Gemischtwaren: Netzwelt
Google, Barnes & Noble und Skype
Google ist schon immer ein Freund der Smartphones und Handys gewesen – und heute sind Google-Apps wie Google Mail oder Google Maps auf fast jedem halbwegs aktuellen Handy lauffähig. Auch Youtube-Videos ließen sich seit geraumer Zeit bereits auf Handys und Smartphones betrachten. Jetzt gibt es auch eine native Youtube-App für Smartphones mit Symbian S60 oder Windows Mobile Betriebssystem. Der Vorteil einer nativen App ist, dass diese direkt für das betreffende Betriebssystem programmiert worden ist, und somit schneller und stabiler als die entsprechende Java-Version läuft. Auch im Test mit einem Nokia N85 war Youtube auf dem Handy kein Hexenwerk mehr, sondern eine sehr komfortable Angelegenheit. Die Qualität und Streaming-Geschwindigkeit hat deutlich zugelegt. Einzig und alleine vermisse ich einen Login mit dem Google-Account und somit meine Favoriten. Einfach mit dem Handy oder dem Smartphone auf m.google.com surfen – und schon werden die passenden Apps und Links von Google angezeigt. Aber hier ist wie immer ein Datenvolumentarif oder eine Flatrate für das Handy zu empfehlen.
E-Books sind neben den App-Stores wohl der neue Trend 2009. Nachdem schon das iPhone und der iPod Touch mit der Kindle App (dem E-Book Reader von Amazon) beglückt worden sind, legt nun die Buchhandelskette Barnes & Noble mit einem E-Book Reader für den Blackberry nach. Die Anwendung kommt von dem E-Bookanbieter Fictionwise, den Barnes & Noble im März 2009 übernommen hat. Die Betaversion des Programms erlaubt den Zugriff auf den Online-Shop von Fictionwise, der zur Zeit über 60.000 E-Book-Titel anbietet. Hier geht’s zum Download. Barnes & Noble ist übrigens die größte Buchhandelskette im Web.
Der Präsident der USA, Barack Obama hat auch schon während seines Wahlkampfes auf das Web 2.0 gesetzt und auch während seiner Amtseinführung wurde ein Web 2.0 Fest der Extraklasse gefeiert. Das Weiße Haus hat einen Blog und nutzt Google-Apps, um ein Online Town Hall Meeting zu halten, welches Ende März stattfand. Mit Google Moderator und der AppEngine werden Fragen gesammelt und organisiert, die die Amerikaner ihrem Präsidenten stellen können. Der Erfolg war bereits kurz nach der Ankündigung des Online Town Hall Meetings sichtbar. Knapp 7000 Personen hatten bereits ca. 7000 Fragen gestellt und es wurden über 200.000 Stimmen auf der Seite des Weißen Hauses abgegeben. Damit zeigt sich zweierlei. Das Internet wird immer mehr zu einem Volksmedium und Google hat großartige Tools veröffentlich, die das Leben leichter machen. Eine bessere Werbung gibt es eigentlich nicht für Google.
Skype mausert sich langsam vom Nischenanbieter, der Gratistelefonie zwischen Computern erlaubt zu einem international agierenden Telekommunikationskonzern. TeleGeography – ein Marktforschungsinstitut – hat festgestellt, dass die Anzahl der internationalen Telefonminuten im Jahr 2007 um 14 Prozent und voraussichtlich 12 Prozent im Jahr 2008 gestiegen ist – zu aktuell 384.000.000.000 Minuten. Trotz des rasanten Anstiegs der Mehrnutzung konnten die Telekommunikationsanbieter aber keine höheren Gewinne erzielen, da der Preis pro Minute stark gefallen ist. Wird zum Vergleich das Wachstum der Telefonminuten von Skype im Jahre 2008 gegenüber gestellt, so verblassen die 12 Prozent ziemlich schnell – Skype konnte 2008 ein sattes Plus von 41 Prozent mehr internationalen Telefonminuten erreichen – in Zahlen ausgedrückt werden im Jahr über Skype 33.000.000.000 Minuten grenzüberschreitend telefoniert. Innerhalb von fünf Jahren ist Skype nun zum größten Anbieter von internationaler Telefonie aufgestiegen – Skype hat daran einen Marktanteil von 8 Prozent. Mit dem Bezahlmodell von Skyp (Skype Out) wurden im Jahre 2008 8.400.000.000 Minuten von den Nutzern vertelefoniert. Am Ende der Gemischtwaren habe ich dann noch eine Fragen an die Leser des CyberBloc. Nutzt ihr Skype? Oder doch einen anderen Voip-Anbieter? Oder wird noch ganz klassisch mit dem Telefon telefoniert? Antwortet doch einfach in den Kommentaren :-).








