iPad 2 Event angekündigt

von ansgar-babucke

· 3 min Lesezeit

Rotes Kreuz auf den 2. März
Die Gerüchte haben sich in den letzten Tagen und Wochen förmlich überschlagen. Erst hieß es, das neue iPad kommt schon Ende Januar, dann waren wir wieder voll im Zeitplan und kurz bevor heute die offizielle Einladung seitens Apple raus ging, behaupteten Informanten sogar, ein neues iPad käme erst mit der Vorstellung eines neuen iPhones im Juni. Alles quatsch, das rote Kreuzchen im Kalender ist auf den zweiten März zu setzen. Denn dann wird vermutlich Timothy Cook auf die Bühne treten, um die zweite Generation des iPads der Welt zu zeigen. Doch was mag drin stecken?
Es ist alles wie immer, so wie wir es mögen, so wie wir es belächeln: Irgendwo taucht irgendjemand mit irgendeiner Info auf, die angeblich technische Daten zu einem neuen Apple Gerät beinhaltet. Und so habe auch ich ein paar Gedanken daran verschwendet, wie toll es wäre, wenn das nächste iPad mit einem Retina Display mit einer Auflösung von 2048×1536 Pixeln daher käme. Doch es wird Wunschdenken bleiben. Zu teuer wäre momentan eine Massenproduktion eines Tablets mit einem so hoch auflösenden Display.

Und damit bisher existierende Apps genau so hübsch auf dem neuen iPad laufen, wie auf dem alten Gerät, müssen wir leider in den sauren Apfel beißen und weiter mit einer 1024er-Auflösung leben. Immerhin wird das Display vermutlich ein wenig heller und bietet mehr Kontrast. Außerdem ist anzunehmen, dass Apple an der Glasscheibe etwas gegen die starken Reflexionen und die Ablagerung von Fett getan hat.

Die größte Änderung wird sich im Inneren des Geräts tun: Vermutlich setzt Apple das erste mal bei einem iOS-Gerät auf einen Dual-Core-Prozessor, dessen Stromhunger natürlich nur mit einer entsprechend größeren Batterie ausgeglichen werden kann. Es ist anzunehmen, dass sich die Laufzeit mit einer Akkuladung kaum von der des jetzigen Geräts unterscheiden wird. Wenn überhaupt kann man von zehn bis 20 Prozent Steigerung ausgehen. Dabei darf man natürlich nicht vergessen, dass das Gerät im Alltag eine erheblich bessere Performance abliefern wird. Dank einer Verdoppelung oder Vervierfachung des Arbeitsspeichers wird das Surfen mit mehreren Tabs beziehungsweise offenen Fenstern auf dem iPad angenehmer denn je.

Am Design wird sich nur wenig ändern. Vielleicht wird das Gerät ein wenig dünner. Nicht zu vergessen, dass an der Vorderseite nun eine Facetime-Kamera zu finden sein wird, Apple springt auch mit dem iPad auf den Videofonie-Zug auf. An eine Kamera auf der Rückseite des Gerätes glaube ich nicht. Wozu auch? Schließlich sähe es schrecklich blöd aus, wenn man zum filmen oder fotografieren mit einem zehn Zoll Tablet durch die Gegend rennt. Andererseits macht die Konkurrenz es vor, vielleicht lässt Apple sich erweichen und verbaut wie im iPod eine Videokamera, die 720p-HD-Material aufnehmen kann. Eine iMovie-Variante für das iPad könnte ich mir jedenfalls gut vorstellen. Der in Sachen Maximal-Lautstärke verbesserungswürdige Lautsprecher bekommt ein kleines Update, vielleicht ist dieser nun sogar auf der Rückseite zu sehen und gibt dafür einen enorm viel besseren Ton aus.

Viele Gerüchte gab es auch um einen SD-Slot. Ich könnte mir gut vorstellen, dass das neue iPad tatsächlich einen Secure-Digital-Slot zur direkten Aufnahme von Digifotos hat, viel mehr wird damit aber nicht gehen. Der SD-Teil des Camera-Kits wird quasi integriert. Weitere Anschlüsse – werden sich neben Audio- und Dock-Conenctor – am iPad 2 nicht finden.

Insgesamt gesehen wird das iPad 2 keine Revolution werden, sondern viel mehr eine Evolution. Ein ähnlicher Schritt, wie es ihn schon einmal beim Wechsel des iPhone 3G zum 3GS gab.

Neben Detailarbeit wird die Geschwindigkeit den maßgeblichen Vorteil gegenüber der ersten Generation des Apple-Tablets sein. Viele Besitzer dieser werden keinen Grund für ein Upgrade sehen. Doch jene sollten nicht den Fehler machen, das iPad 2 einmal ausgiebig zu testen. Denn es wird genau so sein wie beim iPhone 3GS: Wer sich einmal an den Geschwindigkeitsvorteil gewöhnt hat, wird kaum wieder zurück wollen.

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