Jetzt muss er nur noch Kaffee kochen…
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Der Lexmark X8350 im Test
Nachdem ich mich im ersten Teil meines Testberichtes nur dem ersten, flüchtigen Eindruck und der Installation gewidmet habe, sind nun vier Monate vergangen und ich kann nachfolgend den Funktionsumfang des Lexmark X8350 etwas detailierter darstellen. Eine allumfassende Funktionsbeschreibung würde allerdings den Rahmen sprengen und ich beschränke mich auf das Wesentliche. Eines kann ich schon jetzt aussprechen: eine Kaufempfehlung!
1. Der Drucker
Schon mal vorweg: Begeisterung pur. Neben Normal- und Spezialpapier ist es möglich, den Drucker mit Briefumschlägen, Etiketten, Folien oder anderen Spezielformaten zu füttern. Der Bürokreativität sind keine Grenzen gesetzt. Die mitgelieferte Productivity Suite öffnet sich, sobald man den Drucker-Button einer beliebigen Software (z.B. Word) betätigt und lässt umfangreiche Einstellungen zur Qualität, Geschwindigkeit oder Blattreihenfolge zu. Beim Druck selbst zeigt sich, dass es von Vorteil ist, das Gerät auf einen festen und auf keinen Fall wackeligen Schreibtisch zu positionieren, da der Druckkopf ein relativ hohes Eigengewicht hat und mit der Energie eines Dampfhammers seine Druckaufgabe ausführt. Es empfiehlt sich, den Drucker möglichst auf einem extra Tischchen aufzustellen. Die Druckqualität überzeugt auf der ganzen Linie. Egal ob simpler Textausdruck mit geringer oder mittlerer Auflösung oder hochqualitativer Fotodruck auf Spezialpapier, alles sieht gestochen scharf aus und speziell die Fotos sind von einem Laien kaum noch als Heimausdruck zu erkennen, sondern assoziieren die Herstellung im Fotolabor. Auch in Punkto Geschwindigkeit kann der X8350 punkten und die „Konkurrenten“ im 40-Euro-Preissegment hinter sich lassen. Bis zu 19 Seiten in Farbe oder 25 Seiten in s/w spuckt der Alleskönner in der Minute aus.
2. Scanner/Kopierer
Im oberen Bereich des All-In-One-Gerätes befindet sich unter einer Klappe die Scan-Oberfläche mit den Ausmaßen 218 x 355 mm. In die Klappe eingearbeitet ist der automatische Papiereinzug. Gewohnt simpel kann man also wahlweise das zu scannende/kopierende Dokument auf die Glasfläche unter dem Deckel oder auf den Deckel in den automatischen Einzug legen. Ich habe festgestellt, dass es beim automatischen Einzug nur Probleme gibt, wenn das Dokument stark verknittert oder sehr dünn ist. Bei einer Scan-Auflösung von 19.200 x 19.200 dpi kann man nur von minimalem Qualitätsverlust sprechen. Die Farben werden nur unwesentlich heller abgebildet und Konturen und Schrift sind klar abgezeichnet. Einziges Manko des Scanners ist der sehr laute Geräuschpegel beim unmittelbaren Scan-Vorgang. Die Speicherung des gescannten Documents erfolgt wahlweise sofort als PDF, E-Mail oder als anderes frei wählbares Dateiformat. Alternativ kann das Objekt auch mit der hauseigenen Lexmarksoftware oder einem anderen vom Benutzer frei wählbaren Bildbearbeitungsprogramm geöffnet werden. Das Lexmark-Programm ist übersichtlich und mit den wichtigsten Funktionen zum Zuschneiden, Kontrast verändern und ein paar Effekten ausreichend ausgestattet. Mittels Optical Character Recognition (OCR) lässt sich das eingescannte Dokument in einem Textverarbeitungsprogramm nahezu problem- und fehlerlos weiterverarbeiten. Das Diplay-Menü des Druckers fungiert hier als Schaltzentrale für den Scan-Vorgang. So können umfangreiche Prescan-Eigenschaften wie Zoom, Farbe und ähnliches sowie das Scan-Ziel (Software, PDF, etc.) ausgewählt werden. Alternativ können diese Einstellungen aber auch vom PC aus über die Productivity Suite vorgenommen werden.

Die Scannerfläche; das Kabel befindet sich unter (!) der Glasfläche
3. Kartenleser
Der Kartenleser, in der rechten unteren Ecke der Frontseite angebracht, liest problemlos CompactFlash I & II, SmartMedia-Karte, Memory Stick, SD-Karte, MultiMediaCard (MMC), MicroDrive, xD-Karte, Memory Stick Duo (mit Adapter), Mini-SD-Karte mit Adapter, Memory Stick Duo Pro (mit Adapter). Auch wenn keine Karte eingelegt ist, wird der Kartenleser unter Windows im Arbeitsplatz als Wechseldatenspeicher mit Laufwerksbuchstabe erkannt. Legt man eine Karte ein, zeigt ein grünes LED an, dass die Karte korrekt eingelegt und erkannt wurde. Über das Druckermenü kann man jetzt direkt einzelne Bilder auswählen und drucken. Auch hier bieten sich wieder vielfältige Formats- und Qualitätseinstellungen. Alternativ ist es möglich, wie von USB-Sticks gewohnt, die Bilder über Windows zu öffnen und gegebenenfalls zu bearbeiten oder auszudrucken. Auch hier sei die intuitive Bedienung des Menüs positiv erwähnt. Einziger Kritikpunkt wäre die mangelde Beschriftung, wie herum die einzelnen Karten einzulegen sind; da braucht es schon einige Probeversuchen, die bei unvorsichtigem Vorgehen sicherlich schnell zur Beschädigung der Rastungen führen können.

Der Multikartenleser (das Eckige muss in das Eckige)
4. Das Fax
Zum Fax kann ich leider nicht so viel berichten, da ich es wirklich nicht benötige und nur zu Testzwecken mal eines gesendet habe. Dazu wird das Dokument wie gewohnt gescannt und nach Eingabe der Nummer über das eigene Zehner-Nummernfeld gesendet. Vorher können noch die obligatorischen Qualitätseinstellungen vorgenommen werden. Eine Einstellung zur Gestaltung des Faxkopfes lässt sich nur über die Productivity Suite vornehmen. Weiter kann man sich bis zu 99 Kurzwahlnummern in verschiedenen Gruppen einspeichern und diverse Einstellungen zum Faxempfang vornehmen. Das Senden selbst erfolgt mit 33,6 Kbps und ist somit recht fix.
Verarbeitung
Der Lexmark X8350 macht einen durchweg hochwertigen und soliden Eindruck. Auch nach längerem Gebrauch stellt sich kein Quietschen oder Rattern ein und die Oberflächen können leichte Stöße verkraften. Alle Gelenke und Arretierungen sind fest verschraubt und haben kein Spiel.
Wartung und Pflege
Der Austausch der Patronen gestaltet sich Lexmark-typisch unkompliziert. Die übersichtliche und idiotensichere Bedienungsanleitung hilft mit Schritt-für-Schritt-Anweisung und lässt den Benutzer nicht im Unklaren. Der Drucker selbst verfügt über ein Patronenausrichtungs- und Patronenreinigungsprogramm zur Verbesserung der Druckqualität. Sollte dies nicht ausreichen, Verschmierungen oder ähnliches zu beseitigen, ist es möglich, die Druckkopfdüsen mit einem feuchten Tuch zu reinigen. Ebenfalls empfehlenswert ist das sporadische Reinigen des Scanner-Glases von Staub und Fusseln mit einem weichen Tuch. Die Fotopatrone ist für ca. 28 Euro, die monochrome Patrone für ca. 20 Euro und die Farbpatrone ist für 21 Euro im einschlägigen Fachhandel erhältlich.
Fazit
Ein Gerät, welches auf ganzer Linie überzeugt, genau das bekommt man, wenn man sich für den Lexmark X8350 entscheidet. Entgegen der Vorurteile, die solche Multilösungen mit sich bringen, kann der Lexmark alles und das auch noch ausgezeichnet. – Die exzellente Druckqualität in Verbindung mit hoher Benutzerfreundlichkeit durch eigene Menüführung, die solide Verarbeitung und nicht zuletzt der reichhaltige Lieferumfang lassen das Arbeiten mit dem Lexmark zu einem professionellen Vergnügen werden. Da fallen der hohe Geräuschpegel beim Drucken und Scannen kaum noch ins Gewicht. Ich kann jedem nur raten, der auf der Suche nach einer All-In-One-Lösung ist, sich nicht vom Preis abschrecken zu lassen sondern sich für den X8350 zu entscheiden. Und wer doch einmal auf Kompatibilitätsprobleme stoßen sollte oder sonstige Fragen und Nöte hat, der kann sich auf der gut strukturierten Lexmark-Website den neuesten Treiber runterladen oder sich an den Support wenden.
Weitere Eindrücke zum Lexmark X8350 sind in älteren CyberBloc-Teststrecken nachzulesen, so etwa hier oder hier. Und wer das gute Stück einmal in Aktion erleben möchte, der schaue sich das entsprechende Cyberport.24-Produktvideo an.






