iPad: Willkommen!

von ansgar-babucke

· 4 min Lesezeit

Die Sonnenseite des Apple Tablets
Vorwort des Chefredakteurs: Heute ist ein schöner Tage zum…ich schweife ab. Doch nun ist es endlich da, nach Jahren des Wartens beglückte Apple uns heute mit dem iPad. Doch hält es tatsächlich was es verspricht? Wir wollten unseren Lesern bewusst keinen „normalen“ News-Artikel präsentieren, stattdessen möchten wir polarisieren – kennt man ja von Apple-Produkten. Aus diesem Grunde gibt es nun zwei Artikel, einen Pro- und einen Contra-iPad, geschrieben von unseren Autoren Joerg Pittermann und Ansgar Babucke – viel Spaß beim Lesen und Diskutieren!

Da ist es also! Nach Jahren des Rätselratens ist endlich bekannt, wie das Apple Tablet aussieht. Und wie es heißt. Nicht iTablet, nicht iSlate, sondern iPad! Weder das Alu-Design noch die 10-Zoll-Displaygröße sind überraschend. Doch so einiges von dem, was Steve Jobs heute präsentiert hat, hatte ich nicht auf dem Plan. So zum Beispiel den unheimlich günstigen Einstiegspreis von 499 Dollar – natürlich gemessen an Apple-Verhältnissen. Schließlich gingen viele Analysten im Vorhinein von einem Preis von 999 Dollar aus. Das muss man nicht mal für das Top-Modell mit UMTS und 64 Gigabyte-Flash-Speicher auf den Tisch legen. Hoch lebe das iPad!
Grand iPhone
Wie prophezeit, läuft das iPad auf Basis des iPhone OS. Das klingt im ersten Moment zwar nach eingeschränkter Nutzbarkeit, auf den zweiten Blick bringt dieses aber ungeahnte Möglichkeiten. Zum ersten kann man auf die über 100.000 verfügbaren Applikationen aus dem App-Store zurückgreifen, zum zweiten lassen sich für das iPad mit dem iPhone SDK sehr simpel Applikationen entwickeln. Das haben auch die unzähligen Entwickler gezeigt, die binnen zwei Wochen Software für das iPad entwickeln sollten und bei der Präsentation beeindruckende Ergebnisse vorweisen konnten. So zum Beispiel Electronic Arts mit Need for Speed oder Gameloft mit einem grafisch sehr anspruchsvollen Ego-Sbooter.

Weil alle iPhone-Anwendungen auch auf dem iPad laufen werden, bietet das iPad alle Vorzüge eines iPhones. Darunter auch sämtliche Internet- und E-Mail-Funktionen. Und natürlich fühlen sich sämtliche Applikationen dank Touch-Steuerung und Bewegungssensor genau so natürlich an, wie auf dem iPhone.

Produktivität!
Neben dem iPad hat Apple auch iWork für das Tablet angekündigt. Endlich wird ein iPhone-basiertes Gerät zum Garant für Produktivität. Schließlich kann man davon ausgehen, dass die speziell auf das iPad optimierten iWork-Programme einfach zu bedienen sind und perfekt mit einem Touch-basierten Konzept funktionieren.

Lesespaß
Mit iBooks kündigt Apple an, was der Kindle vorgemacht hat: Eine Buchhandlung im Taschenformat. Die App sieht nicht nur verdammt gut aus, sondern kann auch noch Einiges: Die Darstellung sieht einem Buch sehr ähnlich, die Navigation funktioniert durch einfaches weiterwischen. Im Vergleich mit einem eBook-Reader ist das Prozedere auf dem iPad blitzschnell.

Rechenleistung
Mit dem Apple A4 Custom hat Apple dem iPad eine Eigenkreation in Sachen Prozessor implantiert. Auch wenn 1 Gigahertz Leistung auf den ersten Blick recht wenig erscheinen, zeigen die Videos eindeutig, dass der Prozessor genug Reservern – auch für komplexere Anwendungen – bietet.

Langläufer
Mit einer Akkulaufzeit von zehn Stunden und einer Standby-Zeit von rund einem Monat ist das iPad ein echter Langläufer. Hinzu kommt, dass das Tablet geladen werden kann wie ein iPod – ganz simpel über den Dock-Connector

Erweiterbarkeit
Das Tablet ist nicht nur in den Handflächen ein echter Hingucker: Mit der Tastatur-Dock-Kombi wird das gute Stück zum ultimativen Arbeitstier für Zwischendurch. Einfach iPad ins Dock stellen und los tippen. So kann das neue Apple-Gerät sogar ein MacBook ersetzen. Auch, weil man mit Hilfe eines Kabels beispielsweise einen Projektor anschließen und mit dem iPad Präsentationen abhalten kann.

Attraktive Preisgestaltung
Das gab es bei Apple selten: Ein Produkt, dass von Anfang an für den Massenmarkt geschaffen ist. Mit einem Einstiegspreis von 499 Dollar wildert das Tablet schon fast in der Liga von Windows-Netbooks. Das Oberklasse-Modell mit 829 Dollar spielt zwar preislich schon in der Subnotebook-Liga, bietet allerdings auch UMTS und satte 64 Gigabyte Flash-Speicher. Gut ist außerdem, dass man sich grundsätzlich aussuchen kann, ob man ein Tablet mit oder ohne UMTS-Integration erwerben möchte. Darüber hinaus fällt – zumindest in Amerika – das lästige Netlock-Problem weg, da das Datenpaket von AT&T auf Prepaid-Basis abgeschlossen wird und das iPad nicht daran gebunden sein wird. Vermutlich kann man außerdem noch damit rechnen, dass das iPad in Europa ab 399 Euro zu haben sein wird, was beispielsweise im Vergleich mit einem iPod Touch ein sehr attraktiver Preis ist.

Fazit
Insgesamt ist das iPad auf Grund der brodelnden Gerüchteküche zwar keine wirkliche Überraschung, stellt aber trotzdem ein großartiges Gesamtpaket dar und wird sich verkaufen wie geschnitten Brot. Hier noch einmal alle Gründe dafür:

  • Basiert auf dem iPhone OS: Riesen-App-Auswahl
  • Gute Internet- und E-Mail Funktionen
  • Natürliches Feeling dank Touch-Steuerung
  • iWork als Produktivitätsgarant
  • Lesespaß dank iBooks
  • Durch Apple-A4-Prozessor ausreichend Rechenleistung
  • Große Akkulaufzeiten
  • Durch Tastatur-Dock auch als Arbeitstier zu gebrauchen
  • Attraktive Preisgestaltung
  • Keine Vertragsbindung bei Wahl des 3G-Modells
  • Kommentare

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    Gepostete Kommentare

    Michael Garling 28.01.2010, 07:45 Uhr

    Sehr geehrter Herr Chefredakteur, wenn Sie sich schon dem edelsten aller überflüssigen Geräte ergeben, dann verstehen Sie es bitte auch, mit dem Ihnen anvertrauten Werkzeug, der deutschen Sprache, richtig umzugehen. Die Quelle allen Glücks im Mac hieß nämlich Lisa, nicht Pisa.

    Michael Knobloch 28.01.2010, 09:13 Uhr

    Warum sollte das iPad in Deutschland NUR 399€ kosten? In der Hardware-Branche ist es doch meistens so, dass 1:1 umgerechnet wird. Nunja, selten hab ich das intuitive Bedienkonzept Apples so "sinnlos" verpackt gesehen

    Joerg Pittermann 28.01.2010, 09:28 Uhr

    Jupp, der Preis wird 1:1 sein. Zumal in der USA auch noch die Taxes drauf kommen und damit ist der Preis dann fast gleich. ;-)

    Hannes 28.01.2010, 11:21 Uhr

    In Los Angeles wäre der Preis inklusive SalesTax derzeit ca. 390 Euro...

    Sven Kaulfuß 28.01.2010, 12:28 Uhr

    @ All: Zu den Preisen, hierzu ein kleine Insiderinfo. Derzeit existieren noch keine deutschen Preise, auch nicht für uns Händler. Natürlich möchten wir trotzdem den Kunden die Gelegenheit geben vorzubestellen. Aus "Sicherheitsgründen" kalkulieren wir daher erstmal 1:1. Der tatsächliche Preis kann dann auch darunter liegen. Aber keine Sorge, niemand bei Cyberport zahlt mehr, sprich bevor das iPad lieferbar ist, werden natürlich auch die Preise für die Vorbestellungen aktualisiert.

    Brian 28.01.2010, 13:15 Uhr

    Die Marktstrategie finde ich schon recht interessant. Da wird versucht mit dem iPad die letzten, die nich auf den iPhone-Zug aufgesprungen sind doch noch mitzuziehen und aufspringen zu lassen. Es soll eine andere Nutzergemeinde angesprochen werden, und das mit einem Gerät, das nahezu dieselben Funktionalitäten bietet wie das iPhone. Ein paar kleine aber feine Unterschiede sind da schon zu entdecken. Aber bahnbrechend sind die nun wirklich nicht. Apple-Fans sind sicherlich beigeistert von dem Gerät. Alles im allen kann ich sagen: eine nette Idee und ein schönes Spielzeug, das den einen oder anderen ansprechen und für diesen nützlich sein kann. Ich bin gespannt wie sich dieses Thema weiterentwickelt und ob das Konzept von Apple so aufgeht wie gedacht. Wer lässt sich blenden und hält das Gerät für eine Evolution...

    Michael Knobloch 28.01.2010, 13:19 Uhr

    Wer lässt sich blenden und kauft alte Hardware (die Apple-CPU wird auch nicht viel anderes sein als ein ARM-Core mit bissel spaß drumrum, also sicher keine absolute Neuigkeit) in neuer Fettfinger-Glitzi-Hülle

    Michael Knobloch 28.01.2010, 13:20 Uhr

    EDIT: alte Hardware ist übertrieben: Standardkost wäre besser ;)

    Brian 28.01.2010, 13:41 Uhr

    Welch wahre Worte ;) Es wird sich zeigen wie der Markt darauf anspringt. Was ich so mitbekommen habe, sind die Meinungen sehr geteilt über dieses Gerät. Aus dem Grund bin ich echt gespannt, wie der Markt dieses annimmt.

    Sebastian 28.01.2010, 14:41 Uhr

    Jetzt denken wir doch alle mal ein paar Jahre zurück, als das erste iPhone das Licht der Welt erblickte. Was haben die Leute für Kritik geäussert (auch ich ;) und heute ist es das erfolgreichste Smartphone. Ähnlich wird es mit dem iPad sein. Geben wir ihm Zeit und es wird definitiv ein Renner :)

    Brian 28.01.2010, 15:07 Uhr

    Ich werde die Sache beobachten. Für die Nutzergemeinde der Tablets auf jeden Fall ein Klasse Gerät, aber auch für einzelne Heimanwender durchaus komfortable und einfach zu bedienen. Allein dies könnten Gründe sein, dass einige sehr angetan sind und früher oder später ein Hype ausgelöst wird. Die Touchbedienung von Apple is wirklich sehr gut und derzeit absolut revolutionär...jeder will es haben. Also abwarten und Tee trinken (oder Kaffee) ;) Zu dem Kontra-Artikel habe ich auch meinen Kommentar abgelassen: Ich muss sagen, dass man das iPad und das iPhone nicht miteinander vergleichen kann; Allein schon, weil beide Geräte unterschiedliche Nutzergruppen ansprechen.

    soisses 28.01.2010, 16:39 Uhr

    so geil .... und das Ganze gabs schon vor 4 Jahren !!!! http://www.youtube.com/watch?v=YFNQE_TzQNI

    Dirk Haase 28.01.2010, 18:04 Uhr

    Naja, ich habe auch schon vorher überlegt zu was ich so ein Tablett verwenden könnte. Es sieht alles toll aus, aber wirklich gebrauchen kann ich es derzeit nicht. Klar ist alles besser erkennbar wegen des grossen Bildschirms, aber ansonsten kann mein touch das auch alles. Und er lässt sich auch ganz prima in der Hosentasche unterbringen. Also abwarten und dann mal zum anfassen in den Store. ;-)

    Michael Knobloch 29.01.2010, 07:49 Uhr

    Wenigstens ist es 4:3 ;)! Das wäre ein Pluspunkt für das iPad, aber glossy?! - No way!

    Daniel 29.01.2010, 22:29 Uhr

    Ich denke doch, dass eine weitere große Zielgruppe die potentiellen Amazon Kindle Kunden sind oder?

    Dirk Haase 30.01.2010, 06:08 Uhr

    Eher nicht, denn in Deutschland wird ohne den Bookstore gestartet. Siehe apfelquark.de

    Daniel 30.01.2010, 12:40 Uhr

    @Dirk: aber "Kindle" ist doch auch momentan noch nicht perfekt für den deutschen Markt optimiert, oder? Ich vermute doch mal, dass iPad nachlegen wird, sobald entsprechende Verträge mit den großen Verlagen unter Dach und Fach sind.

    Dirk Haase 30.01.2010, 12:52 Uhr

    @Daniel: stimmt, das Kindle hat auch nicht viel für den deutschen Markt zu bieten. Es wird ja sogar aus den USA verschickt und der Kunde darf noch Zoll und Steuer zahlen. Insofern ist das iPad schon besser. Zumal man damit mehr als nur Bücher lesen kann. Und man kann ja hoffentlich die vorhanden Bücher im epub-Format direkt nutzen.

    tso 30.01.2010, 13:31 Uhr

    Ich kann nur jedem nahelegen dies hier mal zu lesen: http://www.heise.de/mobil/newsticker/foren/S-Tolles-Geraet-tolle-Konzepte/forum-173338/msg-18010045/read/

    nemo 06.05.2010, 21:50 Uhr

    Na...ihr naysayer? Traut sich wohl keiner der "Apple-Hasser" noch was zu schreiben? Neidisch....? Enttäuscht dass es doch wohl ein Erfolg auf ganzer Linie ist (USA) und in D mit Sicherheit das gleiche Schicksal erfahren wird? :P PS....kommt schon..es wird sonst sooo langweilig hier :))

    Michael Knobloch 07.05.2010, 04:21 Uhr

    keks?! :)

    Boris Koehler 25.05.2010, 00:07 Uhr

    Mit Erschrecken muss ich immer wieder feststellen das viele Leute einfach nicht kapiert haben was das iPAd wiklich ist. Es ist die Perfekte Lösung für all die "Normalen" Computernutzer die ein für alle mal die Schnauze voll haben von : 1. komplizierter, von Funktionen und Werbung überfrachteter Hard und Software 2. Gerätschaften bei denen man sich mit unendlich vielen Herstellerfirmen und Softwareherstellern beschäftigen muss. 3. sich mit zig tausend verschiedener Dateiformate auseinandersetzten muss 4. zwischen unnütz vielen (eigentlich gleichen) Programmen wählen muss (siehe z.B. Browsern) 5. sich ständig über völlig umgestalteten Betriebssystemen ärgern muss. 6. sich ständig mit hunderten Veränderungen der HArdware und Software abfinden muss. usw. Von all dem haben eben die meissten (von Windows geschädigten) Menschen die Schnauze voll. Ich habe vor kurzem gelesen das Apple Produkte nicht der komplizierten Wirklichkeit entsprechen und ein geschlossenes System seien , und wie schlimm dies sei. - Aber genau das isses doch was so vielen Leuten gefällt an Apple Produkten und Software- das alles eben klar , einfach und eben nicht so überfrachtet ist. Jeder über 30 versteht genau was ich meine. Ich hab keine Lust mir ständig Gedanken machen zu müssen welche Software wohl zu meiner bereits vorhandener passt, und ich hab weder die Zeit noch die Muse mir dauernd überlegen zu müssen ob die Software von tausend verschiedenen ANbieter zusammenpasst oder nicht. Wenn ich ins Internet gehen will - dann soll das einfach funktionieren, verdammt- ich will nicht erst ne halbe stunde nachforschen welcher Browser heute mal wieder der beste und sicherste ist usw. Ich will den Computer einschalten und alles tut genau das was ich will, - als wäre ich auf dem Raumschiff Enterprise und würde an einer Konsole stehen und einfach machen - kein Gedanke an Kompatibilität, Variabilität, oder Freiheit im System. Ich will auch nicht das Programm umschreiben oder an mich anpassen. Genau das ist es was Apple dem Endkunden bietet - Was nützt mir ein freies System , wenn ich die meisste zeit damit verbringen muss mich vor Viren und Werbung zu schützen, und mich mit hunderten Produktanbietern aus aller Welt auseinandersetzten muss .... scheiss drauf - dann lieber ein geschlossenes System von Apple und es läuft und lässt mich in Ruhe. Mal Ehrlich - die Welt der Computer ist ein Dschungel aus Software und HArdwareproduzenten geworden.... viele Menschen finden sich darin nicht mehr zurecht. Und das Ipad bietet genau die Art von Computer die in Zukunft alle benutzen werden - auch die die jetzt noch an der komplizierten (freien) Realität festhalten...........

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