Neuer Name, neue Funktionen? Office 365, also die Kombination aus Microsofts Online- und Offline-Diensten wie Word, Excel, PowerPoint, Outlook, OneDrive oder Skype, heißt ab dem 21. April 2020 Microsoft 365. Mit dem neuen Namen gibt es auch ein paar Neuerungen, vor allem in den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI) und Cloud.
Doch was ändert sich für euch als Nutzer und was steckt hinter den beiden Modellen Microsoft 365 Single sowie Microsoft 365 Family? Hier kommt die Antwort!
Microsoft 365 Single & 365 Family – was steckt dahinter?
Bis jetzt gab es zwei Abo-Modelle von Office 365 für Privatanwender. Aus Office 365 Personal wird nun Microsoft 365 Single, während Office 365 Home Microsoft 365 Family heißen wird. Der Preis bleibt mit 69 Euro beziehungsweise 99 Euro pro Jahr exakt gleich, die Funktionen werden allerdings erweitert. So soll euch Microsoft 365 eine noch produktivere und sichere Zusammenarbeit sowie einen besseren Austausch ermöglichen – egal welches Endgerät ihr gerade nutzt.
Microsoft 365 Single
Diese Lösung ist für eine einzelne Person gedacht. Das heißt, es gibt einen Zugang dazu, der geräteübergreifend, also auf bis zu fünf eigenen Geräten, genutzt werden kann.
Microsoft 365 Family
Dieses Modell richtet sich an Familien oder Gruppen von bis zu sechs Personen. Hier wird es zusätzlich zu den neuen Features auch noch eine Family Safety App geben, die vorerst ab Sommer 2020 im Zuge einer Vorschau-Phase für eine limitierte Anzahl an Nutzern zur Verfügung stehen wird. Dabei kann beispielsweise die Bildschirmzeit der Kinder verwaltet, das Aufrufen einzelner Internetseiten verboten oder erlaubt und der Standort des Kindes getrackt werden – alles nach digitaler Zustimmung des Kindes.
Microsoft Editor, Teams & Co: Neue Features im Überblick
Es gibt einige Funktionen, Tools und Features, die beim neuen Paket Microsoft 365 zu den üblichen Programmen, Apps, zu Cloud und Co. hinzukommen:
Neue Funktionen im Microsoft Editor
Für mich als Redakteurin ist dieses neue Feature besonders spannend. Dank der Unterstützung von KI hilft der neue Microsoft Editor neben der bereits bekannten Grammatik- und Rechtschreibprüfung dabei, den Schreibstil zu verbessern. Der Editor wird dazu in Word geöffnet und schlägt dann stilistisch schönere Redewendungen oder Worte vor. Zudem ist es möglich, den Text auf Plagiate zu testen und gegebenenfalls ein Zitat einzufügen.

Microsoft Teams für Privatanwender
Teams wird aktuell vor allem im Businessbereich genutzt, um zu chatten, Videokonferenzen abzuhalten oder sich auszutauschen. Das wird mit Microsoft 365 ab Herbst 2020 auch für Privatanwender über die mobile App möglich. Das heißt, ihr könnt die iOS- oder Android-App auch privat für Gruppenchats, Videoanrufe, Listen, Zeitpläne oder Datenaustausch nutzen.
Neue Design-Möglichkeiten & -Vorlagen in PowerPoint, Excel & Word
In den Office-Anwendungen werden euch mit Microsoft 365 neue Fotos, Schriftarten, Symbole, Formatvorlagen und zum Beispiel auch Looping Videos, also Videoschleifen, zur Verfügung stehen. Ihr könnt ab dem 21. April viele neue Designs ausprobieren, um euer Dokument attraktiver und spannender zu gestalten.

PowerPoint Presenter Coach
Das kennen wahrscheinlich viele von euch: Man ist bei einer Präsentation so aufgeregt, dass man gar nicht merkt, wie schnell man spricht, dass die Stimme immer höher wird oder Grammatikfehler entstehen. Hierbei hilft Microsofts neuer PowerPoint Presenter Coach, der euch über das Mikrofon beim Präsentieren zuhört und dank KI Feedback sowie Vorschläge zu eurem Vortrag macht. Diese Funktion wird aktuell nur in englischer Sprache ausgerollt.
Neues vom Browser Edge
Auch der Edge-Browser bekommt einige neue Funktionen spendiert. Damit bei vielen gleichzeitig geöffneten Tabs der Name des Reiters noch lesbar bleibt, lassen sich die einzelnen Tabs beispielsweise auch in einer vertikalen Seitenleiste untereinander anzeigen. Zudem wird es eine optionale Funktion namens Password Monitor geben. Diese soll beim Speichern eines Passworts davor warnen, ob dieses nicht schon auf einer Datenleak-Liste eines Hackers im Darknet aufgetaucht ist.
Geldverwaltung via Excel
Wie viel hast du letzten Monat insgesamt ausgegeben und wie viel davon für Lebensmittel? Diese Zahlen haben wohl nur die wenigsten im Kopf, obwohl sie es gerne hätten. Um den Nutzern einen besseren Überblick über Einnahmen und Ausgaben zu verschaffen, wird es bei Microsoft 365, genauer gesagt bei Excel, ein neues Feature namens Money in Excel geben. Die Funktion, die vorerst nur in den USA verfügbar ist, überträgt dank einer Verbindung zum Bankkonto, sämtliche Aus- und Eingänge sowie Kontostände und erstellt daraus übersichtliche Grafiken.

Was passiert mit aktuell laufenden Office-365-Abos?
Ihr nutzt aktuell schon Office 365 im Abo? Dann ist es ganz einfach. Ihr selbst müsst gar nichts ändern, sondern werdet automatisch auf das neue Microsoft 365 umgestellt. Das heißt, ihr könnt weiterhin wie gewohnt alles, was ihr von Office 365 kennt, nutzen – einschließlich Office-Anwendungen, Cloud-Services, OneDrive-Cloud-Speicher inklusive einem Terabyte Kapazität pro Person und der 60 Skype-Minuten für Anrufe ins Mobilfunk- und Festnetz. Auch die erweiterten Sicherheitsfunktionen sowie laufender technischer Support stehen euch zur Verfügung. Alle angekündigten, neuen Funktionen kommen nach der Umstellung automatisch hinzu.
Ab wann kann ich die neuen Features nutzen?
Die neuen Office-Features könnt ihr seit dem 30. März nutzen, wenn ihr bereits Office 365 gekauft habt. Am 21. April 2020 werden dann Microsoft 365 Single and Family-Abonnements weltweit verfügbar sein. Neue Abonnentinnen und Abonnenten können sich ab diesem Zeitpunkt auch für eine kostenlosen Testmonat anmelden.













