posterous vs. WordPress
Easy blogging…
Obwohl ich mein Blog eigentlich auf WordPress pflege, reizte mich die Startseite von posterous, weil alles so unverschämt einfach klang. Und so sollte es wenigstens mal getestet werden. Die Anmeldung ist tatsächlich so einfach wie beschrieben. Name, Passwort, Email-Adresse, Fertig. Sonst nichts. Einmal per Mail bestätigen und gut. Im Verhältnis zu anderen Portalen, die bis zu meiner Schuhgröße ungefähr alles wissen möchten, wirklich sehr sympathisch. Der Vorteil von posterous ist ganz klar, dass man wirklich alles per Mail machen kann. Es ist fast eine Art „Twitter für mehr Zeichen“. Man nehme eine Thema, schreibe seinen Text dazu mit seinem üblichen Mailprogramm, hänge eventuell noch ein Bild, Video oder MP3 an, schickt es an sein Blog und es steht.
Gerade, wenn man unterwegs ist, eigentlich perfekt, da man nicht erst eine Seite laden muss und den ganzen „Heck-Meck“. Dazu kann man noch einstellen, ob der Betreff und der Link zu dem frisch gebloggten Beitrag direkt an Twitter, Facebook oder auch WordPress und viele andere Seiten geschickt werden soll. Wenn einem danach ist, kann man seinen Beitrag übrigens auch ganz „old-school-mäßig“ im Web schreiben.
Hört sich alles toll an. Aber es gibt auch kleine Haken: Im Gegensatz zu WordPress (leider kann ich es nicht mit anderen Blog-Seiten vergleichen, da ich nur dieses kenne und tatsächlich sehr mag), kann man bei posterous keine Posts speichern. Hier und jetzt, schreiben und veröffentlichen ist die Devise. Dementsprechend gibt es auch keine „Voransicht“ in dem Sinne, sondern „nur noch“ die Option, den Text privat zu veröffentlichen und mit einem Passwort zu schützen. Ein weiteres Defizit ist die Blog-Statistik, die zwar anzeigt, wie viele Leser auf die Seite gekommen sind, nicht aber woher, durch welchen Suchbegriff, wann oder wohin sie geklickt haben.
Ja, es ist unendlich einfach, wirklich easy, aber auch genau so simple in seiner Aufmachung und seinen Funktionen. Für das Layout gibt es ein paar Vorschläge, die auch eher einfach gehalten sind. Für Leute, die spontan und schnell Texte schreiben und sie sofort über viele Kanäle verbreiten wollen genau das Richtige. Für mich, die gerne schreibt und noch mal eine Nacht drüber schläft, leider nicht.








