Gemischtwaren: Netzwelten und Mobiles

von joerg-pittermann

· 3 min Lesezeit

Micro-USB, Apple, DHL und mehr
Knapp ein Jahr ist es her, da habe ich über die standardisierten Aufladeladegeräte für Handys gesprochen. Auf dem diesjährigen Mobile World Congress in Barcelona haben die Größen der Handybranche sich auf einen gemeinsamen Standard für Ladegeräte geeinigt, den Micro-USB-Anschluss. Üblicherweise kann man davon ausgehen, dass bei entsprechendn Handys im Jahre 2010 vorgestellt werden, ab 2011 dann in Großserie produziert werden – und die Altgeräte mit den alten Anschlüssen dann in den Folgejahren 2012 und 2013 auslaufen werden. Es ist auch davon auszugehen, dass die Hersteller für MP3-Player, Digicams und Navigationsgeräte sicherlich diesem Trend folgen werden, so dass bald nur noch ein Kabel für alles da sein wird. Aber dann lauert schon der nächste Nicht-Standard hinter der nächsten Ecke, wenn die ersten kabellosen Aufladegerät wie z.B. beim Palm Pre um die Ecke schauen. Aber ganz allgemein gesprochen kann man bald beruhigt in den Urlaub fahren, ohne eine Armada von Ladegeräten mitzunehmen.
Microblogging wie z.B. mit Twitter ist schon seit einiger Zeit ein Trend in der USA der auch langsam nach Europa rüberschwappt. Beim Microblogging können bis zu 140 Zeichen via SMS, E-Mail oder über das Internet an den Dienst geschickt werden, und die interessierten Menschen können diese Tweets dann lesen. Hört sich etwas spröde an, macht aber Spaß und bringt einen Informationsvorteil. Als z.B. das Flugzeug im Januar auf dem Hudson River in New York eine Notwasserung hinlegte, flossen die ersten Informationen und die ersten Fotos über Twitter – klassische Medien wie CNN oder der Spiegel haben erst mit etlichen Minuten Zeitverzug darüber berichtet. Aber nicht nur bei Katastrophen ist Twitter hilfreich, sondern auch wenn mal eine gewisse Menge an Freunden bei Twitter sind – dann ist Instant Messaging eigentlich überflüssig.

Die Deutsche Post möchte in Zukunft E-Mails ausdrucken und dann als reguläre Briefe zustellen, so berichtet die Wirtschaftswoche. Was natürlich in Deutschland relativ wenig Sinn macht – es sei denn die Oma hat keine E-Mailadresse oder man weiß nicht, wie man einen Brief schreibt – wird sich sicherlich bei Briefen, die weltweit unterwegs sind, durchaus lohnen. Die E-Mail wird im Empfängerland ausgedruckt und dann direkt zugestellt, das spart Zeit, Geld und schont die Umwelt. Zu den genauen Preisen und zu der genauen Verfügbarkeit oder weiteren Details zu diesem Dienst hat sich die Post wohl noch nicht geäußert. Aber die Möglichkeiten die entstehen und das Potential welches das Internet bietet, ist sicherlich an dieser Stelle noch nicht ausgeschöpft.

IMEI Nummer (International Equipment Identiy) ist eine einmalige Seriennummer des Mobiltelefons, welche die Herkunft und die Modellart des Handys identifiziert. Die IMEI Nummer wird auch beim Einbuchen in das Mobilfunknetz abgerufen, so kann der Mobilfunkanbieter feststellen, mit welchem Handy wo Telefoniert worden ist. Allerdings gibt es auch die Möglichkeit (zumindest bei Vodafone Deutschland), dass die IMEI Nummer im Falle eines Diebstahls im Vodafone-Netz gesperrt wird, d.h. der Dieb hat keine lange Freude an dem Handy, weil das Einbuchen in das Mobilfunknetz nicht möglich ist.
Möchte der Benutzer selber die IMEI abrufen, so muss einfach nur die *#06# in das Mobiltelefon eingetippt werden, dann wird die IMEI angezeigt

Eine neue Studie der Firma Pinch Media hat festgestellt, dass die Mehrheit der iPhone-App-Kunden die heruntergeladene App am Folgetag des Downloads nicht mehr nutzen. Hier sind noch die Top 3 Fakten der Studie, die man wissen sollte:

1. Bei den kostenlosen Apps verlieren 80% der Nutzer das Interesse nach wenigen Minuten
2. Bei bezahlten Apps verlieren mehr als 66% der Nutzer am Folgetage nach dem Kauf das Interesse und nutzen die Apps nicht mehr
3. Nur 1% der Nutzer benutzen eine App über einen längeren Zeitraum.

Nichtsdestotrotz ist der App Store von Apple so erfolgreich, dass alle anderen großen Hersteller nachziehen.

UMTS ist in immer mehr Handys zu finden, die mobile Internetnutzung steigt rapide an und die Industrie bereitet schon den Weg für die nächste Generation. LTE (Long Term Evolution) soll laut Nokia ab 2010 in den Mobilfunkgeräten Einzug halten. Doch niemand muss jetzt sorgen haben, dass sein neues UMTS Telefon schon bald veraltet ist. Zum einen ist LTE zuerst in hochwertigen Smartphones und Laptops vorgesehen, die auf einen richtig schnellen Internetzugang angewiesen sind, zum anderen ist der Übergang von UMTS zu LTE fließend.

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[via gigaom.com]

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