Produkttest: TomTom Go 740 Live
Produkttest: TomTom Go 740 Live
Intelligenter navigieren…
Navigation im Auto, das Thema reißt inzwischen niemanden mehr wirklich vom Hocker. Wenn man nachts unterwegs ist, sieht man in vielen Autos ein helles Rechteck an der Frontscheibe kleben oder im Armaturenbrett leuchtet ein Computerbildschirm. Mal eben von A nach B, mit Navi ist das schnell und einfach gemacht, egal mit welcher Marke. Ob im Handy oder von Aldi oder als Einbau-Navi für viele tausend Euro, die Funktion ist inzwischen mehr oder minder die gleiche. Allerdings merkt man ganz schnell, wer ein dummes und wer ein intelligentes Navi hat – und zwar im Stau. Wenn viele Autos plötzlich die Autobahn verlassen, tja, dann hat das TMC einen Stau gemeldet und die Herde von Autofahren glaubt, auf der Landstraße oder in der Stadt schneller voranzukommen. Es stellt sich allerdings die Frage, ob es den Stau noch gibt, denn das ist eines der großen Probleme von TMC, die Staudaten sind nicht sonderlich aktuell und kaum besser als die aus dem Radio. Wenn es dann heißt „Stau auf der A1 in Richtung XYZ“, dann steckt man meistens schon drin.
Bessere Navis haben TMC-Pro mit besseren Stauinfos. Jetzt hat TomTom mit HD Traffic einen (kostenpflichtigen) Turbo gezündet, der nicht nur die Staus anzeigt, sondern auch noch die voraussichtliche Wartezeit ausgibt. So weiß das Navi dann meistens recht genau, ob es besser ist, über die überfüllte Landstraße zu kriechen oder abzuwarten. Ich selbst war knapp zehn Tage auf 2600 Kilometern durch Deutschland und die angrenzenden Anrainerstaaten unterwegs und habe für diese Reise das TomTom 740 Live mit HD Traffic zum Testen eingepackt. Ich habe bewusst auf ein integriertes Navi im Auto verzichtet, um zu sehen, wie gut HD Traffic ist. Auch habe ich mir die Staumeldungen gespart und bin blind meinem Navi gefolgt.
Lieferumfang:
Technische Daten:
– Bluetooth
Erster Eindruck
Das TomTom Go 740 liegt angenehm leicht in der Hand, die Verarbeitung ist hochwertig. Durch die gummierte Rückseite ist es vor dem aus der Hand gleiten gut geschützt. Der Einschaltknopf ist leider ohne direkten Druckpunkt, so dass man manchmal ein zweites Mal hingreifen muss, um das Gerät in Betrieb zu nehmen.
Im Auto
Die Halterung ist sehr kompakt und klein, die Befestigung an der Scheibe erfolgt mittels eines Saugnapfes. Hier gibt es eine angenehme Verbesserung: Es gibt keinen widerspenstigen Hebel mehr, um den Saugnapf zu befestigen, sondern ein Drehrad, das schön griffig ist. Wie häufig ich bisher mit der Hand an die Scheibe gedonnert bin, nur weil sich der Hebel nicht gelöst hat, ist nicht mehr zählbar – das Drehrad ist eine wirkliche Verbesserung.
Des Weiteren ist das Dock mit einem Aufladekabel versehen, so dass man das Navi einfach reinklicken kann und kein Problem mehr mit Kabeln hat. Leider ist die Aufladebuchse sehr ungünstig angebracht, ich musste die Halterung meist demontieren, um das Kabel anzustecken. Das Demontieren des Navis insgesamt ist einfach, ein Knopfdruck schon liegt es in der Hand.
Zuhause
Ich habe die mitgelieferte Software nicht weiter ausprobiert, weil ich das Navi direkt ins Auto eingesetzt habe und dann unterwegs war. Mit der mitgelieferten Software kann man in jedem Fall Kartenupdates und Point of Interests und auch andere Sachen einfach auf das Navi aufspielen, ich kenne die Software aus dem Jahr 2006 und fand sie damals schon komfortabel.
Navigation
Viele TomTom-Nutzer sind von einem älteren Semester und das merkt man. So negativ sich das anhören muss, ich habe bei wenigen Navis eine so einfache und intuitive Bedienung gesehen. Die Symbole und die Schriften sind angenehm groß und die Lautstärke ist gut, auch im offenen Cabrio und bei Tempo 210 habe ich noch etwas verstanden (zwar nicht alles, aber ein bisschen). Man muss sich nicht nur auf die Sprache verlassen, die Streckenführung wird auch durch Symbole und den Abbiegeassistenten erläutert. Ich habe mich lediglich in Köln einmal verfahren bzw. bin falsch abgebogen, das war aber eher dem netten Gespräch als dem TomTom geschuldet.
Im zweiten Teil möchte ich dann auf die Besonderheiten eingehen, die den TomTom vom Rest des Markt-Angebotes positiv abgrenzen.










