App-Test: Dead Space HD
Gruselspaß fürs iPad
Während Sony offiziell angekündigt hat, die PSP Go aufgrund mangelnder Verkaufszahlen vom Markt zunehmen, erfreuen sich Spiele im App-Store nach wie vor größter Beliebtheit. Und auch wenn einfachere 2D-Spiele mit neuen Bedienungskonzepten wie Angry Birds oder Doodle Jump die Toplisten dominieren, tut sich zwischen den Games auch ab und zu eine Spieleperle von echtem Schrot und Korn auf. Mit Dead Space HD fürs iPad werden auch alte Videospielhasen glücklich.
Wie die großen Brüder
Anstelle für die iOS-Geräte auf eine simple 2D-Version oder ein stark abgespecktes Spiel zu setzen, schien es den Entwicklern am Herz zu legen, auch auf iPad und iPhone ein erstklassiges Spieleerlebnis aufs Display zu zaubern. Mission geglückt.
Auf den ersten Blick gleichen sich Konsolen- und iOS-Version wie ein Ei dem Anderen, erst nach einer Weile fällt auf, das die Spiele für die Apple-Geräte zugunsten der Steuerung und der Spielmechanik etwas simpler gehalten sind. Apropos Steuerung: Obwohl man ohne physische Analog-Sticks klarkommen muss, geht die Shooter-Steuerung auf dem iPad erstaunlich leicht von der Hand. Mit einem virtuellen Stick auf der linken Seite bewegt man sich, mit einem Pendant auf der rechten Seite sieht man sich um. Das fühlt sich die erste Minute lang ein wenig ungewohnt an, nach kurzer Zeit geht das Prinzip aber in Fleisch und Blut über. Wer will, kann sogar die Y-Achse beim Umsehen invertieren, um die Steuerung seinen Vorlieben anpassen.
Worum gehts denn überhaupt?
Für alle, die Dead Space noch nicht kennen, ein kurzer Abriss: Als Ingenieur Isaac Clarke auf eine Raumstation gesandt, um dort Reparaturmaßnahmen auszuführen, trifft man auf gemeine Zombies, die einem an die Wäsche wollen und wird außerdem noch von merkwürdigen Halluzinationen geplagt. Weil man sich weder den Ursprung der Visionen noch der “Necromorphs” genannten Bösewichte erklären kann, will man der Sache als heldenhafter Charakter natürlich auf den Grund gehen und nebenbei möglichst überleben und fliehen. Dabei kann man auf verschiedene Waffen zurückgreifen, die sich im Laufe des Spiels verbessern lassen. Geht einem die Munition aus, was je nach Trefferquote durchaus passieren kann, kann man gefundenes Geld an bestimmten Stellen im Spiel auch in neue Munition investieren. Wer zufällig gerade ein paar Euro über hat, kann auch bares Geld per In-App-Purchase investieren, um Waffenupdates zu kaufen.
Die düstere Gruselatmosphäre und erstklassige Soundeffekte verleihen dem Spiel dabei den Charakter eines guten Horrorstreifens, was das Spielerlebnis ausgemacht. Geht man der Empfehlung des Startbildschirms nach und traut sich tatsächlich, mit Kopfhörern auf den Lauschern zu spielen, wird man sich garantiert das ein oder andere mal erschrecken, wenn auf einmal ein
Technisch großartig
Besonders beeindrucken können Dead Space und Dead Space HD vor allen Dingen in puncto technische Umsetzung: Was da über den Bildschirm von iPhone oder iPad flimmert könnte glatt von einer Heimkonsole kommen. Klar ist dabei zu bedenken, dass Dead Space nicht mit großen Außenwelten punktet, sondern nur enge Räume und Gänge dargestellt werden. Trotzdem ist die Grafik – insbesondere auf dem Retina Display des iPhone 4 – beeindruckend. iPad 2 Besitzer wird freuen, dass sie dank eines Updates in den Genuss einer optimierten Grafik kommen.
Fazit
Erwachsene Videospiele funktionieren nicht auf Touchscreen-Geräten? Dead Space beweist gekonnt das Gegenteil. Das Spiel sieht super aus, hat eine tolle Atmosphäre und funktioniert richtig gut. Das die regulären Preise mit 5,49 Euro für die iPhone-Version und 7,99 für das iPad-Pendant etwas höher ausfallen, geht völlig in Ordnung. Wem das zu viel ist, spielt einfach weiter Doodle Jump und Angry Birds, verpasst dann aber eines der bisher besten Spiele für Apples Tastschirm-Geräte.












