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von Thomas Holecek

· 5 min Lesezeit

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Wer kennt Sie nicht, die Buttons und Social Bookmarks von Webshops, Blogs und Fanseiten. Yigg me, digg me, it’s just delicious. Ich kann es nicht mehr ersehen wie die Anbieter explodiert sind und die SEO-Fanatiker ihre Seiten mit den bunten Buttons und Icons vollkleistern, wie eine Heuschreckenplage über ein Kornfeld hereinbricht. Aber ich will mich hier und heute mal auf das Social Bookmark von Facebook beschränken, welches man mittlerweile auf nahezu jeder Page im Web findet. Ist FB die größte Heuschrecke am Horizont, die alles vertilgt? Eine neue mutierte Wüstenheuschrecke, die sich wie das originale Insekt nicht nur von Nordafrika bis in die Steppen Kasachstans und Indien erstreckt, sondern rund um den Globus?
The story of your life? Zuckonit!
Der Tischkultur folgte die Netzkultur und jetzt haben wir den Vorspeisensalat: Heute gibt’s sicher selten ein „perfektes Dinner“ ohne das einer die Facebook App aus dem eben der Hosentasche entsprungenem Smartphone antippt um über den neusten Tratsch vom Schwager eines bekannten Freundes, dessen Kollegen aus der alten Arbeit von Anno dazumal zu berichten. „facebook me“ macht’s möglich, aber wehe man hört in den Medien wieder was zum Thema „Datenskandal“ bei Facebook.

„Geliked“ ist schnell, die Empörung in den Medien noch schneller zu lesen. Dabei fängt der Datenschutz bei jedem selbst an. Hast du in der Schule deinem Banknachbarn erzählt das die Neue in der Klasse ziemlich süß ist und du dich in Sie verknallt hast, war das ab und an verhängnisvoll und kostete den ein oder anderen roten Kopf oder blöden Kommentar in der nächsten Pause. Okay, was lernt Mäxchen daraus? Datenschutz fängt bei uns an, denn was du im Internet nicht postest, kann auch keiner lesen und speichern und man sollte sich gut überlegen wem man was berichtet.

Seiten wie Facebook sind also nicht die Heuschrecke, sondern die Kornfelder und das von FB schmeckt uns Usern eben besonders gut. Und auch wenn Privatsphäre-Einstellungen oft komplex und für „drauf los Schreiber“ nicht bekannt sind, liegt es doch am Nutzer selbst welche Inhalte er einstellt und mit wem er diese teilt. Das „kranke Szenario“ das ich in einer privaten Nachricht meiner Cousine mitteile, das ich mir eine Erkältung eingefangen habe und auf der nächsten Seite die „Gute Preise, Gute Besserung“-Werbung aufpoppt oder ein Gutscheincode im FB-Postfach für das Grippemittelchen auftaucht, erwarte ich trotzdem jeden Tag. Und da wie so oft das Mäxchen nicht aus seinen Fehlern gelernt hat, lernt Max es nimmer mehr und postet fleißig über „Dies & Das“ bis es ihm mal auf die Füße fallen kann.

Längst sollte man verinnerlicht haben, dass es keine Abgrenzungen gibt, denn die „Digitale Persönlichkeit“ erscheint in einem Licht, dass der Leser interpretiert. Private Profile mit Hinweis auf den Beruf zum Beispiel, geben automatisch eine berufliche Note ab und bilden Urteile wie: „Ja war ja klar, dass die Friseuse sein muss mit der Frisur…WAS, der ist im Vorstand unserer Firma, schaue doch mal wie der hier schreibt, ALTER!“ Und das der „Beitrag entfernen“-Button noch lange kein „löschen vom Server“ bedeutet, sollte dem Webuser 2.0 auch klar sein. – And the Story goes on – Tipps zum Social Networking gibt’s zu Hauf im Internet, doch wie so oft, beachtet Sie keiner, denn wer achtet schon zum Beispiel auf die „geschriebene“ Aussprache im eigenen Wohnzimmer?

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Dennoch bin ich selbst bekennender Facebook-NUTZER!
It’s free and always will be! Nein, ich als FB-User finde zielgerichtete Werbung, die ich erlaube und der ich vorher zustimmen und später auch widerrufen kann, spitzenmäßig und seit langem innovativ. Gern bookmarke ich eine Page die mir gefällt oder „like it“ bei FB direkt um mich als Fan zu outen bzw. zu offenbaren. Denn so muss ich mir als Mann keine Werbung zu irgendwelchen Frauenprodukten oder dem neusten Lego antun, sonder kann getrost dem nächsten Cyberportknaller entgegenfiebern und mich über die neusten Produkttests und Reviews aus dem Cyberbloc schon bei Facebook informieren und das ganz automatisch auch ohne Werbeanzeigen wenn man seine Interessen und Lieblingsseiten abonniert oder FB verrät.

Und genau das haben auch die Firmen erkannt. Internetuser verbringen mehr Zeit auf FB als irgendwo anders. Hattest du früher noch eine Startseite, bist du jetzt als erstes bei FB und hast es immer parallel offen. Ist Facebook selbst schon zum Umsatzmagnet wie Apple oder Amazon weltweit geworden, erkennt man gerade einen neuen interessanten Trend. Ja, eine Wende im ewigen Werbe- & Marketingmarkt. Haben noch vor Monaten die Unternehmen sich beeilt Facebook in Ihre Seite zu integrieren, ist der Zenit längst übersprungen und nun integriert man sich als Unternehmen in Facebook. Ja, aus so einem Kornfeld kann schnell ein ganzes Imperium ernährt werden, das erkannten schon die Römer. Doch auch die Römer und jedes andere große Reich, wie auch dass des Karl des Großen, fanden Ihr Ende in der Weltgeschichte. So, how will the Story of the Facebook Life end? Ich bin sicher, ich werde das Ende der FB-Timeline noch erleben dürfen, oder zumindest das Rinnsal des einstigen mächtigen Baches von Anno 201X betrachten, während ich und wir alle auf einer anderen Welle eines anderen Flusses surfen. Aber jetzt leben wir im Facebook-Zeitalter und sollten die Vorteile genießen die wir alle schon so schätzen.

Lassen wir uns den Spaß am Social Networking nicht verderben von miesepetrigen Datenschützern die auch nur um Aufmerksamkeit ringen und in allen Möglichkeitsformen des Konjunktivs vorm Weltuntergang der Privatsphäre schreiben, denn den eigentlichen Datenschutz hat man selbst in der Hand. Das bunte Gewimmel der Icons in Onlineshops und Newsportalen wird auch wieder verschwinden und sich auf die wesentlichen selektieren und der Fokus sich vor Allem auf den Interessent und Käufer konzentrieren, damit der User schnell & unkompliziert sowie Barriere-Frei online einkaufen kann. Vorbildfunktion zeigt hier definitiv der Cyberport-Onlineshop. Trendig, informativ, zielgerichtet und nicht überladen, vermittelt er ein Shoppingerlebnis, statt nur eine simple Bestellung. Man muss auf keine extra Seiten ausweichen um mehr über das Produkt zu erfahren wie Tests, Reviews oder Bewertungen.

Fazit
Steigst du noch von anderen Seiten in Facebook ein oder nur noch von FB in andere Seiten? Bist du beruflich vielleicht noch SEO 2.0 oder schon SMO 1.0? Poste öffentlich nur was du bereit bist auch lauthals und nackt auf dem Dorfplatz deiner Gemeinde zu verkünden, dann klappt‘s auch mit dem Nachbarn noch am Gartenzaun, nachdem er deine FB-Posts gelesen hat, oder eben deine Posts über ihn nicht gelesen hat, dank den richtigen Einstellungen in der Privatsphäre.

Kommentare

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Gepostete Kommentare

Daniel 20.10.2011, 15:47 Uhr

Ein sehr intensiver und realer Text der mir persönlich sehr gut gefällt auch wenn ich zugeben muss das die obere Hälfte dann doch etwas zu krass geschrieben ist. Gerade die so genannten „drauf los Schreiber“ werden kaum versteh was du damit sagen wolltest. Zum Glück wird es später dann doch noch eindeutiger. Für mich jeden Fall ein sicherer Grund für ein "like" da ich mit dem Text zu 100% überein stimme. Nicht Facebook ist verantwortlich über das was User schreiben, sondern der User selbst entscheidet was er schreibt! Viele Grüße Daniel

Thomas 20.10.2011, 20:19 Uhr

Guten Abend Daniel, danke für deinen Kommentar. Es ist schön zu lesen, dass du trotz kleiner Kritik das Gesamtpaket stimmig findest und meine Meinung zum Thema Datenschutz bei Facebook teilst. Überträgt man das Thema auf den Straßenverkehr, so ist es ja auch so, dass wir alle, oder zumindest die meisten von uns, das Fahrradfahren gelernt haben in Kindertagen, den Umgang und die Risiken im Umgang mit dem Pedalpferd kennen. Anders sieht das in Social Communities aus, hier hat es keiner von uns direkt gelernt, die Anmeldung geht schnell und private Daten werden aus der Hand gegeben. Die direkten Risikien oder einen korrekten Umgang mit Privatsphäreeinstellungen kennen die wenigsten "Normal-User / GelegenheitsSocialNetworker", da der kleine und mager daherkommende Leitfaden zu den Einstellungen schnell überlesen oder weggeklickt wird, herrscht meistens ein wahrer Informationsmangel zu diesen essentiellen Einstellungen. Da man mit dem Auto bekanntlich schneller unterwegs ist, benötigt man dafür einen Führerschein. Einen sogenannten Internetführerschein oder Social Network Führerschein gibt es nicht wirklich. Wir halten also analog fest, wir haben weder das Social Networking gelernt, noch wurden wir darin in irgendeiner Form direkt eingewiesen oder ausgebildet. Wir sind auf uns allein gestellt und nehmen die Rolle des Entdeckers gerne ein. Bloß wo ihm Facebook-Dschungel lauern die „Fallen“? Der gesunde Menschenverstand sollte uns hier eigentlich schützen (wie auch im normalen Leben), in neuen Situationen wie beispielsweise ein Online Profil bei Facebook zu führen, vorher darüber nachzudenken was man von sich preisgibt, bzw. (und jetzt wird es meiner Meinung nach auch richtig Interessant!) was man über Andere (Familie, Freunde, Bekannte, Kollegen etc.) bekannt gibt. Gern verlinke ich selbst meine Freunde auf Bildern, oder poste mit Wem ich Wo gerade bin, um wiederum andere Freunde zu informieren und die Möglichkeit anzubieten digital teilzuhaben oder real mit vorbeizukommen. Wenn ich allerdings keinen "Filter" gesetzt habe um z.B. die Öffentlichkeit nicht teilhaben zu lassen und/oder vorher nicht darüber nachdenke, kann ich auch schnell jemand mit einer Verlinkung oder einem Kommentar bloß stellen „Guck mal wie der Max besoffen war auf der Party". Sein Chef oder gar die daheim gebliebene Ehefrau finden so manchen Kommentar sicher nicht lustig oder gar peinlich. Entscheidend sind hier die richtigen Filtereinstellungen und der eben schon angesprochene gesunde Menschenverstand. Wenn man selbst der Meinung ist, man mag sich halbnackt auf einem Foto oder in unangenehmen Situationen preisgeben, dann soll dies so sein, es ist ja für manche auch ein Ausdruck der Persönlichkeit, oder auch „Lifestyle“...der anderen Art. Und wer die Funktion "Verlinkung nicht zulassen" oder dergleichen nicht kennt, der hat dann oft verpennt. Daher: Augen auf beim Posten und vorher mal kurz nachdenken ob das jetzt angebracht ist was man zum Besten geben will, das ist wie ich meine eine gute Faustregel für den Gelegenheits-Nutzer eines Social Networks wie Facebook. Es grüßt, Thomas

Daniel 20.10.2011, 22:10 Uhr

Eine Art Führerschein fürs Socialing wäre nett aber hätte kaum Erfolg. Wen dies wirklich interessiert der würde auch die Einstellungen richtig setzten oder sich vorher Gedanken machen wem er was teilt oder überhaupt veröffentlicht. Das Problem sind leider die Personen die erstmal alles weg klicken.. Hauptsache sofort loslegen. Den würde der Führerschein auch nicht helfen da sie eh immer "schwarz" fahren. Etwas Aufklärung bei Kindern wäre nett, aber für die gibt es schon viele gute Seiten oder Programme die die Kinder auch nur auf "sichere" Seiten lassen. Bei allen anderen sollte man Verstand voraussetzten. Aber das sagtest du ja passend in dem Satz: "Daher: Augen auf beim Posten und vorher mal kurz nachdenken ob das jetzt angebracht ist was man zum Besten geben will, das ist wie ich meine eine gute Faustregel für den Gelegenheits-Nutzer eines Social Networks wie Facebook." Viele Grüße, freu mich auf weiteres vom Cyberbloc ;) ich lass übrigens mein Senf auch ab und zu im Internet, oft als Foto: www.basterus.de

WolfGP 25.10.2011, 21:23 Uhr

Hallo Thomas Holecek, Sie schreiben, "„Geliked“ ist schnell, die Empörung in den Medien noch schneller zu lesen. Dabei fängt der Datenschutz bei jedem selbst an." Das meinen Sie doch nicht ernsthaft, Sie stellen die Facebook-Datengier ja auf den Kopf. Die Empörung in den Medien beruht darauf, das völlig Unbeteiligte die z. B. nur diese Seite besuchen und nichts mit Facebook zu tun haben von eben dieser Heuschrecke getrackert werden, auf US-Server die nicht den dt. Datenschutzrichtlinien unterliegen. Ich glaube nicht das Sie den Datenschutz nicht richtig verstanden haben. Sie werden für Positiv- Facebook-Artikel bezahlt?! Um sich vor Facebook zu schützen blockt man mit seiner Firewall *://*.facebook.com/plugins/* und *fbcdn* MfG WolfGP

Thomas Holecek 26.10.2011, 08:19 Uhr

Vielen Dank für die Kritik WolfGP, aber ich möchte schon am Anfang meiner Antwort vorweg greifen und mitteilen das ich weder von Facebook noch jemand Anderem für die Ausrichtung dieses Artikels bezahlt wurde und dieser Ausschließlich meine persönliche Meinung wiedergibt. Nun zu Ihren nicht uninteressanten Erhebungen: Facebook sammelt sicherlich Daten der User und wertet diese an Hand von verschiedenen Algorithmen aus. Auch Daten von Seitenbesuchern ohne Konto werden getracked und es wird versucht über diverse Auswertungen eben jene Daten einer Person, Region oder Interessensgemeinschaft zuzuordnen. Die Daten werden katalogisiert und permanent von FB selbst intern genutzt um Vorgänge zu optimieren oder eben gewisse Verknüpfungen herzustellen die wiederum anderen Attributen zugeordnet werden, welche sich aus dem Surfverhalten des Users ergeben. Alle in Europa gesammelten Daten unterliegen meines Wissens allerdings auch europäischem Recht, da hier nicht relevant ist wo eine Firma die Daten speichert, sondern wo Sie erfasst werden. Dies dürfte in diesem Fall der Firmensitz in Dublin sein, da die der Sitz in Hamburg nur ein Vermarkungsbüro ist. Anwendbar sollte hier also zumindest europäisches Datenschutzrecht sein, nötigenfalls das Irische. Die Zugreifbarkeit der Behörden auf die Datenserver in U.S. sei hier allerdings dahingestellt. Zustimmen kann ich Ihnen allerdings nicht das es noch "völlig Unbeteiligte" Internet User gibt, denn wer im Internet surft oder auch nur eine eMail versendet wird auch getracked, dies sollte mittlerweile eigentlich jedem klar sein. Anders ist das Internet gar nicht nutzbar. Google, die Webmaildienste, sogar der eigene Provider: alle erfassen Daten im mehr oder weniger großen Stil, werten diese aus und machen Sie sich für eigene Aktionen und deren Optimierung zu nutze. Selbst Ihr Internetmail Anbieter „M..B..“ verweist in seinen Datenschutzrichtlinien auf die Verwendung von Cookies und Google Analytics und überträgt diese Daten direkt auf einen Server in den USA und Sie gestatten ebenso die Weitergabe der erhobenen Daten an Dritte. Wenn Sie also Gegner von solchen „Datenmonstern“ sind, dürften Sie eigentlich Ihren Maildienst nicht mehr nutzen. Damit möchte ich eigentlich nur zum Ausdruck bringen das eine Internet Nutzung ohne Spuren zu hinterlassen praktisch nicht möglich ist und wir die Daten leider aus der Hand geben und andere darüber verfügen lassen. Wenn ich durch die Innenstadt gehe, im Parkhaus einparke oder mir meine Flasche Wein im Supermarkt kaufe, woher weiß ich denn was die Betreiber mit den Videobändern machen, oder die Kreditkartenfirma oder meine Bank an Hand der Abrechnungen und was diese alles auswerten? Meine Weinsorte? Welche Textilmarken ich bevorzuge? Dieses Thema ist ein weites Feld und die sogenannten Heuschrecken sitzen überall, nicht nur im Internet. Daten werden überall erfasst, deren Auswertung und Missbrauch kann nur der Gesetzgeber regeln. Das hier Nachholbedarf in allen Lebenslagen des Bürgers besteht, ist jedem klar. Der aktuelle Druck auf Facebook auch von den deutschen Behörden wächst, wie derzeit am Ultimatum in Hamburg zu sehen. Daher nochmal kurz zu Facebook: Hier betreibt man jene angekreidete Datenerfassung halt im gigantomanischen Bereich, allein dadurch hat die Firma einen noch gigantischeren Marktwert erreicht der stetig wächst. Dieses Potential an erfassten Daten erkennen Investoren, Industrie und auch Staaten. Wozu FB diese ganzen Daten sammelt und ob nicht sogar der Gesetzgeber selbst sich aus diesem Datenpool zukünftig bedienen will (oder schon dabei ist?!), das ist alles Spekulation, denkbar ist Vieles, gerade in Zeiten des Bundestrojaners und dem Ankauf von Steuer-DVDs am Beispiel Deutschland. Allerdings kann man hier erst den Hebel ansetzen wenn diese gesammelten Daten auch missbraucht werden, aber dazu, was Datenmissbrauch ist und was nicht, darüber hat jeder Mensch und Bürger eine andere Meinung, ebenso die Gesetze der verschiedenen Staaten und Gemeinschaften. Zurück zu meinem Artikel: Dieser bezog sich ja eher darauf den Lesern zu vermittelten, das man gewisse sensible Daten nicht erst herausgibt, also Dinge und Daten die man wissentlich postet und verbreitet. Ich wollte zum Ausdruck bringen das die wissentliche Weitergabe von Daten an Facebook und an die FB-Gemeinschaft von jedem Selbst überdacht und überwacht werden sollte. Die Problematik der „Like Buttons“, Ortsangaben und diversen anderen „Tags“ habe ich vorerst nicht beleuchtet, da dies ein sehr komplexes Thema ist und auch sehr viel Raum für Spekulationen bietet. Jedenfalls möchte ich mich für die kurze Darstellung Ihrer Sicht zu dem Thema und meinem Artikel bedanken, andere Blickwinkel und Meinungen schaffen immer einen interessanten und vielfältigen Eindruck. Wer sich vor den FB Plugins schützen mag, dem seien Ihre Tipps ans Herz gelegt oder folgender Link: http://webgraph.com/resources/facebookblocker/ Es grüßt, Thomas

Daniel 26.10.2011, 08:56 Uhr

Ich glaub das läuft etwas aus dem Ruder... Thomas ich geb dir natürlich weiterhin vollkommen Recht aber muss dazu mal etwas sagen.. Wenn hier von Daten und Spuren geredet wird die nicht registrierte Nutzer hinterlassen sollte man auch Klar stellen das weder Name, Adresse, noch Bilder, Kontoinfos oder dergleichen damit gemeint sind. Ich betreibe selber ein kleinen Blog und weiß was es bedeutet Daten auszuwerten. Aber es können ausschließlich Informationen erfahren werden die der User selber sendet. Und dazu gehört sehr oft die Browserversion, das Betriebssystem(ohne Details) sowie der ungefähre theoretische Standort. Und mit dem Standort wird nicht zwangsläufig der richtige gezeigt da der Punkt gemeint ist wo die erste Verbindung zum Internet besteht. Das heißt der erste große Server. Wenn überhaupt kann so eine Stadt ermittelt werden. Stadtteil oder Strasse ist ausgeschlossen. Sollte man dann noch über ein Proxy im Internet sein kann auch Taiwan als Adresse da stehen. Und selbst diese Informationen lassen sich noch sehr leicht verfälschen wenn man dies möchte. Ich denke jeder Einkauf mit einer EC-Karte hinterlässt mehr Spuren und Daten wie alle Internetseiten zusammen. Das sollte man mal relativieren! Während eine Internetseite eventuell erfährt aus welcher Stadt man kommt ohne ein Namen zu wissen weiß das nächste Kaufland (oder andere) wann man wie oft welche Butter gekauft hat, welche Bankverbindung und somit Wohnort man hat, natürlich mit Name, Foto und Unterschrift. Diese Daten werden dann für den nächsten Werbeflyer genutzt um genau zu wissen wann es sich wieder lohnt welches Produkt wie günstig anzubieten. Zum eigentlichen Thema wäre dann wieder nur zu sagen.. Jeder der sich zusätzlich noch registriert bei Facebook und co. weil es einfach Spaß macht oder aus beliebigen anderen Gründen kann selbst dann immer noch weiter selber entscheiden welche Daten er zusätzlich preisgibt. Man kann auch bis auf Nick und die Emailadresse die ja ebenfalls eine Wegwerfadresse sein kann weiterhin recht unbekannt bei Facebook und co unterwegs sein. Facebook selber interessiert es auch überhaupt nicht welche Person wirklich dahinter steckt. Facebook interessiert nur dein Internetverhalten, was du magst und wo du gern drauf klickst. Damit können sie Werbung besser für dich anpassen und somit deine Klickwahrscheinlichkeit erhöhen. Denn damit verdienen sie Geld was ich persönlich gut finde da sie so überleben können und mir zusätzlich zu der Seite an sich noch passende und interessante Werbung liefern und nicht den nächsten Pornoladen vorschlagen. Jeder sollte dies mittlerweile auch verstanden und aktzeptiert haben! Es geht nicht das alle nur eine Seite wollen aber nichts dafür geben.. Wenn dies so wäre würden sehr schnell alle Seiten wieder verschwinden! Und immerhin ist es jedem selber überlassen wo man sich registriert um somit die Seite zu fördern. Seiten die ich nicht mag besuch ich nicht, somit bekommen sie keine Daten und keine Einnahmen durch mich. Ganz einfach. Und immer noch das wichtigste: Was ich nicht veröffentliche kann auch niemand wissen! Viele Grüße.. der Daniel

Thomas Holecek 26.10.2011, 10:10 Uhr

Hey Daniel, ganz kurz nur, ich glaube die Kritik von WolfGP bezog sich mehr auf die Daten die FB ermittelt und zuordnet, egal ob mit oder ohne Kontoanmeldung "bei der Erhebung". Es ist technisch (leider?) möglich gewisse Suchanfragen und Interessen zu ermitteln und Userprofilen, Emailadressen & IP Adressblocks zuzuordnen. Egal welcher Kontent, ob du nur den neusten Trend likest oder in einem Forum schreibst wo es beispielsweise um gesundheitliche oder finanzielle Belange geht. Auch die Bewegungsprofile im echten Leben durch "Wo bist du gerade?" und Geotags in Bildern die man hochläd, erstellen ein Profil unserer "Taten" im echten Leben und sind chronologisch für den Datenerfasser jederzeit abrufbar und evtl. weiterreichbar. Nicht nur die Spuren im Internet geben daher Aufschluss. Aus einem Netz an Daten über einen gewissen Zeitraum kann mittlerweile sehr gut dann der "wahre Nutzer" herausgesiebt werden. Egal ob dies einen Monat oder 2 Jahre dauert. Auch ein zweites Profil mit Nickname oder Fake-Alias-Emails helfen nur noch bedingt und sind nicht Sinn der Sache. Irgendwo steckt jeder mit dem echten Profil. Gerade wenn du bei FB selbst 2 Profile führst, bist du innerhalb weniger Datensätze überführt. Stören tut dies dort vordergründig keinen, aber die erhobenen Daten werden der "echten" Person zugeordnet. Egal ob EC Zahlung, Überwachungskamera oder Tags in Bildern. Manipulieren kann man sicher alles, aber das ist nicht Sinn und Zweck der Sache. Ordentliche Datenschutzgesetze und gesunder Menschenverstand sind die beste Alternative im Moment denke ich. Die genauen Adressdaten und Personendaten haben was Onlinemarketing usw. belangt wirklich eine geringere Relvanz, hier sind Zielgruppenfakten wichtig. Soziales Umfeld, Alter, Interessen, Geschlecht, Beziehungsstand, Bildungsgrad, Beruf etc. Wie gesagt, das Thema ist tiefgründig, da man nur vermuten kann was FB mit den Daten irgendwann anstellen wird und Bedarf eher einer Fachdiskussion als der Kommentarfunktion des Artikels in einem Webblog wie dem schönen Cyberbloc. Erfreuen wir uns weiterhin der Vorteile und sind mit Verstand bei den Sachen die wir selbst beeinflussen können. Bis zum nächsten Mal, Thomas

sylsch 26.10.2011, 17:16 Uhr

Bin zufällig über diese Diskussion gestolpert. @thomas Da hat sich aber einer was von der Seele geschrieben. Respekt. Aber mit Facebook ist es nunmal genau wie bspw. mit Apple, die einen lieben es, gucken über alle Minuspunkte hinweg und die anderen hassen es... Man sollte grundsätzlich sehen, dass FB nunmal komplett kostenlos angeboten wird. Aber es steckt eine riesen Maschinerie dahinter, die natürlich, wie jede andere Firma auch GELD VERDIENEN will. Schauen wir auf die neuesten Schlagzeilen die Google zwecks Datenweiterleitung an deutsche Behörden jüngst produziert hat... Ohne Worte. Dazu kommt der neue Trend alles in irgendwelchen Clouds zu speichern... Wer macht sowas?

Zaun 17.11.2011, 09:43 Uhr

Facebook ist einfach eine Konstante des heutigen Lebens. Man kommt nicht darum herum. Ich persönlich finde es sehr praktisch. Man kann ja fast alles darüber machen.

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