Produkttest: Intel SandyBridge (Intel DH67GD / Intel i7 2600K CPU)
Produkttest: Intel SandyBridge (Intel DH67GD / Intel i7 2600K CPU)
Schneller durch neues Chip-Design…
Unser Sandy-Bridge-Testsystem besteht aus einem Intel DH67GD mATX Mainboard, der passenden CPU (Intel Sandy Bridge 2600K mit freiem Multiplikator) , sowie 8GB (2x4GB) RAM und einer passiv gekühlten ATI Radeon HD5770. Das Ganze verpackt in einem Antec Fusion Max Remote HTPC Tower. Folgerichtig kommt ein solcher Rechner als „Home Theater Personal Computer“ im Wohnzimmer zum Einsatz – hauptsächlich als PS3-Ersatz, sowie als Multimedia-Zentrale für Musik und Videos. Zunächst werfen wir einen Blick auf das notwendige Mainboard.
Liferumfang und Anschlüsse
Neben der Kurzanleitung befinden sich zwei SATA-Kabel mit Metall-Clip sowie eine Treiber-CD und die Mainboardblende im Karton. An Anschlüssen bietet das Intel DH67GD mATX Mainboard folgende Schnittstellen:

Montage
Zum Einbau der einzelnen Elemente verweise ich auf die folgende Bilderstrecke. Hierzu noch die Information, dass sowohl ein Scythe SCBSK-1000 BIG Shuriken CPU Kühler, als auch ein be quiet 350W Pure Power Netzteil Verwendung fanden.
Intel DH67GD: Bios im Überblick
Die Bios-Struktur macht größtenteils einen recht ordentlichen Eindruck. Der Bootvorgang an sich geht angenehm schnell über die Bühne. Der Speicher wird sofort richtig erkannt und eingestellt, Timings sowie Takt wurden jeweils korrekt übernommen. Overclocking steht beim Intel DH67GD mATX Mainboard kaum zur Verfügung, weder Spannungen noch Taktraten können gewählt werden. Der Multiplikator kann zwar verändert werden, wird aber nicht berücksichtigt.
Stromverbrauch
Unser Testsystem wird mit Windows 7 Ultimate X64 gefahren, um die Lautstärke so gering wie möglich zu halten kommt eine 2,5-Zoll-Festplatte von Samsung (M7) mit 250GB zum Einsatz. Der Stromverbrauch wird mit Hilfe eines ME-05370 Messgerätes ermittelt. Diese Angaben dienen als Richtwert, sind aber keinesfalls 100% zuverlässig. Die Erste Messung nehmen wir im Idle-Modus vor, quasi im Leerlauf ohne am PC aktiv zu werden. Dabei taktet sich der Prozessor von selbst auf den kleinstmöglichen Multiplikator herunter.
Positiv zu beobachten ist, dass die Core-Voltage der CPU sich auf 0,976v einstellt, wir messen mit CoreTemp eine durchschnittliche Temperatur von 35 Grad je Kern. HT war an dieser Stelle stets aktiv. Das ganze System verbraucht an dieser Stelle gerade mal gemessene 65 Watt, angesichts eines 4-Kern-Prozessors und dedizierter Grafik recht niedrig. Unsere zweite Messung nehmen wir unter Last vor, dafür verwenden wir das Tool Prime95. Als mögliche Einstellung entscheiden wir uns für „maximum heat“ , dabei werden alle Kerne voll ausgelastet.

Zu beobachten ist die automatische Anhebung des Multiplikators und der Core-Voltage. An dieser Stelle messen wir 170 Watt. Was, wie wir finden, immer noch recht moderat ist. Unsere dritte und letzte Messung wollen wir beim Gaming vornehmen, hier wird die CPU, RAM sowie die Grafik entsprechend belastet. Um möglichst viele Kerne auszulasten entscheiden wir uns für „Metro 2033“. Hier messen wir im Durchschnitt 130-140 Watt – wobei der Wert stark variiert, dies ist auf eine unterschiedliche Auslastung der Komponenten zurückzuführen.
Zum Vergleich, ein Intel i7 920@4Ghz, 6GB RAM und einer GTX480 System verbraucht stolze 490 Watt beim Gaming.
Benchmarks
Benchmark Samsung M7 sowie USB 3.0: Da das Intel DH67GD mATX Mainboard USB 3.0 mit sich bringt, testen wir kurzerhand eine über dieses Interface angeschlossene externe Festplatte (Samsung F4 2TB). Die daraus resultierenden Werte können sich sehen lassen, die Festplatte kann ihre volle Bandbreite an Geschwindigkeit ausfahren (siehe Bilderserie: HD-Tune-Screenshots).
CineBench11.5: Zum Vergleich wird der aus dem Testsystem bestehende i7 2600k gegen einem i7920@4Ghz antreten. Dabei wird der Sandy Bridge im Standardtakt laufen. Erstaunlicherweise erreicht der auf Standardtakt betriebene 2600k den gleichen Punktewert wie der übertaktete i7 920. Somit steht fest, dass die neue Architektur in der Tat moderner arbeitet. Dies betrifft also nicht nur den Stromverbrauch sondern auch die Leistung pro Takt.
Benchmark 3D Mark Vantage: Der Intel i7 2600K in Verbindung mit der Intel HD 3000 erreicht in unserem Test 2160 Punkte im 3D Mark Vantage. Zum Vergleich: Ersetzen wir die Intel HD 3000 durch eine Radeon HD 5770, erreichen wir erstaunliche 11092 Punkte.
Fazit
So wie unser Testbericht zeigt, macht Intel mit Sandy Bridge vieles Richtig, der Kampf um die „GHz“-Krone wird nicht weitergeführt, sondern es wird stattdessen an besseren Techniken gearbeitet. Für Enthusiasten & Overclocker gibt es allerdings ein paar Veränderungen die für Verstimmung sorgen könnten. Zudem wird es nicht weiter möglich sein über den Referenztakt (BLCK) das System zu Übertakten, sondern man ist auf die Modelle der K-Serie angewiesen.
Beeindruckend ist der Leistungszuwachs pro Takt, somit können sich die Modelle 2500 sowie 2600 sehen lassen. Für Übertakter kommen nur die K-Modelle in Frage. Positiv ist, dass die Leistungsaufnahme sich verringert hat und somit auch Gamer und Enthusiasten sich einer niedrigeren Stromrechnung erfreuen können. Für Kopfschütteln sorgt allerdings der neue Intel HD Graphics 3000 – Intels schnellste Grafikeinheit. Diese befindet sich paradoxerweise nur in den K-Modellen, diese wiederum werden bevorzugt von Gamern sowie Overclockern verwendet. An dieser Stelle fragt man sich, wo die Intel HD 3000 zum Einsatz kommen soll, wo doch die dedizierten Pixelbeschleuniger um einiges interessanter für den High End User sind.
Abgesehen davon macht der neue Grafikchip eine gute Figur. Für Gelegenheitsspieler die kein besonderes Interesse an Qualität haben, können mit der Intel HD 3000 glücklich werden. An dieser Stelle ist zu erwähnen, dass man trotz zweier Kritikpunkte absolut von der
Leistungsfähigkeit sowie der niedrigen Leistungsaufnahme beeindruckt ist. In Angelegenheit „Effizienz“ braucht sich Intels Sandy Bridge im Vergleich zu AMD nicht verstecken. Dazu kommt, dass ein aktuelles Modell wie der AMD Phenom II X4 965 um einiges mehr an Strom verbraucht als Intels neueste Architektur.






















