Zurück zum Mac
Lion, iLife 11, mehr App Store und FaceTime
Ja, Mac OS X wird weiterentwickelt. Und nein, wir werden nicht unser gesamtes zukünftiges digitales Leben in iTunes abhandeln. Trotzdem: iOS Und der Mac wachsen zusammen. Das wird nicht nur dadurch klar, dass in das neue MacBook Air jede Menge iPad einfloss, sondern auch, dass die nagelneue Mac OS X Version, welche auf den Namen „Lion“ hört, Elemente vom iPhone-Betriebssystem aufnimmt. Außerdem hat Apple heute eine aktualisierte Version der iLife-Suite vorgestellt und so ganz nebenbei FaceTime per Download in den Mac integriert.
Mac OS 10.7 „Lion“
Tatsächlich, Apple schraubt trotz des grandiosen iPhone-Erfolges weiter am Mac herum: Was dabei heraus kommt, konnte man anhand des Gezeigten immerhin erahnen: Nicht nur Multitouch-Gesten kommen in Lion mehr zur Geltung, auch in Sachen Benutzbarkeit legt Apple nach: Expose und Spaces werden durch ein neues Feature namens „Mission Control“ ersetzt, was zum einen alle geöffneten Fenster anzeigt, zum anderen allerdings auch Vollbildprogramme hübsch dargestellt auflistet. Jene sollen nämlich ebenfalls zentraler Bestandteil vom Löwen werden. Eine weitere Neuerung ist das so genannte Launchpad, welches Icons der zu startenden Applikationen in einer ähnlichen Darstellungsweise anzeigt, wie dieses auf dem iPad geschieht. Inklusive mehrerer Seiten und der Möglichkeit, Ordner für Apps zu erstellen.
Auch wenn das alles ganz schön anzusehen war, hat mir das richtige Killer-Feature für Lion gefehlt. Ich bin gespannt, was man in Cupertino noch alles aus dem Hut zaubert. Den bisherigen Stand kann man sich auf der Apple-Webseite ansehen.
Der App Store für den Mac
Früher oder später musste das ja kommen: Auch auf dem Mac findet man mit dem App Store bald eine zentrale Anlaufstelle, um den Computer mit Programmen und Spielen zu versorgen. Der Unterschied zum iPhone: Auf dem Mac lassen sich Applikationen auch weiterhin von anderen Datenträger oder per normalem Download installieren. Die Vorteile des App Stores für den Mac liegen natürlich auf der Hand: Auf der einen Seite haben Entwickler mit einem solchen eine ideale Plattform, um ihre Programme anzubieten. Das Problem könnte auf dem Mac allerdings sein, dass Apple auch hier 30 Prozent des Verkaufspreises für sich beansprucht. Bleibt abzuwarten, inwiefern das den Mac-App-Store ausbremsen wird.
Der App Store wird kein zentrales Mac OS X Lion Feature, sondern ist bereits in rund 90 Tagen für Snow Leopard zu haben.
iLife 11
Schon die Versionsnummer hat es verraten: Ein Update zu iLife 09 war längst überfällig. Mit iLife 11 stellt Apple also eine neue Version des Software-Paketes für Hobby-Künstler vor. iPhoto, iMovie und GarageBand kommen mit vielen neuen Funktionen und Verbesserungen daher. Highlights sind zum Beispiel der Fullscreen-Mode von iPhoto, die Filmtrailer-Funktion in iMovie und die an Guitar Hero erinnernde „How did i play“-Funktion von GarageBand. Da sich vermutlich bei Apple schon jemand die Arbeit gemacht hat, sämtliche neue Funktionen aufzulisten, verzichte ich an dieser Stelle darauf und verweise auf die Apple-Webseite. Kostenpunkt für das neue iLife: Günstige 49,99 Euro.
FaceTime für Mac OS X
Auch darüber hat man schon im Vorhinein gemunkelt: Ab sofort kommt der Mac – eine WLAN-Verbindung vorausgesetzt – zum Kreis der FaceTime-Geräte hinzu. Das praktische ist, dass man nicht nur von Mac zu Mac mit Bild telefonieren kann, sondern vom Mac aus auch iPhone 4 oder iPod touch der vierten Generation erreichen kann. Und das völlig kosten- und problemlos. Eine Beta von FaceTime für den Mac ist bereits auf der Apple Webseite kostenlos verfügbar. Ich habe das Tool bereits getestet und sowohl von Mac zu Mac als auch von Mac zu iPhone funktioniert das Videofonieren großartig. FaceTime ist für mich das Highlight des Abends!








