Nokias Strategie: Navigation für Alle
Der schrumpfende Marktführer unter Druck
Nachdem Nokia zum Anfang des Jahres die eigene Navigationslösung (Ovi Maps) für aktuelle S60-Modelle kostenfrei zur Verfügung stellte, geht der Hersteller aus Finnland konsequent den nächsten Schritt und bietet die erwähnte Routen-Lösung nun auch für ältere S60- und Nicht-S60-Endgeräte zu vergünstigten Preisen an. Leider konnte sich Nokia nicht dazu durchringen, die Dienstleistung komplett kostenfrei der eigenen Kundschaft anzubieten. Die Preise für die Navigation (Karten und Staumeldungen) wurden – wie eingangs schon bemerkt – lediglich im Preis gesenkt, ab sofort wird hierfür ein mehr oder weniger symbolischer Betrag von drei Euro im Monat oder 10 Euro im Jahr fällig.
Nachdem Nokia Anfang des Jahres die eigene Navigationslösung (Ovi Maps) für aktuelle S60-Modelle kostenfrei zur Verfügung stellte, geht der Hersteller aus Finnland konsequent den nächsten Schritt und bietet die erwähnte Routen-Lösung nun auch für ältere S60- und Nicht-S60-Endgeräte zu vergünstigten Preisen an. Leider konnte sich Nokia nicht dazu durchringen, die Dienstleistung komplett kostenfrei der eigenen Kundschaft anzubieten. Die Preise für die Navigation (Karten und Staumeldungen) wurden – wie eingangs schon bemerkt – lediglich im Preis gesenkt, ab sofort wird hierfür ein mehr oder weniger symbolischer Betrag von drei Euro im Monat oder 10 Euro im Jahr fällig.
Zum Vergleich: Bisher kosteten die Navigations-Lizenzen zwei Euro am Tag, acht Euro im Monat bzw. 60 Euro für ein gesamtes Jahr. Insgesamt gesehen ist Nokia auf einem guten und richtigen Kurs mittels kostenfreier, respektive kostengünstiger Dienstleistungen die eigene Marke zu stärken. Die Frage bleibt, ob der Käufer diesen Schwenk auch mit höheren Verkaufszahlen der Hardware honorieren wird. Navigation als Dienstleistung und Produkt ist innerhalb der letzten 12 Monate im Wert sehr gefallen (man vergleiche hierzu die Preise der entsprechenden Anbieter wie TomTom und Co) und wird mittelfristig bei allen Handyherstellern kostenfrei oder kostengünstig in Erscheinung treten, auch die Mobilfunkkonzerne selbst werden sich die Butter nicht vom Brot nehmen lassen und ihren Kunden eigene Navigationslösungen anbieten.
Somit positioniert sich Nokia lediglich als Trend-Führer, muss aber langfristig zusätzliche Anstrengungen aufbringen, dies dem Kunden auch erfolgreich zu vermitteln um Kapital daraus zu erwirtschaften. Dies ist auch für den aktuellen Marktführer Nokia eine neue Herausforderung, denn die Anteile am Gesamtmarkt schrumpfen bzw. stagnieren.
Wie Nokia jetzt am letzten Freitag bekannt gegeben hat, wurde der Markanteil in 2009 von 38 Prozent auf 34 Prozent nach unten korrigiert. Verantwortlich für diese notwendige Korrektur der Zahlen war eine neue Gesamtschätzung des Mobilfunkmarktes. Vor allem Nachbauten aus Fernost erhöhten die Anzahl der verkauften Geräte im Gesamtmarkt. So wurden 2009 anstatt der bisher geschätzten 1,14 Mrd. Mobiltelefone mehr als 1,26 Mrd. Stück verkauft. Folgerichtig reduziert sich anteilsmäßig auch der Marktanteil für den finnischen Hersteller. Für 2010 geht Nokia daher von einem konstanten Marktanteil nach Stückzahlen aus, der Marktanteil nach Umsatz soll dagegen leicht steigen.








