iOS 4.2 ist da

von ansgar-babucke

· 3 min Lesezeit

Erlösung für iPad-Nutzer
Ja, es steht auf nahezu allen Webseiten, die irgendetwas mit Nachrichten am Hut haben. Und ja, die Features von iOS 4.2 beziehungsweise 4.2.1 sind hinlänglich bekannt. Trotzdem möchte ich hiermit noch einmal insbesondere alle iPad-Besitzer auffordern, auf die neueste Version von Apples iOS zu updaten. Nicht einmal wegen AirPrint, AirPlay oder anderen neuen Features. Sondern einfach, weil die Features aus iOS 4, die auf dem iPhone schon zum alten Eisen gehören, nun endlich auch auf dem Apple-Tablet funktionieren.
Näher am Computer
Natürlich kann das iPad nach wie vor noch keinen Computer ersetzen. Immerhin kann man nun aber dank des App-Switchers und dem dazugehörigen Multitasking schonmal ein Gespräch via Skype führen und dabei noch im Internet surfen. Oder schnell kurz im Internet was nachschauen, während man ein Spiel spielt, ohne dieses neu starten zu müssen. Apropos Spiele: iPad-Nutzer finden auf Ihrem Tablet nun auch Apples Spielenetzwerk Gamecenter. Schaut man sich im App-Store um, gibt es bereits einige iPad-Titel, die das Spielzentrum unterstützen.

Druckst du!
Hinzu kommt außerdem – ebenfalls seit Windows 3.11 (geschätzt) vom Computer bekannt – eine Drucken-Funktion. Schade nur, dass Apple aus dem letzten Mac OS X Update die AirPrint-Funktion entnommen hat und sich im Moment mit dem iPad und dem iPhone 4 über die integrierte Drucken-Funktion nur sehr wenige Drucker ansteuern lassen.

Wer jetzt schon mit seinem iPad, iPhone oder iPod touch drucken möchte, benötigt ein Gerät aus dem Hause HP: Die Drucker aus der ePrint-Reihe fungieren von Haus aus als AirPrint-Drucker. Befindet sich ein solches Gerät im Netzwerk, zeigt das iOS-Gerät dieses sofort an und kann auf Wunsch zu druckende Daten an dieses übertragen.

In anbetracht der Tatsache, dass das nur mit einer Hand voll Geräten funktioniert, ist diese Funktion momentan mehr als unbrauchbar. Hätte man seinen in Mac OS X integrierten Drucker – wie in den Beta-Versionen von 10.6.5 – für seine iOS-Geräte freigeben können, hätte ich damit schon mehr anfangen können. Die Tatsache, dass offensichtlich nicht einmal Drucker erkannt werden, die via Apples Airport Extreme oder AirPort Express freigegeben sind, ist einfach nur lächerlich

Wer doch mit AirPrint und seinem Standard-Drucker sein Glück probieren will, kann dies mittels eines kleinen Hacks machen. Möchte man wissen, was dabei passiert, sollte man sich an diese Anleitung halten, will man einfach nur einen Schalter umlegen, sollte man den „Airprint Hacktivator“ benutzen.

Zeigst du!
Eigentlich ein großartiges Feature, ist es für mich mangels AppleTV nicht zu gebrauchen: AirPlay lässt Inhalte, die auf iPad, iPhone oder iPod touch wiedergegeben werden, auf den Fernseher projizieren. Natürlich nur metaphorisch. Dahinter steckt natürlich ein Streaming-Service, der allerdings ohne viel Konfigurationsarbeit auskommen soll. Auch wenn YouTube und Co. Funktionieren, wird es vermutlich bei den Apple-Videoformaten bleiben. Auf ein AirPlay-Update für VLC wird man wohl vergeblich warten. Trotzdem: Gerade, wer ein AirPort Express oder AppleTV sein Eigen nennt, wird insbesondere bei der Musik-Wiedergabe von iPad oder iPhone an der Stereoanlage sehr viel Freude haben.

Find mich
Kurzfristig als Neuheit entpuppt hat sich heute die Ankündigung, dass mit iOS 4.2 auch die Nutzung der „Find my iPhone“-App für Jedermann möglich ist. Kamen bisher nur MobileMe-Kunden in den Genuss des Ortungsdienstes für das teure Smartphone, können nun alle iOS-Nutzer mit einer Apple-ID ihre Geräte orten lassen. Natürlich bringt das das gestohlene oder verlorene iPhone nicht zurück, immerhin lässt sich das Gerät darüber auch löschen, so dass man via Computer im Fall des Falles noch ein wenig Schadensbegrenzung betreiben kann. Natürlich funktioniert das Ganze auch mit dem iPad. Wer mehr wissen möchte, kann sich über die Funktion bei Apple informieren.

Fazit
Weiter so, Apple! Auch wenn mir insbesondere das AirPrint-Feature ein wenig zu eingeschränkt daher kommt, freue ich mich schon auf die nächsten Funktionen, die Apple für die iOS-Geräte in der Hinterhand hält. Begrüßenswert ist vor allen Dingen auch die erste Auflockerung des MobileMe-Services. Vielleicht sehen wir ja in Zukunft weitere, kostenlose Webdienste von Apple.

Insbesondere iPad Benutzer werden sich ihr Gerät nach nur wenigen Minuten nicht mehr ohne die neuen iOS-Funktionen vorstellen können.

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