Im Detail: Google Sync – Teil 2

von ansgar-babucke

· 3 min Lesezeit

Kostenfreie Synchronisation mit allen Systemen
Nachdem ich im ersten Teil der Serie darüber berichtet hab, was die Grundlagen einer webbasierten Synchronisation via Google sind und wie man sich das Ganze für den Browser einrichtet, soll es im zweiten Teil darum gehen, wie man seinen Mac mit GoogleMail, Google Calendars und den Google-Kontakten auf derselben Datenbasis hält. Voraussetzung dafür ist eigentlich nur ein Mac, auf dem mindestens Mac OS X 10.5 Leopard installiert ist. Dieser bringt alle benötigten Programme schon mit. Wer auch seine Kontakte über die Web-Dienste synchronisieren möchte, benötigt aber mindestens das Update auf 10.5.3, da mit diesem erst die Synchronisierungsfunktion ihren Weg in das Apple-Adressbuch gefunden hat. Doch zuerst einmal die elementarste Sache, die Synchronisation des E-Mail-Kontos via IMAP und dem ins Betriebssystem integrierten E-Mail-Client (Apple-)Mail.
Synchronisation der E-Mails via IMAP
Auch wenn das Einstellen des E-Mail-Clients wohl für die meisten Mac-User ein Leichtes ist, hier noch mal eine kurze Erklärung, speziell für das Einrichten des Google-Kontos.

Der erste Schritt, den man vornehmen muss, ist die Aktivierung von IMAP im GoogleMail-Konto: Dazu betritt man seinen Postkasten unter mail.google.com, sucht die Einstellungen auf, wählt den Reiter „Weiterleitung und POP/MAP“ aus, setzt dort den Haken „IMAP aktivieren“ und speichert die Einstellungen via Klick auf „Änderungen speichern“. Somit ist die Arbeit im Browser vorerst getan.

Weiter geht es mit Mail, das natürlich mit E-Mails gefüttert werden möchte. Um das GoogleMail-Konto zu integrieren, wählt man unter Mail/Einstellungen/Accounts das „+“ aus, um einen neuen Account anzulegen und folgt dann am Besten exakt der Anleitung, die sich direkt bei Google einsehen lässt. Wer mehr zu den einzelnen Einstellungen erfahren möchte, kann sich auch noch die Empfehlungen ansehen, die Google zur Einrichtung mit Mail gibt.

Die Einrichtung von iCal
Natürlich ist man nicht auf die Kalender-Darstellung im Browser angewiesen, sondern kann seine verschiedenen bei Google Calendar erstellten Terminplaner auch über iCal synchronisieren und managen. Das Ganze ist grundsätzlich sogar fast leichter, als die Einrichtung des E-Mail-Kontos in Mail, da man im Prinzip nur seine Mail-Adresse und sein Kennwort eintippen muss. Dazu navigiert man unter iCal/Einstellungen zum Accounts-Reiter und klickt auf das „+“-Symbol, um einen Account anzulegen. Dort wählt man dann Google aus, tippt Benutzername und Kennwort ein, schon funktioniert die Synchronisation. Doch ein klitzekleines Problem gibt es: Hat man mehrere Kalender in seinem Google-Account, wird trotzdem nur einer im iCal angezeigt. Zum Glück ist das Problem nicht von langer Dauer: Die anderen Kalender müssen nur aktiviert werden.
Auf Grund eines Übersetzungsfehlers, einer falschen Bezeichnung oder irgendeiner anderen Begründung tauchen diese unter iCal/Einstellungen/Accounts/Stellvertretung auf. In gewisser Weise macht das mit der Stellvertretung zwar Sinn, da man sich ja auch Kalender teilt oder Zugriff auf Kalender von anderen Personen hat, trotzdem ist das Ganze bei der Einrichtung eher verwirrend. Unter „Stellvertretung“ tauchen dann sämtliche Kalender auf, per Häkchen am gewünschten Kalender taucht dieser dann auch in der Kalenderübersicht von iCal auf. Schon kann das Termine verwalten losgehen!

Das Adressbuch
Hat man sich dazu entschieden, auch seine Kontakte bei Google abzulegen, muss man diese nur noch via der Adressbuch-Applikation von Mac OS X synchronisieren. Das ist völlig unkompliziert: Über den Reiter „Accounts“ Adressbuch/Einstellungen im Adressbuch lassen sich die benötigten Einstellungen in ein paar Sekunden vornehmen. Hier wählt man zuerst seinen bisherigen Account mit dem Namen „Lokal“ aus und setzt den Haken vor dem „Mit Google synchronisieren“ Text. Dann wird man aufgefordert, seine Google-Daten einzugeben, schon ist die Synchronisation eingestellt. Allerdings braucht man ein Bisschen Geduld, bis sich die Kontakte zum ersten Mal synchronisieren. Wer den Prozess beschleunigen will oder das Adressbuch ab und zu per Hand synchronisieren möchte, kann iSync starten, unter den Einstellungen den Haken bei „Status in der Menüleiste anzeigen“ setzen und dann über die Menüleiste per Klick auf das Sync-Symbol und „Jetzt synchronisieren“ den Vorgang starten.

Das war es auch schon: Mit den genannten Einstellungen gleicht der Mac seinen Datenstand immer mit den Google-Diensten ab. Doch auch hier gilt: Natürlich wird das Ganze erst interessant, wenn man mehrere Geräte synchronisiert. Dazu kann man zum Beispiel einfach einen zweiten Mac nach dieser Anleitung konfigurieren oder sich den dritten Teil der Serie ansehen, in dem die Synchronisierung mit iOS-Geräten erklärt wird.

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