Teil 2: Insta-Share Projector

von Daniel Rückriem

· 4 min Lesezeit

Moto Z Play im Test - Teil 2: Insta-Share Projector

Vor einem Monat habe ich euch das Moto Z Play, das nun mittlerweile dritte Smartphone auf dem Markt, dass sich modular erweitern lässt, vorgestellt und angekündigt, dass es auch zu zwei Moto Mods je einen Kurztest geben wird. Heute ist der Insta-Share Projector dran.

Dieser Mini-Beamer kann zusammen mit dem Moto Z  oder dem von mir getesteten Moto Z Play genutzt werden. Mit aktuell knapp 340 Euro ist dieses Zusatzmodul wahrlich kein Schnäppchen und mein Test wird klären, ob das Moto Mod seinen Preis wert ist.

Mobile Office-Lösung mit einigen Schwächen

PRO
    Einfache Handhabung
    Sehr gute Verarbeitung
    Durchdachte Umsetzung
CONTRA
    Zu teuer
    Relativ laut
    Kurze Akkulaufzeit
Gesamtbewertung 3

Gelungenes und funktionales Design

Der Insta-Share Projector ist sehr gut verarbeitet. Das Kunstoff-Gehäuse ist griffig und hochwertig, ebenso der Standfuß aus Metall mit der gebürsteten Oberfläche. Mit gerade einmal 124 Gramm Gewicht und einer Dicke von 10 Millimetern hat Lenovo den Projector sehr schlank gehalten. Zusammen mit dem Moto Z Play wiegt die Kombination nur 289 Gramm.

Das Gehäuse besitzt oben eine runde Aussparung für das Kamera-Modul des Smartphones. Der Power-Button und der Schärfe-Regler befinden sich jeweils rechts und links von der Projektorlinse. Damit die Kombination aus Smartphone und Projector einen guten und rutschfesten Stand hat, besitzt der Standfuß zwei schmale Gummistreifen. Das macht sich in der Praxis auch positiv bemerkbar. So verrutscht das der Insta-Share Projector nicht gleich, wenn man versehentlich an den Tisch stößt, wo er gerade aufgestellt ist.

Der Insta-Share Projector wird magnetisch am Moto Z Play befestigt. Diese Verbindung ist sehr stabil und es ist ein einiges an Kraft nötig, um das Modul vom Smartphone zu trennen. Ein versehentliches Lösen ist damit ausgeschlossen.

Heute im Test: der Insta-Share Projector für Moto Z & Moto Z Play
Heute im Test: der Insta-Share Projector für Moto Z & Moto Z Play
Die Verarbeitung überzeugt schon mal
Die Verarbeitung überzeugt schon mal
Vorne befinden sich die Linse, der Power-Button und der Schärfe-Regler
Vorne befinden sich die Linse, der Power-Button und der Schärfe-Regler
Der magnetische Anschluss
Der magnetische Anschluss

Nutzung Sofort startklar

Das Moto Z Play erkennt das Modul sofort nachdem Andocken und ist dann auch schon startklar. Es sind keinerlei Einstellungen im Menü für die Nutzung notwendig – bis auf die Helligkeit. Bei einer Leistung von 50 Lumen bleibt es in den meisten Anwendungsfällen bei der maximalen Helligkeitsstufe. Nach dem Einschalten passt man mittels des Einstellrades noch die Bildschärfe an.

Damit sind dann maximal halbstündige Präsentationen möglich. Nach 35 Minuten schaltet sich der Projector ab, weil der Akku leer ist. Mit einer geringeren Helligkeitseinstellung sind sicher auch die von Lenovo maximal angegebenen 60 Minuten möglich. Damit man dabei aber noch etwas erkennt, muss der Raum schon sehr dunkel sein. Weiterhin ist die Auflösung von 854 mal 480 Pixeln nicht sehr hoch. Kleinere Schriften werden aber dennoch lesbar dargestellt.

Eines muss ich jedoch anmerken: Der Insta-Share Projector hat bei mir nicht mit dem Smartphone-Akku funktioniert. Er lief nur, wenn der eigene Akku geladen war. Ob dies noch mit einem Firmware-Update behoben wird oder andere Gründe hatte, konnte ich leider nicht ermitteln.

Ein weiteres Manko stellt der Lüfter dar. Natürlich darf man bauartbedingt keine Wunder erwarten, aber nach 10 Minuten Betrieb erreicht dieser eine konstante Lautstärke von knapp 40 Dezibel. Das ist durchaus hörbar und kann schon etwas störend sein, während einer Präsentation.

Durchaus positiv ist mir hingegen die automatische Keystone-Korrektur aufgefallen. Dank des bis um 90 Grad klappbaren Standfußes kann die Projektion optimal ausgerichtet werden. Die dabei durch den Winkel entstehende Trapezform des Bildes wird sehr gut korrigiert. Bei einem Abstand von 1,5 Metern zur Projektionsfläche beträgt die Bild-Diagonale 143 Zentimeter. Das ist nach meinem Empfinden der optimale Abstand, um aus einer Entfernung von 2 bis 5 Metern alles gut lesbar zu erkennen.

Zusammen mit dem Zusatzmodul auf dem Rücken...
Zusammen mit dem Zusatzmodul auf dem Rücken...
...wirkt das Moto Z Play immer noch kompakt
...wirkt das Moto Z Play immer noch kompakt
Dank klappbarem Standfuß lässt sich die Projektion gut ausrichten
Dank klappbarem Standfuß lässt sich die Projektion gut ausrichten
In Betrieb
In Betrieb
Bei einem Abstand von 1,5 Metern beträgt die Bild-Diagonale 143 Zentimeter
Bei einem Abstand von 1,5 Metern beträgt die Bild-Diagonale 143 Zentimeter

Fazit Sinnvolle aber teure Ergänzung

Mit dem Moto ModInsta-Share Projector hat Lenovo ein gelungenes und sinnvolles Modul für seine Moto-Z-Reihe auf den Markt gebracht. Die Verarbeitung ist sehr gut gelungen und die Bedienung intuitiv. Für kleine Office- und Fotopräsentationen oder YouTube-Videos ist der Insta-Share Projector durchaus gut geeignet, da er problemlos überall hin mitgenommen werden kann und variabel einsetzbar ist.

Aufgrund der Betriebslautstärke und geringen Helligkeit ist ein Einsatz im Business-Bereich jedoch nicht zu empfehlen. Für die gebotene Leistung ist der momentane Preis von knapp 340 Euro aus meiner Sicht zu hoch angesetzt.

So viel zu Lenovos Mini-Beamer. Im nächsten Test geht es um den JBL Soundboost – das Audio-Zusatzmodul für die Moto-Z-Reihe. Den Testbericht zum Moto Z Play findet ihr hier.

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