Testbericht ASUS MyPal A636N
Testbericht ASUS MyPal A636N

Mittlerweile ist der Name Programm, zumindest auf dem Markt der Notebooks, aber wie sieht es bei den PDAs aus? Bis zur Bekanntgabe der Testprodukte hatte ich noch nichts davon gehört, dass Asus auch Handhelds/PDAs/Pocket PCs anbietet. Umso größer die Erwartungen von mir, dem „Auserwählten“, an den Pocket PC.
1. Lieferumfang

Asus MyPal A636N mit:
Im Gerät integriert sind vorprogrammierte Tasten, eine „ausklappbare“ GPS-Antenne und im SD-Slot eine Karte – zu früh gefreut, nur eine Dummy-SD. Weiterhin ist der MyPal ausgestattet mit MP3, Bluetooth, GPS und Swivel Antenna.
2. Test
Design
Der A636N kommt in seinem Alu-Look elegant daher, er erscheint schlicht und sachlich. Die Navigationstasten sind scheinbar funktional angeordnet, dass Display (3,5“) ist im Verhältnis zum Gerät recht groß, die Farben und Auflösung sind in Ordnung. Lautsprecherlösungen habe ich schon bessere gesehen, meiner Ansicht nach hat er vorn, bei den Bedienelementen, nichts zu suchen. In der strapazierfähigen Schutztasche ist der Asus elegant aufgehoben.
Interaktionslogik
Voller Tatendrang schaltete ich es ein, und was ich dabei feststellen musste: Bill G. ist überall. Ein Vorteil hat das Ganze ja, wenn man PC-User ist, das Handbuch kann direkt zum Altpapier gelegt werden. Das Menü kommt einem sofort vertraut vor, die Anwahl der gewünschten Applikationen funktioniert am besten über den beigefügten Stick, welcher auf der Rückseite sicher aufbewahrt werden kann. Über die vorprogrammierten Navigationstasten gelangt man schneller ins Menü. Wenn man sich aber für die Bedienung mit dem Stift entscheidet, bleiben die Tasten eher ungenutzt, da der ständige Wechsel unkomfortabel ist. Sinnvoll ist die Möglichkeit, das Bild im Hoch- oder Querformat darstellen zu lassen.
Dateneingabe
Was die Eingabe bzw. das Erfassen von Daten betrifft, so kann man wählen zwischen: Tippen, Schreiben/Zeichnen oder Aufnahme, wobei mir das Tippen mit dem Stift auf dem Touch Screen am effektivsten erscheint. Die Zeichenerkennung ist nicht zu empfehlen, außer die Handschrift ähnelt einer Schablonenvorlage. Hierbei bin ich fast verzweifelt, was nicht heißen soll, dass meine Handschrift schlecht ist. An die Aufnahme meiner Stimme konnte ich mich nicht recht gewöhnen.

Datensynchronisation
Sofort habe ich die mitgelieferte CD ins Laufwerk eingelegt und installiert. Ich benötigte von den angebotenen Programmen das Active Sync 4.1 zum Datenaustausch. Aber wo ist das USB-Kabel? Liegt es etwa noch in Taiwan? Nach intensiver Suche fand ich es – es ist mit am Netzteil angesteckt. Das ist zwar mal was anderes, ich erachte es jedoch nicht für sinnvoll. Der einzige Grund für diese Lösung scheint die günstigere Herstellung zu sein. Die Synchronisation der Kontakt- und Kalenderdaten gestaltete sich schwierig, da mein PC das Pocket ab und an nicht erkannte. Abhilfe konnte hier nur die Neuinstallation des Active Sync schaffen. Bluetooth jedoch funktioniert wunderbar. Mit meinem Handy (W800i) trat das Gerät sofort in Kontakt. Deshalb hab ich es ab diesem Zeitpunkt vorgezogen, meine Daten über das Handy zu aktualisieren. Was übrigens auch mit dem Infrarot gut funktionierte. Die Möglichkeit eines Kontaktes zu einem Apple-Gerät hatte ich leider innerhalb der Testphase nicht.
Surfen im Internet
Über WLAN stattete ich dem Internet einen Besuch ab. Problemlos konnte das Gerät die Verbindung herstellen. Die angewählten Seiten wurden gefunden und komplett angezeigt. Den Text der Seite zu lesen ist trotzdem unmöglich, da man ständig am scrollen ist.
Musikfunktion
Da ich unterwegs gern mal etwas Musik dabei habe und auf dem A636N der WMP 10 bereits vorinstalliert ist, wollte ich doch mal hören, was der Lautsprecher leistet. Gedacht ist dieser aber wohl eher für Anweisungen zum Navigieren, sofern die dafür notwendige Software vorhanden ist. Also eher nichts für sensible Ohren. Wer trotzdem nicht auf Musik verzichten will, sollte den integrierten Kopfhöreranschluss nutzen.
Akkuleistung
Über den Akku kann ich nur Gutes schreiben: Ich würde behaupten, dass dieser im Stand-by-Modus mehrere Wochen zur Verfügung steht. Wäre interessant zu wissen, was er im Dauereinsatz mit Navigationssoftware leisten kann, was ich leider nicht testen konnte.
3. Fazit
Der Asus MyPal A636N verfügt über alle gängigen Übertragungsmöglichkeiten, die ein Gerät dieser Klasse haben sollte. Was die Grundausstattung betrifft, so denke ich, gehört auf alle Fälle noch eine entsprechend große Speicherkarte dazu. Recherchen ergaben, dass man das Asus mit Navi-Software sowie einer mitgelieferten und funktionstüchtigen SD-Karte sogar mal günstiger als im CP-Shop bekommen kann. Wenn eine GPS-Antenne dazu gehört, wäre es für mich selbstverständlich, auch die entsprechende Software zur Verfügung zu haben. Der Akku sollte auf alle Fälle noch mal positiv erwähnt werden. Übersichtlich und logisch ist auch die Menüführung. Vom Gewicht (183 Gramm) und seinen Abmessungen (122 x 73,2 x 18,8 Millimeter) her ist er durchaus alltagstauglich. Für mich ist der MyPal nicht geeignet, da ich von einem Gerät dieser Preisklasse mehr erwarte. Abgesehen von den Office-Funktionen, bieten die meisten aktuellen Handys ähnliche Leistungen.






