iGoogle wird eingestellt – welche Alternativen gibt es?

von siv-zenker

· 3 min Lesezeit

Google räumt auf und nach dem Google Reader muss nun auch iGoogle dran glauben.

Das personalisierte Echtzeit-Informationssystem iGoogle wurde 2005 eingeführt. Damit schuf Google eine Startseite mit eigenem Suchfeld und beliebig vielen, frei auswählbaren Gadgets. Diese bieten von einer zentralen Startseite aus Zugriff auf die verschiedensten Informationen aus dem Internet (Mail, RSS-Feeds, soziale Netzwerke, Währungsrechner, Wetter usw.). Durch die wachsende Anzahl der Apps, die für Android, Windows Phone und iOS verfügbar sind, sank der Bedarf an Diensten wie iGoogle. Deshalb wird diese Anwendung am 1. November 2013 eingestellt.

Wer auf einen solchen Service auch in Zukunft nicht verzichten möchte, sollte sich diese Alternativen ansehen.

iGoogle eingestellt Meldung

Netvibes

Netvibes macht einen durchdachten und aufgeräumten Eindruck. Beim Start kann der Nutzer aus einer Reihe vorgefertigter Dashboards (Standard, Nachrichten, Sozial, Finanzen usw.) wählen. Sollte euch ein Dashboard nicht genügen, könnt ihr mehrere parallel verwenden. Selbstverständlich gibt es Netvibes auch als mobile Version für Smartphones und Tablets.

Für die Nutzung des Dienstes könnt ihr aus drei Modellen wählen:

  • Me: Diese Variante ist kostenlos und beinhaltet lediglich euer personalisiertes Dashboard. Doch bereits in dieser Version stehen euch ca. 200.000 Gadgets und über 6.000 Templates zur Verfügung.
  • Agency: Für 3,50 Dollar erhaltet ihr einen zusätzlichen VIP-Support.
  • Enterprise: Die Enterprise-Version für stolze 499 Dollar pro Monat bietet umfangreiche Monitoring-, Analyse- und Benachrichtigungs-Funktionen. Außerdem können firmenspezifische Dashboards (auch für Teams möglich) erstellt werden. Ob euch dieser Service den Preis wert ist, könnt ihr mit der kostenlosen 14-tägigen Testversion prüfen.
Netvibes Oberfläche

Protopage

Protopage wurde im gleichen Jahr wie iGoogle gegründet und ist ebenfalls kostenlos – allerdings wird Werbung eingeblendet. Ohne kommerzielle Banner kostet der Dienst 2,49 Dollar im Monat.

Optisch wirkt die Seite etwas veraltet – das ist natürlich immer Geschmackssache und schmälert den Funktionsumfang keineswegs. Allerdings gibt es auch hier keinen Verweis auf den Betreiber der Seite.

Für alle Smartphone– und Tablet-Nutzer stellt Protopage eine mobile Version zur Verfügung.

Protopage Oberfläche

iGoogle Portal

Der kostenlose Dienst iGoogle Portal importiert problemlos die mit iGoogle erstellte XML-Sicherungsdatei. Das spart lange Konfigurationszeiten.

Um den Hintergrund der Webseite aufzuhübschen, stehen zahlreiche Themen zur Verfügung. Bei der Erstellung der Gadgets nutzt iGoogle Portal die Google-Programmierschnittstelle.

Eigenartigerweise gibt auch diese Seite keine Hinweis auf den Betreiber des Dienstes. Impressum? Fehlanzeige.

igoogle Portal oberfläche

Symbaloo

Im Gegensatz zu iGoogle ist Symbaloo vielmehr ein Bookmark-Service. Auf einer gerasterten Oberfläche legt ihr für eure Bookmarks jeweils eine Kachel an. Dabei stehen euch tausende vorgefertigte Quadrate wie zum Beispiel zum Aufruf der Gmail- oder Facebook-Seite zur Verfügung.

Symbaloo ist kostenlos und auf Deutsch verfügbar. Positiv: Der Disclaimer hält Informationen zum Betreiber des Dienstes und zum Umgang mit persönlichen Daten bereit.

Symbaloo Oberfläche

Google Chrome

Für Google Chrome gibt es eine interessante Erweiterung, mit der ihr eine einfache personalisierte Startseite gestalten könnt: Incredible StartPage.

Mit diesem Add-on heftet ihr Lesezeichen und kleine Notizen an die Startseite. Zusätzlich habt ihr Zugriff auf den Google-Kalender und GMail. Optisch kann die Startseite durch Farbanpassungen und mit verschiedenen Hintergrundbildern (auch eigene Bilder möglich) verändert werden.

Zwei weitere Dienste, die iGoogle ersetzen könnten sind:

  • My Yahoo
  • igHome

Diese bieten euch auch die Möglichkeit einer personalisierten Startseite.

Plugin incredible StartPage Screenshot

Sicherung der iGoogle-Daten

Eure bisherigen iGoogle-Einstellungen (inklusive der verwendeten Themen und Gadgets) könnt ihr in einer XML-Datei sichern. Dazu klickt ihr bis 31.10.2013 im Optionsmenü auf „Einstellungen von iGoogle“ und wählt im Bereich Exportieren/Importieren den Punkt Exportieren aus. Anschließend wird eine Datei mit dem Namen „iGoogle-Settings.xml“ auf eurem Rechner abgelegt. Diese Datei könnt ihr nutzen, wenn ihr zum Beispiel bei iGoogle Portal oder Netvibes eine meist mühselige Neueinrichtung vermeiden möchtet.

Der Countdown auf der iGoogle-Seite erinnert euch daran, dass nur noch wenige Tage bis zur Abschaltung des Dienstes verbleiben. Denn am 01.11.2013 geht bei iGoogle das Licht aus.

News & Trends

von Maria Klipphahn

Kühlboxen von Igloo: Der Sommer-Allrounder für unterwegs

News & Trends

von Maria Klipphahn

Gaming-Sale: Hardware-Schnäppchen von Monitor bis Notebook

News & Trends

von Maria Klipphahn

Das war die 2024 Super Bowl Watch Party in Berlin

News & Trends

von Maria Klipphahn

Gaming-Power mit Extra-Service? Was Tulpar von anderen Herstellern unterscheidet

News & Trends

von Maria Klipphahn

Verblüffend realistisch: Diese Technik-Neuheiten machen Zocken noch immersiver

News & Trends

von Maria Klipphahn

Bester Laptop für Studenten? Günstige Notebooks & Co. für deinen Uni-Alltag

News & Trends

von Maria Klipphahn

Neue Festplatten von Synology: Das sind die Vorteile der HDD Plus-Speicher

News & Trends

von Maria Klipphahn

Unsere Top 5 Technik-Tipps für immersives Gaming

News & Trends

von Maria Klipphahn

Die IFA 2023 ist da! Diese Technik-Highlights solltet ihr nicht verpassen