Erfahrungsbericht: Canon Digital IXUS 75

von ralf-jurgen-stilz

· 3 min Lesezeit

Erfahrungsbericht: Canon Digital IXUS 75

Klare Empfehlung für Point-and-shoot
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Ich fotografiere normalerweise mit einer digitalen Spiegelreflexkamera, bin aber schon eine ganze Weile auf der Suche nach einem kleinen, schnellen Begleiter im Westentaschenformat. Das CyberBloc hat mir nun die Möglichkeit gegeben, die neue IXUS 75 von Canon zu testen. Ich habe aber weder unter Laborbedingungen fotografiert noch alle Funktionen bis ins kleinste Detail ausprobiert, sondern die IXUS überall hin mitgenommen und in normalen Alltagssituationen getestet. Point-and-shoot war meine Devise und das ist, denke ich, auch der Anspruch, dem Canon mit der IXUS-Reihe gerecht werden will.

Die IXUS ist wirklich minimalistisch und sieht irgendwie ein bisschen retro aus. „Klein aber fein“ ist der erste Eindruck und mir gefällt das. Die Verarbeitung ist tadellos und wirkt sehr robust, nur der Verschluss des Akkufachs ist aus Plastik und geht hin und wieder selbstständig in der Hosentasche auf. Wenige Tasten erleichtern zunächst die Bedienung. Das 3-Zoll-Display ist klasse und hat tolle Farben, einen Sucher gibt’s dafür aber nicht mehr. Selbst bei starkem Sonnenlicht ist noch was auf dem riesigen Display zu erkennen. Hilfreich sind auch die einblendbaren Gitterlinien zur besseren Orientierung.

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Makro einer CF-Karte mit externer Lichtquelle – befriedigendes Ergebnis

Das Dreifach-Zoomobjektiv entspricht in etwa 35 bis 105 Millimeter im Kleinbildformat und innen werkelt ein 7,1-MP-Chip mit DIGIC-III-Bildprozessor, der für effektive Rauschunterdrückung sorgen soll. Die Kamera zoomt und fokussiert schnell und die Bilder sind meist gestochen scharf. Werden die Lichtverhältnisse aber schlechter, dann ist die Kamera schnell überfordert. Die High-ISO-Einstellung (bis 1600) hilft hier, aber das Rauschen der Bilder wird dann schon sehr unangenehm. Ähnliches habe ich auch bei Makro-Aufnahmen ohne externe Lichtquellen in geschlossenen Räumen beobachtet, das Rauschen ist dann sehr stark. Stimmt hingegen die Beleuchtung, dann macht die IXUS hervorragende Bilder. Ein leichtes Grundrauschen bleibt aber selbst bei ISO 80.

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Blauer Himmel mit ISO 80 – leichtes Grundrauschen

Neu ist eine sogenannte Face-Detection, die Gesichter automatisch im Bildausschnitt erkennen und fokussieren soll. Das tut sie auch, und zwar schnell: eine echte Schnappschuss-Kamera. Insgesamt 17 Motivprogramme (ich habe nicht nachgezählt) sollen einem das Fotografieren erleichtern, tun sie auch, wenn man sich nicht die Finger brechen würde, die Untermenüs zu erreichen. Das Kamera-Menü bedient sich nämlich ähnlich einem iPod-Drehregler und das ist nun wirklich gewöhnungsbedürftig und hat mich so manchen Fluch ausstoßen lassen. Aber Übung macht hier den Meister. Einen Aha-Effekt bringt das Drehen der im Anzeigemodus befindlichen Kamera, denn Bilder werden dann auch auf dem Display automatisch gedreht.

Vom Einschalten bis zum ersten Bild vergehen wenige Augenblicke. Ich habe es nicht gestoppt, aber die erste Aufnahme ist in deutlich unter zwei Sekunden im Kasten. Recht schnell für den kleinen Racker. Schnappschüsse sind also durchaus möglich. Auch bei eingeschalteter Kamera und wechselhaften Licht- und Motivverhältnissen löst die Kamera flott aus und speichert auf SD-Karte. Kommt der Blitz mit ins Spiel, dann verlangsamt sich das ganze aber erheblich. Will man nicht blitzen, dann nimmt man die ISO-Automatik und verkürzt damit die Belichtungszeiten. Bei normalen Lichtverhältnissen habe ich mit der ISO-Automatik gute Ergebnisse erzielen können. Etwas unangenehm ist mir aber das Fokusgeräusch der Kamera aufgefallen; ein leicht metallisches Geräusch ist bei jedem Fokussieren deutlich zu hören.

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Hafen in Münster – korrekte Farben und optimale Belichtung

Fazit
Die IXUS 75 ist eine kleine, leichte und robuste Kamera, die durch Schnelligkeit und gute Bilder überzeugen kann. Etwas schwach sind die Makrofunktion, das Fotografieren unter nicht optimalen Lichtverhältnissen und die sehr gewöhnungsbedürftige Menüsteuerung. Der Akku hält für zirka 150 Fotos, benötigt aber nicht lange zum Aufladen. Punkten kann die Kamera in Sachen Geschwindigkeit (absolute Schnappschussqualitäten), Display und Bildqualität bei guten bis sehr guten Lichtverhältnissen. Nichts für Individualisten, aber klare Empfehlung für Point-and-shoot!

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