Produkttest: Philips LivingColors LED-Lampe
Produkttest: Philips LivingColors LED-Lampe
Stimmungsvolles Farbenspiel der zweiten Generation
Drei Teelichter, eine nackte Glühbirne, zwei Lichtleisten Tross vom IKEA-Wühltisch in Sindelfingen und ein bei eBay erworbenes Konstrukt aus sechs bunten kugelförmigen Metallschirmen in Reminiszenz an die schrill ausgeleuchteten 70er-Jahre erhellen in dunklen Zeiten meine schmucke Studentenbude. Ist die Zeit für gedeckteres Licht gekommen, habe ich die Möglichkeit, an meinen zwei Billy-Regalen eine bis vier Bücherregalleuchten FAS zuzuschalten – mit dem Ergebnis, dass es in meinem Zimmer immer entweder viel zu hell oder viel zu dunkel ist und die rar anwesenden Gäste wahlweise geblendet sind oder über ihre Bierflaschen stolpern. Da beide Szenarien für schlechte Stimmung sorgen, hat Philips für Menschen wie mich und zuallererst für Menschen mit einer Affinität zu ausgeklügelten Beleuchtungskonzepten nachgeholfen: Die Philips LivingColors LED-Lampe (schwarzes Modell) bedient die Sparte zwischen fest installierter Deckenleuchte, in Ecken verstaubenden Designerstehlampen und meist recht einfallsloser Tischbeleuchtung.
Heute Blau, morgen Grün und übermorgen Violett
Die Grundidee ist dabei so simpel wie auch genial: Die LivingColors LED-Lampe erlaubt es seinem Besitzer, die eigenen vier Wände ohne aufwendige Verkabelung zu erleuchten und jeden Tag aufs Neue Lichtakzente zu setzen, wo sie gewünscht und sinnvoll sind. So kann man individuell auf Stimmungslage oder Anlass mit der passenden Lichtfarbe reagieren: Ein kalter Blaugrauton, während der Freundeskreis aus gestandenen Hobbyphilosophen zu Jon Lennons „Imagine“ das Zimmer mit Zigarettenqualm füllt und eine bessere Welt herbeisehnt, ein zartes Rosa, wenn man nach einem langen Tag ein entspannendes Bad nimmt, ein sattes Rot zum Aufwachen an kalten Herbsttagen, ein anregendes Orange, wenn – die Möglichkeiten sind zahlreich und variieren mit den individuellen Lebens- und Wohnsituationen. Ob indirekte Beleuchtung oder Akzentuierung von Gegenständen, durch das zeitlose Design in Halbkugeloptik passt die LivingColors LED-Lampe in jeden halbwegs modern gestalteten Raum; in einer Wohnung mit gediegenem Einrichtungsstil wirkt sie eher deplatziert.
Leichte Bedienung, hoher Komfort
Doch wer wie Philips Komfort und Illuminationsluxus mit Flexibilität vereinen will, muss dem eigenen Anspruch nicht nur in der Anwendung, sondern bereits beim Aufbau gerecht werden. Dieses Versprechen löst man ohne Abstriche ein: Die eigentliche LED-Lampe ist in einem edlen Satinbeutel extra verpackt, sodass sie bei längerer Nichtbenutzung sicher und staubfrei gelagert werden kann – nach dem Auspacken und der Verbindung von Netzkabel mit der LivingColors LED-Lampe und der nächsten Steckdose kann das Farbenspiel sofort beginnen. Die Fernbedienung wird mit zwei handelsüblichen AA-Batterien gefüttert, die von Philips gleich mitgeliefert werden. Über die runde und auf der Rückseite ergonomisch abgeflachte Fernbedienung können Lichtintensität und Dimmung sowie bis zu 16 Millionen Farbenkombinationen über einen Farbkreis angewählt werden – ein sanftes Streichen über die jeweilige Taste reicht aus, um zwischen Lichtakzent und heller Erleuchtung stufenlos zu wechseln. Dank hoher Reichweite lässt sich die Beleuchtung auch in größeren Räumen problemlos regulieren – Interferenzen mit WLAN- oder Handysignalen gab es im Test nicht.
Zusätzlich lassen sich drei Lichteinstellungen als Favoriten speichern. Besonders spannend ist der Einsatz der LivingColors LED-Lampe in Verbindung mit weiteren Leuchtmitteln aus dem LivingAmbiance-Programm von Philips: Mehrere Lampen können über die selbe Fernbedienung entweder individuell angesteuert werden, sodass interessante Farbspiele möglich sind. Gleichzeitig lassen sich aber auch alle Lampen mit derselben Farbwahl und Lichtintensität einstellen, ohne mit einer Vielzahl von Fernbedienungen hantieren zu müssen. Dank moderner LED-Technologie ist die Serie der LivingColors LED-Lampen dabei stromsparend und geräuscharm; im Praxistest überzeugte das pfiffige Lichtaccessoire weiterhin dadurch, dass sich die Lampe auch bei mehrstündigem Betrieb nicht erhitzt. Laut Herstellerangabe hält die LivingColors LED-Lampe dabei einer Belastung von acht Jahren bei täglichem Betrieb von anderthalb Stunden aus.
Fazit
Die Faszination der flexiblen Lichtakzentuierung lässt sich nicht im örtlichen Technikmarkt spüren, denn bei greller Neonbeleuchtung und Chartgedudel entfaltet die Philips LivingColors LED-Lampe ihre gesamten Möglichkeiten nicht einmal im Ansatz. Die vielfältigen Einsatzgebiete muss jeder in den eigenen vier Wänden testen und erleben. Obwohl der Preis von über hundert Euro kein Schnäppchen ist, so sei doch angemerkt, dass man nicht bloß eine Lampe ersteht, sondern bei klugem Einsatz im besten Fall ein neues Lebens- und Raumgefühl erfährt. Schnellentschlossene erstehen daher am besten gleich ein Exemplar, um den anstehenden Feiertagen den nötigen Glanz zu verleihen. Wer noch zögert, der sollte sich durch die Produktwebsite von Philips klicken und einen virtuellen Raum interaktiv mit den unterschiedlichen Modellen der LivingAmbiance-Reihe ausstatten, um das Potential dieser besonderen Lampe kennenzulernen. Die LivingColors LED-Lampe gibt es in vielenverschiedenenDesignvariationen und auch in einer kostengünstigen kleinen Version.



















