Instar IN-2905 WLAN-Außenkamera im Test + Gewinnspiel
Instar IN-2905 WLAN-Außenkamera im Test + Gewinnspiel
Das wachsame Auge
Die Zahlen der Einbrüche und Diebstähle steigen, die dunkele Jahreszeit steht bevor. Ein wachsames drittes Auge, welches das Eigentum schützt, kann da beruhigen. Dank gesunkener Preise und verbesserter Technik ist die Heim- oder Betriebsüberwachung einfach und bezahlbar geworden und kann im Ernstfall sehr nützlich sein. Der Markt der IP-Kameras ist in den letzten Jahren stark expandiert. Die vielen angebotenen Kameras unterscheiden sich in Bedienung, Ausstattung und natürlich im Preis. Für einen Praxistest habe ich mir die WLAN-fähige Instar IN-2905 Außenkamera gewählt, die wir verlosen.
Technischen Daten
- Datenübertragung per WLAN (verschlüsselt) oder LAN
- Passwortgeschützte Weboberfläche zur einfachen Konfiguration und Einsicht in die Aufnahmen für diverse Browser (Safari 6 unter Mac OSX 10.8.1 funktionierte nur mit Einschränkungen – hier wird ggfs. ein Update der Firmware folgen; Firefox unter OSX und Windows, sowie der Internetexplorer funktionierten ohne Probleme)
- Weltweite Erreichbarkeit über Browserzugriff (mit dynamischer DNS-Adresse)
- Eigene Apps für Smartphones (InstarVision für iOS und Android)
- Kompatibilität mit NAS-Systemen (z.B. Synology)
- Bewegungssensor mit Alarmierungsfunktion (z.B. per E-Mail)
- UPNP zur einfachen und automatischen Routereinrichtung (Portfreigabe)
- gute Nachtsichtfunktion durch eingebaute Infrarot-LEDs
- wetterfestes Metallgehäuse (Schutzklasse IP65)
Lieferumfang
Geliefert wird die Kamera inkl. einer 5DB WLAN-Antenne, einem Netzwerkkabel, Netzteil, einem Kunststoff-Montagefuß (ab Ende September mit einer hochwertigeren Polycabonat-Halterung), Software-CD, Schnellinstallationshandbuch sowie aller benötigter Dübel und Schrauben für die Wand-/ oder Deckenmontage. Die Kamera macht dabei im Metallgehäuse einen robusten Eindruck.
Erstkonfiguration
Der erste Schritt besteht darin, die Stromversorgung und die Netzwerkanbindung herzustellen. Mit beigefügtem Netzwerkkabel ist erstmalig eine Verbindung zum Router herzustellen. Danach ist die Kamera über die vom DHCP-Server vergebenen IP-Adresse direkt über den Browser zu erreichen. Alternativ kann aber auch das auf CD bereitgestellte IP-Camera-Tool verwendet werden – dieses ist aber nicht zwingend notwendig. Nach Einbindung in das heimische WLAN-Netz kann die Kamera im Radius des WLAN problemlos über den Webbrowser erreicht werden. Firmwareupdates werden auf der Website des Herstellers zum Download bereitgestellt und gewährleisten eine regelmäßige Verbesserung der Funktionen. Die Kamera kann anschließend an gewünschter Stelle montiert werden. Hierzu dient der im Lieferumfang enthaltene Halterungsfuß aus Kunststoff, der Ende September standardmäßig gegen einen hochwertigeren Polycabonat-Halter ersetzt wird.
In der grafischen Benutzeroberfläche sind dann diverse Einstellungsmöglichkeiten möglich. Im ersten Menupunkt kann z.B. das Livebild eingesehen werden. Alle zum Betrieb notwendigen Einstellungen können in diesem Cockpit problemlos vorgenommen werden. Dazu gehört das Aktualisieren der Firmware, Netzwerkeinstellungen (IP-Konfiguration, Einbindung in das WLAN Netz, etc.), Audio-/Videoeinstellungen, Systemeinstellungen (Benutzerverwaltung etc.), und Alarmierungseinstellungen (E-Mail-Adresse, FTP-Adresse, etc.) Die Auflösung kann in 3 Stufen gewählt werden, ebenso sind Helligkeit und Kontrast benutzerfreundlich einstellbar.
Betrieb
Die IN-2905 kann ohne weitere Software betrieben werden. Die übersichtlich gestaltete Weboberfläche bietet die Möglichkeit, das Livebild im heimischen Netzwerk oder aus der Ferne einzusehen. Für den Fernzugriff über das Internet muss eine Dynamische Adresse (DNS) eingerichtet werden; entweder bei einem Drittanbieter wie DynDNS, etc. oder praktischerweise direkt über eine vom Hersteller kostenlos voreingerichtete Domain. Damit die Routerfirewall die Anfragen für den Fernzugriff zulässt, ist eine entsprechende Portweiterleitung hierfür einzurichten. Auch das ist ohne viel Aufwand über UPnP im Konfigurationsmenu möglich. Danach sind auch die erhältlichen Apps für diverse Smartphones problemlos nutzbar.
Das Livevideo gibt bei einem getesteten Erfassungsraum von ca. 10m (Objektiv: ca. 60 Grad Erfassungsbereich) ein gutes Bild. Die Auflösung, Helligkeit und Kontrast sind – auch aus der Ferne – veränderbar, und den Verhältnissen leicht anpassbar. Lediglich bei der Justierung der Bildschärfe ist es nötig, die Kamera zu öffnen und das Objektiv entsprechend einzustellen – dieses ist etwas für „Feinmotoriker“. Ist die Schärfe jedoch einmal richtig eingestellt, sollte sich im Dauerbetrieb eigentlich nichts mehr ändern
Bei aktivierter Bewegungserkennung sendet die Kamera umgehend eine Email mit dem aktuellen Bild an die im Menu hinterlegte Email-Adresse. Ebenfalls ist eine Speicherung auf einem FTP-Server, oder eine Videoaufzeichnung bei Alarm möglich. Erstaunlich gut sind die Bilder bei Dunkelheit. Dank der verbauten Infrarot-LED´s, die im Dunkeln leicht rot leuchten, wird das Bild sehr gut aufgehellt, sodass der Aufnahmebereich auch bei vollkommener Dunkelheit problemlos erkannt werden kann. Um Komfortfunktionen wie Daueraufnahme, verschiedene Aufnahmeformate, Streamen der Aufnahmen, etc. zu nutzen, erhält man für 20 € Aufpreis eine Einzelplatzlizenz für die InstarVison Software, die diese und auch andere Funktionen beinhaltet.
Wer eine kompatible NAS Festplattenstation (z.B. wie in diesem Test eine NAS Station DS-212j aus dem Haus Synology) besitzt, kann sich über ein gutes Zusammenspiel mit der im DSM integrierten „Surveillance Station“ freuen. Hier kann die Kamera eingebunden und komfortabel verwaltet werden. Die Aufzeichnungsdaten werden dabei auf die Festplatte(n) des NAS-Systems gespeichert und bieten so eine willkommene Grundlage bei der Archivierung, Verwendung und Auswertung der Aufnahmen. Eine chronologische Ereignisauflistung mit abspiel- und exportierbaren Videos, eine Email-Benachrichtigung, sowie weitere nützliche Funktionen zählen zu den Stärken der Software. Eine Lizenz für die Nutzung einer Kamera ist kostenlos in der DSM-Software der Synology-NAS-Station enthalten; weitere Kameralizenzen können gegen Aufpreis erworben werden. Der Funktionsumfang ist weitaus komfortabler als der bei der Instar-Weboberfläche.
Für einen späteren Zeitpunkt wird eine Speicherlösung direkt beim Hersteller angekündigt. Auf einer Plattform soll der Nutzer dann die Möglichkeit haben, bereitgestellten Onlinespeicherplatz für die Aufnahmen zu nutzen.
Zubehör
Für die Instar-IN 2905 gibt es diverses Zubehör. Hierzu zählt z.B. ein ebenfalls getestetes 155°-Weitwinkelobjektiv. Dieses ist zur Selbstmontage vorgesehen und setzt eine ruhige Hand sowie etwas Geschicklichkeit voraus. Zum Wechsel muss die Kamera geöffnet werden, verschiedene Verbindungen gelöst und mitgelieferte Schrauben ausgetauscht werden. Wer sich diese Umrüstung nicht zutraut, kann diese aber auch gegen Aufpreis direkt beim Hersteller durchführen lassen. Einmal montiert kann man sich über einen wesentlich besseren Erfassungswinkel der Kamera freuen. Räume werden nahezu komplett erfasst. Ein leichter, aber nicht störender Fischaugeneffekt bei den Aufnahmen ist nach Umrüstung wahrzunehmen (siehe Unterschied zwischen Bild 2 und Bild 5).
Weitere Objektive für schärfere Farben und das Heranholen von Objekten bei weiter Entfernung sind ebenso erhältlich, wie eine automatische Heizung für die Kamera, die bei Unterschreitung einer bestimmten Außentemperatur automatisch „aufheizt“. Hier ist allerdings verwunderlich, dass die Kamera zwar als Außenkamera angeboten wird, jedoch nur bis zu einer Außentemperatur von max. -5 Grad nutzbar ist. Mit selbst montierter Heizung steigt die Nutzungstemperatur jedenfalls auf bis zu -25 Grad. Beim Zubehör ist es immer vom beabsichtigtem Einsatzzweck abhängig, wofür der Nutzer sich entscheidet. Der Flexibilität ist aufgrund der Vielzahl der verfügbaren Zubehörteile kaum Granzen gesetzt. Auch jedes einzelne Bauteil ist später beim Hersteller als Ersatzteil zu beziehen.
Fazit
Die Instar IN-2905 ist bei einem Preis von ca. 120 Euro eine günstige Lösung, sein Hab und Gut sinnvoll zu schützen. Durch die Möglichkeit der Anpassung und Erweiterung durch Zubehör auf den gewünschten Einsatzzweck ist sie sowohl für den Privatanwender, als auch für Gewerbebetriebe geeignet. Bei Zusammenschluss mehrerer Kameras zu einer „Kamerafarm“ ist auch die Überwachung großer Flächen / Gelände ohne weiteres möglich. Lediglich die für Laien nicht ganz so einfache Umrüstung, und die von Werk aus fehlende Heizung geben noch Anlass zur Nachbesserung. Alles in allem aber ein durchaus gutes Preis-/Leistungsverhältnis für eine Überwachungslösung mit den gebotenen Funktionen.
Hinweis: Wo
Wie und wo dürfen Kameras eingesetzt werden? Der Schutz von Privateigentum und die Wahrnehmung des Hausrechtes kann mittels Kameras erfolgen. Außerhalb der eigenen 4 Wände (z.B. bei einer Betriebshalle) ist in Augenhöhe ein gut sichtbarer Hinweis/ eine Kennzeichnung auf die Kameraüberwachung unbedingt erforderlich. Eine Überwachung z.B. von Treppenhäusern in Mietshäusern ist verboten, da hier die Rechte der aufgezeichneten Personen verletzt würden. Auch die Überwachung von öffentlichem Straßenraum ist verboten. Weitere Informationen hierzu findet man im Internet unter: PDF-Download: Alles was Recht ist. Fragen und Antworten zum Einsatz von Videoüberwachung
Gewinnspiel: Frage beantworten und die Instar IN-2905 aus dem Test gewinnen
Alles was ihr dafür tun müsst, ist die folgende Frage per Kommentarfunktion zu beantworten. „Wie heißt die App aus dem AppStore, mit der ihr die Instar IN-2905 bequem von eurem Apple iPhone aus steuern könnt?“ Jeder Kommentar mit der korrekten Lösung, der bis 21.10.2012, 23:59:59 Uhr eingeht, nimmt am Gewinnspiel teil. Aus allen Teilnehmern zieht die CyberBloc-Glücksfee anschließend den Gewinner des Gerätes aus meinem Produkttest. Mitarbeiter sind vom Gewinnspiel ausgeschlossen.
Das gesamte Redaktionsteam des CyberBloc wünscht euch viel Glück!




















