Produkttest: Creative Zen Stone

von oliver-hofmann

· 5 min Lesezeit

Produkttest: Creative Zen Stone

…klein, leicht und einfach gut!
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Creative-Chef Sim Wong Hoo sagte einmal über den iPod Shuffle: “[…] it’s worse than the cheapest Chinese player. Even the cheap, cheap Chinese brand today has display and has FM. They don’t have this kind of thing, and they expect to come out with a fight; I think it’s a non-starter to begin with“. Offensichtlich wurde man bei Creative durch den Erfolg des iPod Shuffle vom Gegenteil überzeugt und hat sich dann an die Entwicklung eines eigenen Klons gemacht – und das ist durchaus sehr gut gelungen!

Im Creative-Programm ist der Zen Stone der kleinste MP3-Player und bietet mit seinen 1GB Flashspeicher genug Platz für zahlreiche Musikdateien im MP3, WMA oder Audible Format. Ich konnte ihn, wie angekündigt, vier Wochen lang testen und war sehr zufrieden mit dem Kleinen.

Lieferumfang

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Creative hat mir die schwarze Variante des Zen Stone zukommen lassen, den es aber noch in fünf weiteren Farben gibt (weiß, limette, rot, pink, blau). In der Verpackung finden sich neben einer Kurzanleitung ein 12,5 Zentimeter kurzes Mini-USB-Kabel und ein Paar schwarze Kopfhörer. Ein ausführliches Handbuch oder eine Software für den Zen Stone liegen nicht bei, man wird lediglich auf deren Downloadmöglichkeit hingewiesen.

Bedienung

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Angeschlossen wird der Zen Stone über ein handelsübliches Mini-USB-Kabel. Leider ist das mitgelieferte Kabel sehr kurz – wer also nicht gerade einen USB-Hub auf dem Schreibtisch oder einen USB-Anschluss an seinem Monitor hat, der sollte sich ein längeres Kabel besorgen.

Der Zen Stone kann nicht nur einfach ein Musikstück nach dem anderen oder in zufälliger Reihenfolge abspielen, sondern, und das finde ich eine gute und nützliche Funktion, er kann auch ganze Ordner überspringen. Wer also auf den Zen Stone ganze Alben oder Playlists in einer Ordnerstruktur überträgt, der kann durch kurzes Bedienen des Steuerungsschalters einfach einen Ordner weiter springen und so ganz einfach während des Hörens durch seine Musik blättern.

Software

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Die zur Verwaltung des Zen Stone empfohlene Software nennt sich „Creative Media Lite“; wer möchte, kann aber auch den Windows Media Player benutzen. Neben der Software wird noch das Handbuch für den Player installiert. Mit der „Media Lite“-Software lassen sich in einfachster Weise Musiktitel oder Daten auf den Zen Stone übertragen. Eine weitere Funktion dient zum Rippen von CDs, direkt auf den Player oder auf die Festplatte. Und wer will, kann, um eine Schädigung des Gehörs zu vermeiden, auch eine maximale Abspiellautstärke für den Zen Stone festlegen.

Die Software selbst ist einfach zu bedienen und selbsterklärend, sie hat mich in der Aufmachung an den Total Commander erinnert. Einfach im linken Fenster die gewünschte Musik auswählen, Transferpfeil anklicken und schon gelangt die Musik auf den Player. Das ganze funktioniert auch in umgekehrter Reihenfolge vom Player zurück auf die Festplatte. An Audioformaten schluckt der Zen Stone MP3, WMA/WMDRM9 und Audible Files, PlaysForSure wird nicht unterstützt. Bei 128 kbs passen ca. 200 bis 250 MP3s auf den Player. Da der Zen Stone als USB-Stick erkannt wird, kann man ihn auch einfach via Windows Explorer und Drag & Drop mit Musik und Daten befüllen – simpel und gut so!

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Unter OS X wird der Zen Stone als USB-Laufwerk erkannt und in der üblichen Weise auf dem Desktop/Finder dargestellt; der Player kann hier ebenfalls via Drag & Drop befüllt werden. In iTunes selbst wird der Player allerdings nicht erkannt. Wer also weiterhin auf die Hilfe von iTunes setzen möchte, muss sich nach einem eventuell verfügbaren Trick im Web umsehen.

Klangqualität
Als ich zum ersten Mal den Zen Stone angeschaltet und mir die mitgelieferten Creative-Kopfhörer ins Ohr gestöpselt habe, erschrak ich zunächst ob der dröhnenden, verzerrt klingenden Töne. Ok, ich hatte die neue Scheibe von den White Stripes ausgewählt, aber so dumpf und dröhnend klingen die nun auch nicht durchgehend. Ich habe dann die Kopfhörer ausgetauscht und zu den Standard-iPod-Ohrstöpseln gegriffen (zugegeben, auch nicht das Optimum auf dem Kopfhörermarkt) und voilà, der Sound kam klar und unverzerrt in meinen Ohren an. Auch mit meinem Sony MDR-V700 erzeugte der Zen Stone gute Klänge. Ergo, die mitgelieferten Ohrhörer von Creative sind nicht wirklich brauchbar. Einen eingebauten Equalizer gibt es beim Zen Stone nicht, ansonsten steht er seinem Vorbild, dem Apple iPod Shuffle, in Sachen Klangqualität in nichts nach. Der Sound könnte kräftiger sein und etwas heller, aber er ist vollkommen ausreichend für diese MP3-Player-Klasse.

Durchhaltevermögen & Verarbeitung

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Creative gibt für den Zen Stone eine Akkulaufzeit von 10 Stunden an. In einem Dauertest hielt der Player bei mir eine Laufzeit von 9 Stunden, 9 Minuten und 1 Sekunde durch, also nah am vom Hersteller angegebenen Wert. Der jeweilige Ladezustand wird durch ein grün, orange oder rot leuchtendes, kleines LED angezeigt. Der Zen Stone eignet sich aufgrund seiner Größe (53,7 x 35,3 x 12,8 cm) und seines geringen Gewichts von 20 Gramm hervorragend als Begleiter zum Sport, und mit dieser Akkulaufzeit übersteht er auch so manchen längeren Dauerlauf.

Der Zen Stone ist aus Plastik gefertigt, allerdings wirkt er dadurch nicht billig. Auch durch Herumtragen in der Hosentasche, neben Münzen und dem Schlüsselbund, hat er keinerlei Kratzer abbekommen. Anfällig ist das Lack-schwarze Gehäuse allerdings für Fingerabdrücke (s. Foto). Der Funktionsschalter ist stabil und verstellt sich auch in der Hosentasche nicht. Das Click-Wheel hat einen guten, festen Druckpunkt und gibt somit ein gutes Feedback.

Optionales Zubehör

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Der Zen Stone kann per se nicht an der Kleidung oder dem Schlüsselbund befestigt werden. Lediglich eine kleine Öse findet sich am Gehäuse, durch die man allenfalls ein dünnes Band zur Befestigung führen könnte. Creative bietet hier als Lösung weiteres Zubehör an: ein Armband, eine Schutzhülle mit Clip in verschiedenen Farben oder eine Hülle mit Schlüsselring.

Fazit
Der Creative Zen Stone ist ein kleiner, leichter und günstiger (ca. 39 Euro) MP3-Player, der dem iPod Shuffle in nichts nachsteht. Er ist einfach zu bedienen und kann auch sofort als USB-Stick an jedem Computer genutzt werden. Einzig das mitgelieferte Zubehör wie Kopfhörer und Mini-USB-Kabel sind mehr oder weniger unbrauchbar.

Update

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So ganz hat man bei Creative dem Konzept des Zen Stone wohl doch nicht getraut und hat deshalb aktuell einen großen Bruder, den Zen Stone Plus (69,90 Euro), herausgebracht; er bietet Display, Equalizer, Uhr/Stoppuhr und ein Mikrofon/Diktierfunktion. Ich werde in Kürze ein Testmuster des Zen Stone Plus erhalten und über die Zusatzfeatures berichten.

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Kommentare

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Gepostete Kommentare

Dominik Briselat 09.07.2007, 14:28 Uhr

Und hier ist er wieder - auferstanden aus den tiefen Höllen der schulischen Sphären: DER KRITIKER! ;-) Leider muss ich auch dieses Mal wieder zuschlagen: #1: "Ok, ich hatte die neue Scheibe von den White Stripes ausgewählt, aber so dumpf und dröhnend klingen die nun auch nicht durchgehend." Kann ich mir wie du ebenfalls nicht vorstellen, dass es an "Icky Thump" liegen soll... Allerdings kann ich mir nicht vorstellen, dass die iPod-Stöpsel so viel besser sind als die mitgelieferten des Stone. => Scheinbar ist er in Sachen Klang doch nicht ganz mit dem iPod Shuffle auf (..., der abgesehen von seinem Grundrauschen nicht wesentlich schlechter als die großen Brüder klang). #2: "Creative gibt für den Zen Stone eine Akkulaufzeit von 10 Stunden an. In einem Dauertest hielt der Player bei mir eine Laufzeit von 9 Stunden, 9 Minuten und 1 Sekunde durch, also nah am vom Hersteller angegebenen Wert." Würde ich mal sagen: Knapp vorbei! Hier ein Auszug aus meinem Test zum iPod Shuffle: "Überraschend musste ich feststellen, dass der neue iPod Shuffle auch hier nicht das Nachsehen hat, obwohl er nur halb so groß ist wie sein Vorgänger. Im Test brachte er es auf satte 18 Stunden und 6 Minuten. Ein erstaunliches Ergebnis, wo Apple doch meint, nach 12 Stunden sei der Hörspaß vorbei." #3: "Der Zen Stone ist aus Plastik gefertigt, allerdings wirkt er dadurch nicht billig." Dem muss ich ganz klar widersprechen. Ich hatte erst am Freitag den Stone (in allen Farben) in meinen Testerpfoten und spürte Plastik, Plastik und nochmals Plastik! Und was ich spürte, sah ich auch... In Sachen Design und Verarbeitung ist er niemals mit dem Shuffle gleich auf. Für mich ist damit eindeutig klar, dass es Creative nicht gelungen ist ein Shuffle-Äquivalent auf den Markt zu bringen: schlechterer Klang, schlechterer Akku und schlechteres Design (vor allem nicht durchdacht). So finde ich den Preis von 39€ absolut gerechtfertigt, denn mehr wäre er auch nicht wert. (Ich hoffe, dass das jetzt kein Produktdesigner von Creative liest...) Schöne Woche allen Bloggern und bis bald, Dominik

Jafeth Mariani 09.07.2007, 16:47 Uhr

Wow, das ist eine Rezension! Das nenne ich gut schreiben und bloggen, Respekt. Ich bitte um Erlaubnis, diesen Eintrag zu verlinken, danke.

Sebastian Blech 09.07.2007, 16:48 Uhr

Ich pflichte dem Plastik-Kritiker bei :) Bei ähnlich verarbeiteten MP3-Playern sieht man auch, dass sich in den Rillen des Bedienungsfeldes schnell Schmutz sammelt und die Oberfläche des Mini-Spielers durch zahlreiches Anfassen immer unsauberer wirkt.

Marcus Müller 09.07.2007, 17:57 Uhr

Also ich muss dem Test auch deutlich widersprechen, klar ist das Ordnerspringen nett und er ist(zur Zeit) billiger als der Shuffle(der Preis ist aber auch schon über ein Jahr alt, eine neue Revision könnte morgen kommen),.... ....aber das Ding wirkt schrottig, und ist vor allem erheblich größer als der Shuffle. Er ist sogar dicker als der Shuffle, obwohl der Shuffle in seiner Dicke zu 50% aus der Klammer besteht, diese Fehlt allerdings dem Zen. Und meiner Ansicht nach ist die Klammer ein wichtiges Detail am Shuffle, denn das Ding ist nunmal so klein, dass man es an der Kleidung tragen kann und dies auch Sinn macht(Übrigens ist die Klammer auch gut geeignet um das Kabel aufzuwickeln). Ausserdem muss man ja scheinbar beim Zen im Preis noch neue Kopfhörer aufaddieren, was beim Shuffle mit den neuen iPod-Stöpseln nicht nötig ist, denn für Leute die z.B. keine In-Ear-Headphones mögen sind die neuen schon fast das Optimum, welches man kaufen kann. Wenn überhaupt sollte man den Zen Stone mit dem Shuffle G1 vergleichen, Da stimmen dann die Dimensionen halbwegs und die alten iPod-Stöpsel waren auch nicht toll. Ob der Zen dann diesen Kampf für sich entscheiden kann, möchte ich auch noch bezweifeln, denn bei jedem iPod-Killer-Test muss man bedenken, dass hinter jeden noch so doofen iPod iTunes steht. mfg Marcus

Sven Kaulfuß 09.07.2007, 18:00 Uhr

@ Jafeth: Wie üblich in der Blogosphäre keine Problem, Verlinkung ist sogar erwünscht, Quellenangabe ist natürlich selbstverständlich :].

Jafeth Mariani 09.07.2007, 19:56 Uhr

danke!

Jafeth Mariani 09.07.2007, 20:19 Uhr

Lieber Sven, hier ist der Link, ciao http://angelsmagazine.blog.de/2007/07/09/produkttest_creative_zen_stone~2604882

Kurt Macher 12.07.2007, 13:14 Uhr

ihr opfa der scheiß ipod ist kacke teuer

Oliver Hofmann 16.07.2007, 21:10 Uhr

Nun ja. Was soll ich sagen? Ich habe mir extra etwas Zeit gelassen. Es ist schon ein wenig anmaßend ein Urteil über ein Gerät zu fällen, welches man nur "mal eben kurz " in der Hand hatte. Noch peinlicher sind Selbstzitate. Die Headphones sind nicht gut, das stimmt und man kann mir ruhig glauben. Wenn Musik (und nicht nur die White Stripes) schlecht klingen, dagegen in den iPod Earphones gut - das sagt schon etwas über die beigelegten Ohrstöpsel. Ich hatte den Zen Stone für 4.5 Wochen in meiner Hosentasche (und nicht nur mal eben kurz in der Hand) und stehe zu meiner Meinung, dass das Gerät absolut alles hält, was es verspricht - und nur darauf kommt es an! Es ist schon erstaunlich, welche Phobien man hervorruft, wenn man etwas gegen den Apple iPod sagt - als ob es nichts anderes auf dem Markt gibt. Nichts gegen den iPod Shuffle (ich habe ja selber einen!) - klar ist so eine Metallhülle schick, auch der Clip hat etwas (wenn er den immer halten würde...), doch ihn deshalb zur MP3-Player-Weisheit letzter Schluß zu loben - ich bitte Euch! Klar ist der Zen Stone etwas "größer & dicker", doch um wie viel? Um gerade ein paar Millimeter. Wieviel schwerer ist er? 6 mickrige Gramm..... Und a propos Plastik.Es gibt billiges Plasitk und es gibt gutes, festes Plastik - selbiges hat der Zen Stone. Drückt mal ein bisschen auf einem MacBook White herum und ihr wisst was ich meine..... Ach, und bzgl. Schmutzablagerungen bei Plastik....welche Schmutzablagerungen? mfg, Oliver

Marcus Müller 16.07.2007, 21:29 Uhr

Klar falsch - sorry. Der dolle Zen ist 12,5mm breiter, 8mm höher und 2,3mm dicker(und das trotz Shuffle-Klammer). Bedenkt man nun das der Zen technisch schlechter ist und über ein Jahr jünger, sehe ich hier eindeutige handwerkliche Mängel bei Creative. Entschuldige dass ich dir so vehement widerspreche, aber ich bin das Gelaber über die tollen iPod-Killer inzwischen Leid. Mein primärer Grund warum ich hier überhaupt schreibe: Das Ding ist ein Mickysoft-Player. Wenn Creative im Jahr 2007 meint, immer noch einen WMA-Player rausbringen zu müssen, der Industriestandards(die er vom Chip her Wahrscheinlich unterstützt) wie AAC zu Gunsten von WMA ignoriert, dann können sie von mir aus bleiben wo der Pfeffer wächst. In der Musikindustrie gibt es für uns Kunden genug Probleme mit RIAA und den Labels, Microsoft braucht es da nun wirklich nicht auch noch.

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