Apfelmews – Vorschau 2010
Was kommt dieses Jahr?
Was sollen wir von 2009 halten? Einen richtigen Knaller hat Apple irgendwie nicht vom Stapel gelassen und bis auf die Magic Mouse fehlen mir Innovationen. Das iPhone wurde lediglich auf die 3GS-Variante geupdatet und auch sonst stand das sympathische Unternehmen aus Cupertino 2009 mehr für Evolution denn für Revolution. Langsam wird es Zeit, sich auf 2010 zu konzentrieren und zu überlegen, was Apple in diesem Jahr aus dem Ärmel schütteln könnte. Hat man sich letztes Jahr ein wenig mit der Gerüchteküche beschäftigt, sollte klar sein, dass wir für 2010 vor allen Dingen auf ein Apple Tablet hoffen können. Weiterhin kann man davon ausgehen, dass das iPhone – vielleicht sogar parallel mit der Vorstellung des Tablets – ein Update bekommt. In Sachen Mac werden wir wohl in der ersten Jahreshälfte keine großen Überraschungen erleben, ein paar Hardware-Updates stehen trotzdem an…
Das Apple Tablet
Ganz klar: 2010 kommen wir endlich in den Genuss des Apple Tablets. Was alles drin steckt, weiß wohl noch niemand. Glaubt man den Gerüchten, zumindest UMTS und eine auf dem iPhone OS basierende Software. Das scheint in anbetracht der Tatsache, dass somit auch die über 100.000 iPhone Apps aus dem App-Store auf dem Gerät laufen könnten, mehr als wahrscheinlich. Ansonsten könnte sich die Hardware irgendwo zwischen Macbook Air und iPhone 3GS einpendeln. Spekulationen zu folge soll das Display eine Größe von 10 Zoll haben, ich könnte mir aber auch gut ein Gerät in 13 Zoll MacBook-Größe vorstellen. Viel größer als das MacBook Air dürfte es allerdings nicht sein. Für ein Tablet-Gerät eigentlich eine ziemlich große Größe. Bleibt abzuwarten, ob die Kompatibilität zu dem vergleichsweise niedrig aufgelösten iPhone-Display vorhanden sein wird. Glaubt man den Financial Times, gibt es ein am 26. Januar ein Apple-Event. So hat das Unternehmen angeblich Ende Januar für ein paar Tage das Yerba Buena Center for the Arts in San Francisco gemietet, um dort eine Präsentation abzuhalten. Ich lasse mich gerne überraschen!
iPhone 4G
Im Sommer 2010 steht mit Sicherheit auch ein iPhone-Update an. Bereits im Gespräch ist bereits eine Unterstützung des neuen Mobilfunkstandards LTE, was für Long Term Evolution steht. Dieser wird als Nachfolger von UMTS gesehen und soll Geschwindigkeiten von 100 Megabit unterstützen. Das schnelle System ist bereits im Testbetrieb, ob es das System aber 2010 auch zu den deutschen Mobilfunkanbietern schafft, ist aus meiner Sicht eher fraglich. Trotzdem könnte Apple das neue iPhone schon mit dieser Technologie ausstatten. Vielleicht auch erst Ende 2010. Darüber hinaus wird sich zeigen, ob Apple an der Marketing-Strategie festhält, Geräte in vielen Ländern nur mit einem Anbieter und entsprechenden Sim-Lock oder Net-Locks anzubieten. Schon oft gab es Meldungen darüber, dass Verträge mit Carriern auslaufen oder zumindest immer öfter weitere Provider hinzukommen. Das bleibt zu hoffen, denn vielleicht nimmt dann auch das ewige Unlock-Katz-und-Maus Spiel zwischen den Apple-Entwicklern und den Hackern ein Ende.
Neue MacBooks
Das Unibody-Gehäuse bei den MacBooks war so ein großer Schritt, dass ich nicht davon ausgehe, dass in 2010 große Designänderungen an Apples mobilen Macs kommen werden. Außerdem kommt mit aller Wahrscheinlichkeit ein Tablet-Gerät, was keinen Spielraum für großartige Notebook-Innovationen lässt. Doch ein paar Sachen stehen bei Apple im Pflichtenheft: Wann kommt endlich offizielle Blu-Ray-Unterstützung? Außerdem ist USB 3.0 so langsam marktreif und auch damit wird Apple wohl nicht lange auf sich warten lassen. Vermutlich kommen diese Features zuerst in einer geupdateten Variante der MacBook Pros im Frühjahr 2010, die mit hoher Wahrscheinlichkeit dann auch mit Intels neuen Prozessoren daher kommen werden. Mobilvarianten von Core i5 und Core i3 sind bis dahin verfügbar und vielleicht wagt sich der Hersteller aus Cupertino auch an ein Top-Modell mit Core i7 Quad-Core-Prozessor. Im Rahmen von Apples etwas angepasster Preis-Politik könnte ich mir außerdem vorstellen, dass die Geräte grundsätzlich fünf bis zehn Prozent günstiger sein werden, als die aktuellen MacBook Pros.








