intuitive, nutzerfreundliche Bedienung
  • Schlankes Design
  • Funktionen für Espresso, Milchschaum und heißes Wasser
  • Großer Wassertank
  • Wichtiges Zubehör bereits im Lieferumfang enthalten
Contra
  • Teilweise etwas laut
  • Aufheizen und Ausgabe von heißem Wasser könnten schneller gehen
Unsere Gesamtbewertung4,5

Lieferumfang: Der erste Eindruck – Optik & Zubehör der Oprima Siebträgermaschine

Die Verpackung ist schlicht, aber der Inhalt wird durch die Polsterung sehr gut geschützt.

Die Espressomaschine kommt in einer schlichten Verpackung daher, auf der neben der Maschine auch das Zubehör abgebildet ist.

Nach dem Auspacken präsentiert sich vor mir folgender Lieferumfang:
– Oprima Siebträger Espressomaschine
– ein Siebträger
– ein Filter für eine oder zwei Tassen
– ein Tamper
– ein Messlöffel

Dadurch habt ihr direkt alles zur Hand, was ihr benötigt und müsst euch nur noch um eine Tasse und Kaffeepulver kümmern. Ob ihr euch für bereits gemahlene Kaffeebohnen entscheidet oder selbst zur Kaffeemühle greift, ist ganz euch überlassen. Ich habe für den Test fertiges Pulver verwendet.

Der Karton ist innen von allen Seiten gepolstert, auch die Einzelteile sind noch einmal extra verpackt. Damit ist die Maschine bestens für den Transportweg geschützt. Stellt sicher, dass ihr nach dem Auspacken sämtliche Plastikfolien entfernt und bringt den entsprechenden Aufsatz an der Schaumdüse an. Der liegt nämlich beim anderen Zubehör, lässt sich aber ganz einfach aufstecken.

Vorne auf dem Modell befinden sich vier Tasten: Zum Ein- beziehungsweise Ausschalten, der Zubereitung von ein oder zwei Tassen sowie für die Dampffunktion. An der rechten Seite ist außerdem noch ein Regler angebracht, den ihr für heißes Wasser oder Milchschaum braucht. Das Konzept ist insgesamt sehr simpel gehalten: Alles Wichtige ist vorhanden, auf komplizierte Zusatzfunktionen wurde verzichtet. Dadurch eignet sich die Espressomaschine von Universum besonders für Einsteiger, die noch nicht viel Erfahrung mit der Bedienung haben.

Die Maschine selbst ist in einem dezenten Silber gehalten, wodurch sie sich elegant in die restliche Küchenausstattung einfügt. Dadurch, dass sie aus Edelstahl besteht, ist sie besonders langlebig und leicht zu reinigen. Mit einer Breite von 14 Zentimetern, einer Höhe von 30 Zentimetern und einer Tiefe von 31 Zentimetern gehört sie außerdem zur kleineren Fraktion. Wer schon mal in einem Café gearbeitet hat oder Stammgast ist, weiß, dass die Maschinen dort oft sehr groß sind.

Vorbereitungen: Vorbereitungen für den Betrieb der Siebträgermaschine

Dank des Zubehörs habt ihr alles parat, was ihr für die Zubereitung braucht.

Bevor ihr den ersten Espresso zubereitet, reinigt die abnehmbaren Einzelteile und spült die Siebträgermaschine durch. Wie das funktioniert, wird schrittweise in der beiliegenden Anleitung erklärt.

Gerade wenn ihr noch nicht viel Erfahrung besitzt, solltet ihr das Handbuch ohnehin griffbereit halten und die Verpackung nicht sofort auf dem Dachboden oder im Keller verstauen. Es bietet euch nicht nur Anweisungen, wie ihr das Gerät reinigen oder entkalken könnt, sondern auch Schritt-für-Schritt-Anleitungen für die einzelnen Funktionen. Die sind verständlich formuliert und auch dann gut nachvollziehbar, wenn ihr zwar sehr gerne Kaffee trinkt, Baristas aber bisher nur aus der Ferne bewundert habt. Mit ein bisschen Übung gehen euch die Handgriffe dann in Fleisch und Blut über und der dritte Espresso bereitet sich schon fast von selbst zu.

Nutzerfreundichkeit: Funktionen & Bedienung der Siebträgermaschine im Überblick

Das Manometer zeigt euch an, mit wie viel Druck der Kaffee aufgebrüht wird. Außerdem leuchten die Tasten durchgängig auf, wenn die Maschine bereit ist.

Insgesamt verfügt die Maschine über drei unterschiedliche Funktionen: Espresso aufbrühen, Milch aufschäumen und heißes Wasser ausgeben. Letzteres ist vor allem dann praktisch, wenn ihr regelmäßig Besuch oder Mitbewohner habt, die lieber Tee trinken möchten. Dann braucht ihr nicht zusätzlich den Wasserkocher anzuwerfen, sondern bereitet alle Getränke mit einer Maschine zu. Je nachdem, wie viel Flüssigkeit ihr braucht, befüllt ihr den großen Wassertank zu einem bestimmten Grad. Dank der Schiene lässt er sich sicher einsetzen. Sobald ihr die Maschine einschaltet, leuchten die einzelnen Tasten und sogar ein LED-Streifen am unteren Rand auf.

Während des Aufheizens blinken die Tasten. Sobald sie durchgängig leuchten, könnt ihr mit der Zubereitung loslegen. Falls ihr eure Tasse schon vorwärmen möchtet, bevor das Getränk hineinkommt, stellt sie einfach auf die Oberseite der Maschine – die wird ebenfalls warm und ist extra darauf ausgerichtet. Achtet aber darauf, nur hitzebeständige Gläser oder Porzellantassen zu verwenden, da Plastik unter Umständen schmelzen wird. Für ein besonders warmes Gefäß bietet sich der gleiche Trick an wie bei Thermobechern: Vorher etwas heißes Wasser einschenken und kurz darauf wieder ausschütten.

Nutzt ihr dafür auch die Siebträgermaschine, ist ein wenig Geduld gefragt. Das heiße Wasser wird über die Milchschaumdüse in einzelnen Stößen ausgegeben, was einen Moment in Anspruch nimmt. Insgesamt geht es aber trotzdem deutlich schneller, als extra den Wasserkocher einzuschalten. Generell braucht die Oprima etwas Zeit, um komplett aufzuheizen. Das gilt auch für die Zubereitung des Espressos. Daher bietet es sich an, die Maschine direkt einzuschalten und danach in Ruhe die restlichen Vorbereitungen zu treffen. So kam es bei mir zeitlich meistens gut hin und ich konnte das Getränk entspannt in einem Rutsch zubereiten.

Bedienung im Praxistest: Schritt für Schritt zum Kaffeegenuss

Ihr könnt mit der Maschine nicht nur Espresso aufbrühen, sondern auch Milch aufschäumen oder euch heißes Wasser ausgeben lassen.

Die Zubereitung des Espressos ist sehr intuitiv. Wenn ihr unsicher seid, schaut jederzeit nochmal in die Anleitung. Je nach dem, ob ihr eine oder zwei Tassen Espresso kochen wollt, legt ihr den entsprechenden Filter in den Siebträger. Der beiliegende Messlöffel erleichtert euch die Portionierung: Ein Löffel entspricht der Menge für einen Espresso. Presst das eingefüllte Kaffeepulver danach mit dem Tamper zusammen, damit der Siebträger gut in die Maschine passt. Am Anfang kann das noch etwas hakelig sein, lockert sich mit der Zeit aber und rastet dann leichter ein. Solltet ihr Probleme haben, den Siebträger einzusetzen, habt ihr eventuell zu viel Pulver genommen oder es zu schwach gepresst. Das passiert vor allem bei den ersten Versuchen gerne mal.

Sobald die Maschine aufgeheizt ist und die Tasten durchgehend leuchten, drückt ihr auf die gewünschte Ausgabetaste. Über das Manometer an der Vorderseite der Maschine seht ihr, mit wie viel Druck der Kaffee aufgebrüht wird. Innerhalb von kürzester Zeit ist euer Espresso dann fertig und pur genießbar. Wenn ihr wie ich auf besondere Kaffeespezialitäten wie Latte Macchiato steht, könnt ihr euch diese ebenfalls schnell zubereiten – die Maschine verfügt schließlich auch über eine Funktion zum Milchaufschäumen.

Zusätzliche Funktionen: Wie im Lieblingscafé – Milchschaum leicht gemacht

Dank der Schaumdüse braucht ihr euch nicht extra einen Milchaufschäumer anzuschaffen.

Um die Milchschaumdüse zu verwenden, drückt ihr vorne auf die Dampftaste, die sich neben den Espressotasten befindet. Befüllt dann ein geeignetes Gefäß, zum Beispiel eine kleine Kanne aus Edelstahl, ungefähr zu einem Drittel mit Milch. Haltet die Schaumdüse ein Stück in die Milch herein und dreht den Regler an der Seite der Maschine auf das rechte Symbol, das auch für heißes Wasser genutzt wird. Durch langsame, kreisförmige Bewegungen wird die Milch nun aufgeschäumt und ist bereit für eine leckere Kreation. Mein persönlicher Tipp: Mit etwas Karamell- oder Vanillesirup bringt ihr geschmacklich etwas Abwechslung hinein und sorgt neben dem Koffeinboost noch für einen besonderen Wohlfühlfaktor. Je nach Vorliebe lässt sich auch die verwendete Wassermenge für den Espresso einstellen – das Modell speichert die Menge dann für die nächsten Zubereitungen ab.

Wichtig: Lasst danach den Druck aus der Schaumdüse ab, ansonsten lässt sich aus Sicherheitsgründen auch kein Espresso zubereiten. Solltet ihr das mal vergessen, merkt ihr das spätestens daran, dass die Maschine nicht mit der Zubereitung starten wird. Wie das geht, wird ebenfalls in der Anleitung erklärt – achtet hierbei darauf, dass heißer Wasserdampf abgebeben wird. Deshalb sollte die Oprima Siebträgermaschine auch nicht direkt unter einem Hängeschrank stehen.

Vor allem beim Druckablassen, aber auch bei der Ausgabe von heißem Wasser oder dem Aufschäumen wird die Maschine etwas laut. Wenn ihr euch morgens vor der Arbeit noch einen Kaffee oder Tee kochen möchtet, schließt am besten die Küchentür, um eure Mitbewohner in Ruhe schlummern zu lassen. Wirklich lauter als eine klassische Padmaschine, die ansonsten in meiner WG zum Einsatz kommt, ist sie aber nicht.

Weitere Ausstattung: Klug mitgedacht: Probleme verhindern, bevor sie entstehen

Der rote Schwimmer zeigt euch an, dass die Abtropfschale zu voll gelaufen ist.

Die Espressomaschine lässt sich mit etwas Übung unkompliziert und schnell bedienen. Dadurch, dass der Siebträger zwei Öffnungen hat, lassen sich auch zwei Portionen gleichzeitig zaubern. Der Wassertank hat ein Fassungsvermögen von mehr als einem Liter, wodurch ihr bei der Zubereitung von mehreren Tassen kein Wasser nachfüllen müsst. Und keine Sorge, wenn doch einmal etwas daneben geht, versteckt sich unter der Tropfplatte der Oprima Espressomaschine eine herausnehmbare Ablaufschale. Besonders praktisch: Sollte zu viel Flüssigkeit in die Schale gelaufen sein, steht ein roter Schwimmer hervor. Spätestens dann solltet ihr sie leeren, damit das Gerät nicht zu Schaden kommt. Durch die knallige Farbe hebt sich das Element vom restlichen Design ab und ist so gut zu erkennen. Während des Tests ist mir allerdings kein Tropfen Kaffee abhandengekommen.

Ebenso sind keinerlei Probleme während des Betriebs aufgetreten, die Maschine lief reibungslos. Bei Kleinigkeiten, beispielsweise wenn kein Espresso aufgebrüht wird, hilft euch ebenfalls die Bedienungsanleitung weiter. Dort werden typische Probleme, die zumeist auf eine falsche Bedienung zurückzuführen sind, und passende Lösungen erklärt. Falls ihr also wie ich einmal vergesst, nach dem Milchaufschäumen den Druck abzulassen, und euch dann wundert, wieso kein Kaffee zubereitet wird: Das hat in der Regel harmlose Gründe, die sich schnell beheben lassen.

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