Produkttest: Razer Barracuda HP-1 Headset
Produkttest: Razer Barracuda HP-1 Headset
Nichts für echte Gamer!
Nach dem letzten Test des Logitech G35 am Anfang des Monats, folgt sogleich die nächste Begutachtung eines weiteren Kandidaten. Das Razer Barracuda HP-1 Gaming-Headset kommt mit 5.1 Sound, wenn man zugleich eine passende Soundkarte verwendet, doch bevor wir zum eigentlichen Test kommen, einige Worte zum Zubehör, der Installation und der Qualität. Der Karton kommt in schwarz mit grüner Schrift und einem Case aus durchsichtigem PVC. Anbei war natürlich das Headset mit der Kabelfernbedienung inkl. Verstärker und abnehmbaren Mikrofon. Des Weiteren ein Chinch-Adapter und ein USB-Stecker zur Stromversorgung. Vermisst habe ich hier die im Lieferumfang angegebene „hochwertige Transporttasche“. Die Installation war mit dem anstecken des Headsets abgeschlossen, Treiber sind nicht nötig.
Beim genaueren Hinschauen waren die einklappbaren Polster der Ohrmuscheln schlecht angenäht. Zuerst dachte ich mir: „Mann ist das Ding leise!“ – obwohl die vier Regler für Bass / Center / Front und Rear auf Volldampf gedreht waren. Nachdem ich den Masterregler für Lautstärke gefunden hatte, konnte ich das Headset wesentlich lauter aufdrehen. Wenn man den Masterregler jedoch auf minimal gestellt hat, ging nur noch der linke Frontlautsprecher.
Der Sound:
Zwei verbaute Subwoofer machen ordentlich Druck und Vibration. Die Frontlautsprecher klingen klar und geben eine guten Kickbass von sich, ohne dabei zu verzerren. Die Centerlautsprecher sind mitteltonlastig und gehen kaum in den Tieftonbereich hinein. Ähnlich verhält es sich bei den (Rear)Lautsprechern. Diese geben jedoch die Höhen besser wieder. Im Spiel sind Schritte auf Stein und Metall nicht unterschiedlich wahrnehmbar. Unterschiede konnte ich nur feststellen, wenn ich auf Sand gelaufen bin (ingame Call of Duty 4). Der Rest der vom Menschen wahrnehmbaren Geräusche hatte einen dumpfen Klang, also nicht das was ich mir unter einem 5.1-Gaming-Headset vorstelle. Surround: Nix von gemerkt?!
Das Mikrofon:
Das Mikrofon ist ein nur ca. fünf Zentimeter langer, unbeweglicher Stummel. Heißt: es macht störende Geräusche und fällt nach ca. dreimal justieren ab. Leider hat es für ordentliche Störgeräusche im TS gesorgt und den Sound der Ohrmuscheln im Teamspeak wiedergegeben.
Der Komfort:
Für ein bis zwei Stunden ist es relativ gut zu tragen. In meinem Fall fing ich nach ca. zwei Stunden, unter dem billig verarbeiteten Ohrmuscheln aus Kunstleder, an zu schwitzen. Es ist etwas schwer aber sitzt gut. Was dem Razer zu gute kommt:
Die Kopfhörer sind mit 99 Prozent Oxygen-freie Kupfer-Kabel verbaut. Heißt: Störgeräusche von Handy/Wireless kommen nicht im Headset an. Außerdem fand ich die Möglichkeit der Beleuchtung gut.
Fazit:
Das Preis/Leistungsverhältnis stimmt meiner Meinung nach überhaupt nicht. Die Verarbeitung ist schlecht, was sicher zu einer kurzen Lebenszeit führt. Durch das schlechte Mikrofon ist das Headset für Teamspeak untauglich. Es erfüllt keine Anforderungen die an ein Gaming-Headset gestellt werden, außer die Musikwiedergabe. Diese ging ausnahmsweise normal von statten, solange man 2.0 hört, ansonsten klingt auch das wie aus einer Regentonne abgespielt, sobald man den Bass einstellt.
Liebe Gaming-Freunde, mein Favorit bleibt nach wie vor das Logitech G35!










