Apple will auch Gamer erreichen
Steve Job erobert neue Märkte

Bedeutende Kunden der Multimedia-Branche sind vor allem die jüngeren Generationen dieser Welt. Da werden Massen an Geldern in PC-Teile gesteckt, um die maximale Qualität aus einem Spiel herauszuholen. Wieviel Gamer ausgeben, wollen wir jetzt auch gar nicht weiter beachten.
Aber dieser Wirtschaftsfaktor fehlte Apple, denn die Zahl der Spiele für Macintosh war leicht überschaubar. Da griffen Zocker dann doch lieber zu Windows. Doch dies soll sich bekanntlich ändern. In San Francisco kündigte Steve Jobs an, dass es ab Juli Top-Titel von Electronic Arts und ID Software geben wird. Dazu gehören unter anderem die Sport-Simulationen „Madden 08“ (American Football) sowie „Tiger Woods 08“ (Golf). Zudem kommen die Titel „2142 Battlefield“, „Command & Conquer 3“, „Need for Speed Carbon“ sowie „Harry Potter und der Orden des Phönix“ in speziellen Apple-Versionen auf den Markt.
Ein gefährliches Unterfangen, denn wenn Stubenhocker und ESL-Profis künftig dennoch auf Windows zurückgreifen, da einfach die Fülle und Vielfalt der Spiele in allen Bereichen kaum mehr übersehbar ist und auch vor allem die Wirtschaft mit den neuen DirectX-10-Grafikkarten und speziell dafür konzipierten, natürlich entsprechend teuren, Grafikkarten den Markt erobert.
Ich als direkte Zielperson und Opfer des Medienkonsums zu allen Tageszeiten bewerte diesen Zug als sehr gewagt. Zwar verbringe ich nur ca. 2 % meiner Zeit im Jahr mit Spielen am PC, ganz anders als viele meiner Generation, dennoch wird einem durch Gespräche und vor allem auch deutlich absehbare Trends klar, wer hier was kauft. Transparenz und das Wissen, was im Rechner steckt, sind von großer Bedeutung. Und die meisten haben gar nicht die Ahnung, was in einem Mac steckt. Also – wozu Mac kaufen, wenig Spiele zur Auswahl haben und die Leistung nicht einschätzen können wenn es doch viel besser (und günstiger) geht?!








