iPad: Willkommen!
Die Sonnenseite des Apple Tablets
Vorwort des Chefredakteurs: Heute ist ein schöner Tage zum…ich schweife ab. Doch nun ist es endlich da, nach Jahren des Wartens beglückte Apple uns heute mit dem iPad. Doch hält es tatsächlich was es verspricht? Wir wollten unseren Lesern bewusst keinen „normalen“ News-Artikel präsentieren, stattdessen möchten wir polarisieren – kennt man ja von Apple-Produkten. Aus diesem Grunde gibt es nun zwei Artikel, einen Pro- und einen Contra-iPad, geschrieben von unseren Autoren Joerg Pittermann und Ansgar Babucke – viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!
Da ist es also! Nach Jahren des Rätselratens ist endlich bekannt, wie das Apple Tablet aussieht. Und wie es heißt. Nicht iTablet, nicht iSlate, sondern iPad! Weder das Alu-Design noch die 10-Zoll-Displaygröße sind überraschend. Doch so einiges von dem, was Steve Jobs heute präsentiert hat, hatte ich nicht auf dem Plan. So zum Beispiel den unheimlich günstigen Einstiegspreis von 499 Dollar – natürlich gemessen an Apple-Verhältnissen. Schließlich gingen viele Analysten im Vorhinein von einem Preis von 999 Dollar aus. Das muss man nicht mal für das Top-Modell mit UMTS und 64 Gigabyte-Flash-Speicher auf den Tisch legen. Hoch lebe das iPad!
Grand iPhone
Wie prophezeit, läuft das iPad auf Basis des iPhone OS. Das klingt im ersten Moment zwar nach eingeschränkter Nutzbarkeit, auf den zweiten Blick bringt dieses aber ungeahnte Möglichkeiten. Zum ersten kann man auf die über 100.000 verfügbaren Applikationen aus dem App-Store zurückgreifen, zum zweiten lassen sich für das iPad mit dem iPhone SDK sehr simpel Applikationen entwickeln. Das haben auch die unzähligen Entwickler gezeigt, die binnen zwei Wochen Software für das iPad entwickeln sollten und bei der Präsentation beeindruckende Ergebnisse vorweisen konnten. So zum Beispiel Electronic Arts mit Need for Speed oder Gameloft mit einem grafisch sehr anspruchsvollen Ego-Sbooter.
Weil alle iPhone-Anwendungen auch auf dem iPad laufen werden, bietet das iPad alle Vorzüge eines iPhones. Darunter auch sämtliche Internet- und E-Mail-Funktionen. Und natürlich fühlen sich sämtliche Applikationen dank Touch-Steuerung und Bewegungssensor genau so natürlich an, wie auf dem iPhone.
Produktivität!
Neben dem iPad hat Apple auch iWork für das Tablet angekündigt. Endlich wird ein iPhone-basiertes Gerät zum Garant für Produktivität. Schließlich kann man davon ausgehen, dass die speziell auf das iPad optimierten iWork-Programme einfach zu bedienen sind und perfekt mit einem Touch-basierten Konzept funktionieren.
Lesespaß
Mit iBooks kündigt Apple an, was der Kindle vorgemacht hat: Eine Buchhandlung im Taschenformat. Die App sieht nicht nur verdammt gut aus, sondern kann auch noch Einiges: Die Darstellung sieht einem Buch sehr ähnlich, die Navigation funktioniert durch einfaches weiterwischen. Im Vergleich mit einem eBook-Reader ist das Prozedere auf dem iPad blitzschnell.
Rechenleistung
Mit dem Apple A4 Custom hat Apple dem iPad eine Eigenkreation in Sachen Prozessor implantiert. Auch wenn 1 Gigahertz Leistung auf den ersten Blick recht wenig erscheinen, zeigen die Videos eindeutig, dass der Prozessor genug Reservern – auch für komplexere Anwendungen – bietet.
Langläufer
Mit einer Akkulaufzeit von zehn Stunden und einer Standby-Zeit von rund einem Monat ist das iPad ein echter Langläufer. Hinzu kommt, dass das Tablet geladen werden kann wie ein iPod – ganz simpel über den Dock-Connector
Erweiterbarkeit
Das Tablet ist nicht nur in den Handflächen ein echter Hingucker: Mit der Tastatur-Dock-Kombi wird das gute Stück zum ultimativen Arbeitstier für Zwischendurch. Einfach iPad ins Dock stellen und los tippen. So kann das neue Apple-Gerät sogar ein MacBook ersetzen. Auch, weil man mit Hilfe eines Kabels beispielsweise einen Projektor anschließen und mit dem iPad Präsentationen abhalten kann.
Attraktive Preisgestaltung
Das gab es bei Apple selten: Ein Produkt, dass von Anfang an für den Massenmarkt geschaffen ist. Mit einem Einstiegspreis von 499 Dollar wildert das Tablet schon fast in der Liga von Windows-Netbooks. Das Oberklasse-Modell mit 829 Dollar spielt zwar preislich schon in der Subnotebook-Liga, bietet allerdings auch UMTS und satte 64 Gigabyte Flash-Speicher. Gut ist außerdem, dass man sich grundsätzlich aussuchen kann, ob man ein Tablet mit oder ohne UMTS-Integration erwerben möchte. Darüber hinaus fällt – zumindest in Amerika – das lästige Netlock-Problem weg, da das Datenpaket von AT&T auf Prepaid-Basis abgeschlossen wird und das iPad nicht daran gebunden sein wird. Vermutlich kann man außerdem noch damit rechnen, dass das iPad in Europa ab 399 Euro zu haben sein wird, was beispielsweise im Vergleich mit einem iPod Touch ein sehr attraktiver Preis ist.
Fazit
Insgesamt ist das iPad auf Grund der brodelnden Gerüchteküche zwar keine wirkliche Überraschung, stellt aber trotzdem ein großartiges Gesamtpaket dar und wird sich verkaufen wie geschnitten Brot. Hier noch einmal alle Gründe dafür:








