Zurück im Leben!
Mac reanimiert, ich reanimiert…
Vor rund zwei Wochen berichtete ich über die tragische Tatsache, dass ich meinen Mac zum Apple Service Provider geben musste, weil das Display sich mitten im Betrieb verabschiedet hat. In der ersten Woche hatte ich mit dem Fehlen des MacBook Pros nun gar keine Probleme, da ich mich für eine Hüftoperation ins Krankenhaus habe einbuchen lassen. Natürlich nicht ohne Computer und UMTS-Stick, mangels Platz im Fünfbettzimmer habe ich allerdings nur das Netbook in die Reisetasche zwischen Trainingsanzug und Zahnbürste gesteckt.
Doch als ich nach fünf Tagen wieder nach hause durfte, fing ich an, den Mac zu vermissen. Denn wenn man das Netbook als Hauptrechner am Bildschirm betreibt, fällt einem schon auf, wie langsam der schon etwas in die Monate gekommene Single-Core-Atom doch ist. Das Macbook Pro fehlt einfach. Auch wenn Windows 7 Professional auf dem Netbook gar keinen schlechten Job macht und ich mir mit dem Lenovo S10-2 HD für den Krankenhausaufenthalt ein schönes neues Spielzeug gegönnt habe, habe ich in der letzten Woche jeden Tag auf den Anruf des Service-Providers gehofft. Und er kam und kam nicht. Dann, Samstag Morgen, 11:40. Uhr. Das iPhone klingelt, eine unbekannte Essener Nummer weckt mich aus dem Schlaf! Egal, vielleicht sogar gut. Ja, tatsächlich gut! Der ASP ist am Telefon und teilt mir mit, dass ich meinen Computer abholen kann. Ziemlich genau 14 Tage hat die Angelegenheit nun gedauert. Nicht auszudenken, wie lang mir die Zeit vorgekommen wäre, wenn ich zu Hause die ganze Zeit hätte mit dem Netbook arbeiten müssen.
Ganz ehrlich, ich mag Apple. Aber eigentlich ist das bei solch hochpreisigen Geräten doch kein guter Service, wenn man im Falle eines Defekts satte zwei Wochen auf seine Hardware warten muss. Zumindest ein Leihgerät – es muss ja nicht unbedingt ein MacBook Pro sein – wäre hier angebracht. Schließlich hat nicht jeder ein oder mehrere Ersatz-Computer zu Hause, um daran zu arbeiten. Und Apple wird wohl das erste Unternehmen sein, dass mir zustimmt, wenn ich behaupte, dass man seinen Computer zwar nicht unbedingt täglich, aber alle paar Tage einmal braucht. Und sei es nur, um etwas nachzuschauen, E-Mails zu checken oder einen Job zu erledigen. Es geht jedenfalls nicht ohne. Und genau deshalb kann ich nicht nachvollziehen, wieso Apple auf ein Support-System setzt, bei dem Kunden, die mehrere tausend Euro für ihre Computer ausgeben, Wochen auf Reparaturen warten. Übrigens: An meinem MacBook Pro war das Display defekt und dieses wurde getauscht. Das kann ja eigentlich auch nicht so ewig dauern.
Ich hoffe einfach, dass ich mit meinen Geräten jetzt erst einmal ganz, ganz lange Ruhe habe und mein MacBook Pro von Defekten verschont bleibt. Trotzdem überlege ich momentan ernsthaft, auf einen Apple Care Protection Plan zurückzugreifen, um einer teuren Reparatur nach Ablauf der Garantiezeit zu entgehen. Denn als ich gesehen habe, wie viel Geld dieser Apple Service Provider pro Arbeitsstunde im Reparaturfall ohne Garantieleistungen nimmt, wusste ich nicht, ob ich lachen oder weinen soll: Satte 119 Euro die Stunde! Ein Austauschdisplay gibt Apple mit Sicherheit auch nicht zum Spottpreis ab und so sollte man für eine solche Reparatur einen ordentlichen Batzen Geld auf der hohen Kante liegen haben.
Jetzt bin ich sowohl körperlich als auch technisch wieder einsatzbereit – zumindest um meine Zeit mit Tippen zu vertun – und werde nun zum Beispiel endlich dazu kommen, die vor rund zwei Wochen eingetrudelte Apple Magic Mouse auf Herz und Nieren zu testen. Bisher macht sich das gute Stück ganz gut, auch wenn die Euphorie ein wenig verflogen ist. Denn der helle Nager hat auch seine Schattenseiten. Und natürlich werde ich auch noch ein paar takte zu meinem neuen Netbook, dem Lenovo Ideapad S10-2 mit HD-Display mit einer Auflösung von 1.280 x 720 Pixel sagen, dass das S10 nun in Rente geschickt hat.








