iPad-Vorstellung schon (fast) einen Monat her…

von ansgar-babucke

· 4 min Lesezeit

Grund zum Feiern!
Jetzt ist er völlig ausgetickt, dieser Apple-affine Cyberbloc-Schreiberling. Ihr liegt völlig falsch: Natürlich ist der Untertitel ironisch gemeint und gefeiert wird an dieser Stelle gar nichts. Viel mehr hatten wir nun alle genügend Zeit uns über das iPad zu informieren, Kritik abzulassen, Listen mit den Vor- und Nachteilen aufzustellen und zu guter letzt: Schon einen Monat der Wartezeit hinter uns zu bringen, bis wir das Gerät hoffentlich endlich mal in die Hände nehmen können. Doch ich weiß noch nicht so recht, ob das Gerät für mich ein Must-, ein Can- oder ein Not-Have ist.
Was bisher geschah?
Die Vorgeschichte muss ich wohl keinem Erzählen, falls doch, noch mal ein kurzer Abriss: Steve Jobs tritt auf die Bühne, erzählt was Apple doch für eine tolle und erfolgreiche Firma ist und zieht das iPad aus der Tasche. Am ersten Tag ist die Welt in Aufruhr: Was für ein tolles Gerät! Am zweiten Tag wird das Gerät in der Luft zerrissen. Am dritten Tag bricht ein Krieg zwischen iPad-Haters und iPad-Lovers aus. Am siebten Tag soll die Welt ruhen – das iPad ist zumindest aus allen Mainstream-Medien wie der Tagesschau und den RTL2-News verschwunden. Lange lag mir der Name auf der Zunge, jetzt ist der Zeitpunkt, ihn der Öffentlichkeit preis zu geben: Steve Jobs hat sich wohl endgültig selbst zum Macssias gemacht, die Welt hat ihn anerkannt.

Neuigkeiten?
Doch es gab nach wie vor noch ein paar Dinge, die es zu klären galt und einige, die erst mit der Zeit in Frage gestellt wurden. Da war zum Beispiel die Frage nach der ominösen Micro-Sim, von der im Vorhinein niemand etwas gehört hat. Hinzu kamen Spekulationen um eine eventuelle integrierte iSight-Kamera. So sind beispielsweise Bilder des Gehäuses aufgetaucht, die am oberen Rand des Gerätes eindeutig eine Lücke für eine Kamera zeigen. Die Frage nach der Echtheit dieser Fotos sei einmal dahingestellt. Doch auch im iPhone-SDK tauchen immer wieder Evidenzen für eine ins iPad integrierte Kamera auf. Sei es die Verwendung des Reiters „Camera“ in der neuen Beta 3 des iPhone SDK 3.2 oder die Keynote selbst: Schaut man sich diese nämlich bei Minute 9:23 einmal genau an, kann man eine iSight im iPad, welches Steve Jobs dort ins Publikum hält, erahnen. Begrüßenswert wäre das Ganze, so könnte man prima von der Couch aus Videotelefonate führen, auch wenn der Blickwinkel von schräg unten vielleicht für das virtuelle Gegenüber etwas merkwürdig aussähe.

Auch die Zubehörindustrie hat schon einmal die Kassen aufgeschlossen, um reichlich Ständer, Taschen, Jacken und andere Utensilien für Apples neuesten Wurf vorzustellen. So zum Beispiel Thermaltake mit dem LUXA H4, einem Ständer für das iPad, der bequemes hinstellen, beispielsweise zum bequemen Video schauen ermöglicht.

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Must-, Can- oder Not-Have?
Das ist die Frage, die mich bei jedem Gedanken an das iPad quält. Natürlich ist das iPad ein verdammt hübsches Gerät. Und natürlich liebe ich das iPhone OS – zumindest auf meinem iPhone, um mobil sehr einfach die wichtigsten Aufgaben des Internet-Alltags zu erledigen. Aber ich habe eben ein iPhone. Brauche ich da noch ein iPad? Natürlich ist alles größer, schöner und vermutlich ein bisschen schneller. Aber kann das iPad wirklich so viel mehr als mein iPhone? Doch ich denke wahrscheinlich in falschen Sphären. Wahrscheinlich ist das iPad mehr ein Gerät für jene, denen die Verwendung eines Computers auf Grund der Komplexität und der vielen Fragen, die dieser stellt, zu zeitaufwändig ist.

Wenn es nur nicht so teuer wäre, würde ich all meinen Bekannten, denen ich gerne die Vorzüge des Internets und die Nutzung neuer Medien näher bringen würde, ein iPad schenken. Denn selbst Geld für solch ein Gerät auszugeben, käme für die meisten nicht in Frage. „Damit komme ich eh nicht klar“, würde es dann wieder heißen. Doch ich denke, wenn all jene mal mein iPad in der Hand gehalten haben, wollen sie auch so ein Gerät. Und dann ist meine Mission erfüllt: Leuten, die keinen Zugang zu Computern haben, den Zugang zum Internet schmackhaft zu machen. Und genau in diese Kerbe schlägt das iPad. Es will kein Computer-Ersatz sein und es will kein Handy-Ersatz sein.

Das iPad wird eine neue Generation von Gerät, die vielen Menschen viel Freude machen wird. Liebe Computer-Freaks: Vergesst einfach, dass das Gerät keine Kamera, keinen HDMI-Ausgang und keine USB-Anschlüsse hat. Vergesst am Besten auch das iPad, es sei denn ihr könnt euch damit abfinden, dass das Ganze ein geschlossenes System ist, an dem man nicht spielen, nicht testen und nicht rumprobieren kann. Viel mehr ist das iPad für genau eine Sache gemacht: Die Nutzung der einfachsten Internet-Applikationen. Jene Internet-Applikationen, die schon über den Einsatzzweck von mit Sicherheit mehr als 90 Prozent aller Nutzer von Computern hinausschießen. Und das schnell, effizient und idiotensicher.

Und so komme ich zu dem Schluss, dass für mich als echten Technik-Freak das iPad nicht mehr als ein Can-Have ist. Und wenn ich mir solch ein Gerät zulege, dann mit Sicherheit auch, um eben anderen zu zeigen, wie toll die Nutzung des modernsten Computers sein kann. Ohne komplizierte Konfiguration, ohne lästiges booten und ohne lästiges Klimbim.

Wie meine Entscheidung schlussendlich ausfällt, erfahrt ihr spätestens beim Erscheinen des Geräts!

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