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High-End-Highlight Huawei Mate10 Pro im Test



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Bereiche

Bewertung
Fast perfektes Smartphone
4,5

 Pro

  • Geniales Design
  • Massive Leistung
  • Tolle Verarbeitung
  • Brillantes, nahezu randloses Display
  • Sehr gute Kamera-Leistung
  • Zukunfsträchtig dank KI-Chip
  • Lange Akku-Dauer

 Contra

  • KI eher Hintergrund-Feature
  • HybridZoom nicht empfehlenswert
  • Kein Kopfhörer-Ausgang
  • Keine microSD-Option
  • Desktop-Modus nur per Kabel

Leerzeichen verändern die Welt. Das wird spätestens dann klar, wenn man sieht wie das generalüberholte Smartphone vom General überholt wurde oder das Meisterstück von Meister Stück das Licht der Bühnenwelt erblickt. In der Technikwelt sieht es ganz ähnlich aus, allerdings wird dort eher das Weglassen von Leerzeichen zelebriert – zugunsten von Coolness und Modernität eines Produktes.

Samsung hat es mit Note7 und Note8 vorgemacht und Huawei zieht mit seiner Mate-Serie nach. Der Name des Mate10 Pro ist ein Leerzeichen leichter, dafür ist das Phone an sich aber jede Menge Features schwerer als sein Vorgänger. Und die reichen von künstlicher Intelligenz über Produktivfeatures bis hin zu viel Display bei möglichst wenig Rand. Klingt gut? Sollte es bei aktuell um die 780 Euro auch. Lassen wir es doch einfach auf den Test ankommen.

Lieferumfang

Lieferumfang im Rahmen der Smartphone-Standards

Der Karton gibt sich Huawei-typisch.
Das Smartphone wartet natürlich zuoberst.
Das beiligende Zubehör - einen Klinkenadapter gibt's bei der Kaufversion.
Das SIM-Tool
Standard-In-Ears
Das Ladegerät in zwei Teilen
Natürlich mit USB-Standard Typ-C
Ein Backcover liegt auch bei ...
... und präsentiert sich besonders flexibel.
Der Karton gibt sich Huawei-typisch.

Das fehlende Leerzeichen des Namens manifestiert sich beim Unboxing recht schnell. Denn im direkten Vergleich mit dem zielgruppenverwandten Samsung Galaxy Note8 fehlt hier leider Einiges. Aber starten wir am Anfang, der sich ziemlich klassisch gibt. Format und Machart des Kartons sind dem Huaweianer altbekannt, hier gibt es nichts Überraschendes oder Neuartiges.

Im Karton geht es ähnlich weiter. Zuoberst kommt das stattliche Mate10 Pro, darunter ein Zubehör-Sammelsurium, das leider nicht viel mehr als Standard ist. Während Samsung beim Note8 noch zwei Adapter und tolle In-Ears von AKG beilegt – von den Stift-Utensilien ganz zu schweigen – geht es beim Mate10 Pro ziemlich überschaubar zu. Neben dem SIM-Karten-Tool, Standard-In-Ears und einem Ladegerät in üblich-zweiteiliger Bauweise gibt es nicht viel Erwähnenswertes.

Halt, doch. Ein sehr flexibles Schutzcase für die Smartphone-Rückseite soll hier noch erwähnt werden, ebenso wie die überraschend große Bauweise des Ladegeräts. Wäre da nicht das Note8 zum Vergleich, wäre das alles okay. So ist es aber doch irgendwie ein wenig wenig. Übrigens scheine ich mit meinem Hersteller-Sample in Blau eine noch abgespecktere Version erhalten zu haben. Bei den im Handel erhältlichen Modellen liegt wohl noch ein Adapter von Klinke auf USB bei.

Optik & Haptik

Tolles Smartphone-Design & beste Verarbeitung

Die Rückseite zeigt das Mate10-Design in voller Pracht.
Nahezu randloses FullView-Display
Lautstärkewippe & Power-Button an gewohnter Stelle
Oben am Smartphone gibt's einen Infrarot-Sender.
Mono-Speaker ja, Klinkenbuchse nein
Doppel-Cam & Fingerabdrucksensor
Das Backcover am Mate10 Pro
Rundum-Schutz für den Rahmen
Auch der IR-Sender wird ausgespart ...
... Power-Button und Lautstärkewippe hingegen nicht.
Die Rückseite zeigt das Mate10-Design in voller Pracht.

Smartphones sind heute doch alle gleich und alle wollen sie wie das iPhone aussehen.“ Na ja, nicht wirklich, denn gerade Huawei lässt sich doch ganz gern einmal zu etwas Eigenem hinreißen. Beim Mate10 Pro äußert sich das augenscheinlich auf der Rückseite des Telefons, denn hier prangt ein aus mehreren feinen Streifen bestehender Abschnitt rings um die Kameras, der von links nach rechts über das Phone verläuft und es optisch von allen Konkurrenten abhebt.

Auch von seinen Verwandten hebt sich das Huawei-Smartphone ab, verzichtet es doch auf die bewährte Voll-Alu-Bauweise und kleidet seine Rückseite in zu den Seiten hin abgerundetes Glas. Der Rahmen präsentiert sich in griffigem Metall, während sich das Display ebenfalls hinter Glas verbirgt. Nach links und rechts bleibt dem 6-Zoll-Display kaum ein Rand zum Rahmen, nach oben und unten kommt das Mate10 Pro ebenfalls mit angenehm wenig Rand aus. So bleibt mehr Platz fürs Display bei gleichzeitig kompakter Bauweise.

An Anschlüssen und Buttons findet sich fast alles Nötige und Gelernte. Rechts am Smartphone entdecke ich die Lautstärkewippe und den Power-Button, links den Slot für die Dual-SIM. Oben sitzt der Infrarot-Sensor und an der Rückseite warten wie gewohnt die Doppel-Cam nebst Blitz und Fingerabdrucksensor. Bleibt nur noch die Unterseite: Hier gibt’s den Mono-Speaker und den USB-Port in Bauweise Typ C. Aber wo ist der Kopfhörer-Anschluss? Den hat sich Huawei gespart. Und damit sind wir doch wieder näher am iPhone.

Hardware

Brillantes Display & massive Smartphone-Leistung

Großes, helles Display
Full HD bietet mehr als genug Details.
Der Lock-Screen kommt dem Huaweianer bekannt vor.
Schickes Smartphone ...
... mit jeder Menge Features und Leistung
Großes, helles Display

Dass der Bildschirm des Huawei Mate10 Pro sechs Zoll misst und nahezu randlos daherkommt, habe ich ja bereits erwähnt. Außerdem kommt es mit dem momentan bei Herstellern so heiß geliebten 18:9-Format daher. Allerdings verweigert sich Huawei dem Trend zur ultrahohen Auflösung. Es bleibt bei Full HD, das mit 2.160 mal 1.080 Pixeln daherkommt. Und das Ergebnis? Ein brillantes Bild bis ins kleinste Detail. Das Panel des Mate10 Pro liefert lebensechte Farben und satte Kontraste bei einer richtig guten maximalen Bildschirmhelligkeit.

Und auch die Ressourcen im Inneren des Huawei-Phones können sich sehen lassen: 6 Gigabyte Arbeitsspeicher, 128 Gigabyte interner Speicher und acht Rechenkerne stemmen sämtliche Prozesse ohne mit der Gigahertz-Wimper zu zucken. Vier mal 2,3 und vier mal 1,8 Gigahertz sind alles in allem drin, hinzu kommt beim Kirin 970 nebst seiner GPU noch eine neue NPU, die für die künstliche Intelligenz sorgen soll. Aber dazu später mehr.

An dieser Stelle noch das AnTuTu-Resultat: Das Mate10 Pro landet bei nahezu 177.000 Punkten und sichert sich damit einen Platz unter den Top-Smartphones. Und das merke ich bei jeder Anwendung, die das Huawei ohne Probleme stemmt. Die einzige Einschränkung bei all den technischen Details: Das Mate10 Pro nimmt keine microSD an. Die internen 128 Gigabyte sind zwar viel und sollten den meisten auch reichen, erweiterbar sind sie dennoch nicht.

Software

Android & EMUI in der 8. Generation

Mit Android und EMUI 8.0 geht einiges an Individualisierung.
Mit Android und EMUI 8.0 geht einiges an Individualisierung.

Huaweis eigenes Nutzer-Interface EMUI hat mich schon bei meinem P9 überzeugt und ich bin von der Leichtigkeit des Designs sowie von der intuitiven Funktionalität nach wie vor überzeugt. Dementsprechend fühle ich mich beim Mate10 Pro mit EMUI 8.0 sofort zuhause und willkommen. So lässt mir das Interface zum Beispiel noch immer die Wahl, ob ich einen App-Drawer nutzen möchte oder nicht. Ich kann ebenso diverse Knöchelgesten definieren und festlegen, sodass ich per Wisch über den Fingerabdrucksensor durch meine Bildgalerie browsen kann. Auch die Optik der Icons, Hintergründe und Menüs gefällt mir auf Anhieb gut. Ich muss also nicht lange in den Einstellungen wühlen.

Einige spannende Neuerungen bringt das aktuelle Betriebssystem Android 8.0 mit. Jetzt sehe ich zum Beispiel Neuerungen in Apps an einem kleinen Punkt an der Anwendung oder dem übergeordneten Folder. Passwort-Autofill sorgt dafür, dass beim Öffnen einer Passwort-geschützten App das entsprechende Passwort vorausgefüllt werden kann, vorausgesetzt, es wurde in meinem Google-Konto gespeichert. Und natürlich verspricht das neue System abermals ein besseres Akku- und Update-Management.

Als Letztes soll hier noch erwähnt sein, dass das Mate10 Pro mit erfreulich wenig Bloatware daherkommt. Die Huawei-üblichen Verdächtigen wie die Health-App und ein Smart Controller, der aus dem Smartphone eine Fernbedienung macht, sind vorinstalliert, können aber auf Wunsch zumeist einfach deinstalliert werden. Apropos Fernbedienung: Das Phone und seine App machen sich in dieser Hinsicht ziemlich gut. Ich musste zum Beispiel nur den Hersteller meines Fernsehers eingeben und konnte schon auf dessen wesentlichste Funktionen zugreifen. Ziemlich easy.

Desktop-Modus

Das Smartphone als Desktop-Ersatz

Per HDMI-Kabel schließe ich das Mate10 Pro ...
... spielend leicht an meinen Fernseher an.
Das Display dient dann als Touchpad ...
... oder als virtuelle Tastatur.
Einstellungen für den Desktop-Modus
Per HDMI-Kabel schließe ich das Mate10 Pro ...

Mit einem anderen Feature will sich das Huawei Mate10 Pro als Business-Gerät und PC-Ersatz gleichermaßen präsentieren: dem Desktop-Modus. Das Prinzip ist – auch in der Praxis – recht einfach. Ich schließe einen USB-C-zu-HDMI-Adapter an das Smartphone an und verbinde es so mit einem Bildschirm, in diesem Fall meinem Fernseher. Das Smartphone wechselt dabei sofort in den Desktop-Modus, der das Phone weiterhin uneingeschränkt bedienbar lässt, aber auf dem großen Screen einen zweiten Desktop mit einigen wesentlichen Shortcuts anzeigt.

Auf dem Mate10 Pro kann ich nun zum Beispiel auch Maus und Tastatur öffnen, um auf dem zweiten Screen zu navigieren. Initial wird das Display des Huawei-Smartphone dabei zu einer Multitouch-Fläche, mit der ich einen Cursor steuere. Damit zeige ich Bilder und Videos vom Telefon äußerst bequem auf dem großen Screen an. Öffne ich die Kommandozeile des Browsers oder ein Textprogramm, erscheint auf dem Smartphone die bekannte Tastatur, mit der ich dann auf dem großen Screen tippen kann. Die Leistung des Mate10 reicht dabei locker für alle üblichen Anwendungen aus.

Eine Einschränkung gibt es dennoch: Im Gegensatz zu Samsung kommt das Huawei zwar ohne ein eigenes Dock aus, aber es bleibt dennoch kabelgebunden. Das mutet ziemlich seltsam an, bedenkt man, dass es zum Beispiel keine Klinkenbuchse für Kopfhörer mehr gibt und sich Huawei damit eigentlich dem Kabellos-Trend anzuschließen scheint.

Künstliche Intelligenz

Die Smartphone-KI werkelt fast unbemerkt

Wer die KI sehen will, muss genau hinschauen.
Wer die KI sehen will, muss genau hinschauen.

Der Kirin 970 wirbt für sich als weltweit erste mobile KI-Computing-Plattform mit dedizierter Neural-Network Processing Unit (NPU). Wer hier jetzt ein Wunderwerk an künstlicher Intelligenz und Maschinenlernen erwartet, wird sicherlich enttäuscht sein. Vielmehr werkelt die NPU im Hintergrund und hilft bei der Optimierung einiger Standards.

Bildoptimierung: Die KI greift bei der Nutzung der Kamera und der Optimierung bestimmter Motive ein. Erkennt das Smartphone ein Gesicht, erscheint ein kleines Kopf-Symbol im Display, das signalisiert, dass die NPU das Bild auf das Portrait hin optimiert. Weitere Modi für zum Beispiel Tier- und Nachtaufnahmen funktionieren genauso. Ob das auch wirklich was bringt, könnte ich nur beurteilten, wenn ich die KI für Vergleichsbilder deaktivieren könnte. Das geht aber leider nicht.

Offline-Übersetzungen: In Zusammenarbeit mit der vorinstallierten Translator-App ermöglicht die KI auch Ad-hoc-Übersetzungen von Texten auf dem Smartphone ohne Zugriff aufs Netz. Die Ergebnisse sollte man allerdings nicht als Übersetzung sondern als Orientierung verstehen. Dennoch funktioniert das Ganze recht gut und ziemlich flott.

Sortierung von Bildern: Auch in der Huawei-Galerie zeigt sich die KI hin und wieder, wenn sie erkannte Gesichter oder Orte relativ konsequent in Ordner sortiert. Leider hört hier aktuell der Komfort auch auf, denn nennenswerte Einstellungen für die Ergebnisse gibt es nicht.

Optimierung der Sprach-Qualität: Eine weitere Leistung der KI soll die Verbesserung der Sprachübertragung beim Telefonieren vor allem in lauten Umgebungen sein. Also drehe ich die Musik auf, animiere die Kinder zum Toben und telefoniere dann mit dem Mate10 Pro. Und ich stelle fest, dass ich auch dann noch gut zu verstehen bin, wenn ich leiser spreche. Die Umgebungsgeräusche filtert das Huawei gut raus und sorgt so für eine angenehme Gesprächsqualität. Im direkten Vergleich zu meinem P9 hat das Mate10 hier die Nase ein Stück weiter vorne, was ich einmal der KI zuschreibe.

An all diesen Elementen zeigt sich summa summarum schon ganz gut, welches Potenzial in der NPU schlummert und dieses Potenzial wird Huawei mit den nächsten Updates sicherlich nutzen. Noch ist die KI recht unspektakulär, aber den wichtigen ersten Schritt haben die Chinesen damit gemacht.

Kamera

Gewohnt hohe Kamera-Quali & ein klein wenig Fake

Bei Low-Light-Aufnahmen schlägt sich ...
... das Huawei Mate10 Pro ziemlich wacker ...
... dank Offenblende von f/1.6 ...
... und gutem Rauschverhalten.
Spielereien wie Langzeitbelichtung sind auch wieder an Bord.
Zudem generieren die Linsen auch allein ein Bokeh.
Bei besseren Lichtverhältnissen ...
... bewährt sich das Mate10 Pro ...
... souverän und liefert ...
... jederzeit stimmungsvolle Ergebnisse.
Bei Low-Light-Aufnahmen schlägt sich ...

Dass sich gerade bei der Motiverkennung gern einmal die KI einschaltet, habe ich ja bereits erwähnt. Dass die Dual-Cam des Huawei Mate10 Pro auf Top-Niveau rangiert und P10 und Co. beerbt, fand ich dabei wenig überraschend. Das Konzept ist bekannt: Sensor 1 löst mit zwölf Megapixel, Sensor 2 mit 20 auf. Einer knipst in Farbe und einer in Monochrom, während die Software das Ergebnis berechnet. Neu ist die maximale Offenblende von f/1.6, die das Mate10 Pro von der meisten Konkurrenz absetzt. Auch die Software ist wieder enorm detailliert und erlaubt Einstellungen, die auf Spiegelreflexniveau rangieren.

Die Bildergebnisse finde ich durchweg beachtlich. Das Mate10 Pro bildet Motive vor allem bei Tageslicht mit satten Farben, tollen Kontrasten und ordentlicher Detailtiefe ab. Bei schwächerem Licht nehmen logischerweise Details und Schärfe ab, dennoch meistert das Huawei-Smartphone auch schwierigere Situationen zufriedenstellend und liefert ansprechende Ergebnisse. Spielereien wie Langzeitbelichtung, Panoramen und Co. sind natürlich auch an Bord und taugen für das ein oder andere Experiment. Videos zeichnet das Mate10 in Auflösungen bis 4K auf, die vom schnellen Autofokus profitieren und meist zu sehr ansehnlichen Ergebnissen führen. Gimmicks wie Zeitrafferaufnahmen sind auch drin, allerdings nur mit niedrigerer Qualität.

Meckern muss ich jedoch über die Mogelpackung Hybrid-Zoom: In der Software wird mir je nach gewählter Auflösung ein allzu präsentes „1,0x“ angeboten, das beim Touch darauf in ein „2,0x“ umgewandelt wird. Die Brennweite scheint sich dadurch zu verdoppeln und das Motiv wird näher herangeholt. Das ist allerdings nur die halbe Wahrheit. Die beiden Linsen unterscheiden sich nämlich nicht in der Brennweite, sondern nur im Farbmanagement. Und das sehe ich bei den gezoomten Bildern: Anstatt der wirklichen Nutzung einer doppelten Brennweite wie zum Beispiel beim iPhone wird hier einfach digital nachberechnet, was der Qualität der meisten Motive eindeutig schadet.

Akkuleistung

Langer Atem & SuperCharge-Funktion

Mit 4.000 Milliamperestunden ist das Huawei Mate10 Pro ungewöhnlich üppig ausgestattet. Und diese Akku-Kapazität macht das Smartphone auch zu einem wahren Dauerläufer. Am Ende des Tages mit Surfen, Videos, Anrufen und Games ist noch deutlich mehr Akku übrig als zum Beispiel bei meinem P9. Theoretisch müsste ich nach dem ersten Tag noch nicht einmal an die Ladestation.

Je nach Nutzung kriege ich auch noch bis zu zwei Tage mit einer Akkuladung über die Runden. Und sollte dem Mate10 zwischendrin doch einmal die Luft ausgehen, schließe ich einfach das Ladekabel an und lade dank SuperCharge innerhalb von 20 Minuten zirka 50 Prozent des Akkus wieder auf. Nach etwas mehr als zwei Stunden ist dann der Akku auch wieder voll und es kann uneingeschränkt weitergehen.

Ladegeräte im Vergleich: Oben = Mate10 Pro, unten = P9
Das Mate10 Pro bringt SuperCharge mit ...
... wodurch ihr das Telefon in 20 Minuten um 50 Prozent ladet.
Ladegeräte im Vergleich: Oben = Mate10 Pro, unten = P9
Fazit

Top-Smartphone, das noch dazu toll aussieht

Ach, was bin ich doch manchmal für ein oberflächlicher Mensch, denn eigentlich fand ich das Huawei Mate10 Pro von Anfang an toll, weil es so cool und anders aussieht. Und das bewirkt doch so gesehen nur der Kontraststreifen auf der Rückseite. Bei näherer Betrachtung muss ich allerdings feststellen, dass das Huawei-Phone wirklich viele Stärken mitbringt. So sind Verarbeitung und Materialwahl rundum top, das randarme Display überzeugt mit Helligkeit, Farben und Details und auch im Hintergrund passt technisch nahezu alles. Eine gute Kamera und die stattliche Akkuleistung runden das Bild ab.

Dem entgegen stehen eigentlich nur einige Kleinigkeiten: So ist die KI nicht wirklich so überragend, wie sie uns Huawei glauben machen will. Potenzial hat sie dennoch en masse. Auch der Desktop-Modus ist grundlegend cool, leidet aber deutlich an seiner Kabelbindung. Und dass mir die Kamera die Verfügbarkeit einer doppelten Brennweite vorgaukelt, möchte ich nicht gutheißen. Als Konkurrenz zu iPhone 8 oder Galaxy Note8 kann sich das Mate10 Pro jenseits davon aber durchaus behaupten und gliedert sich somit unter den Platzhirschen der Geräteklasse ein. Mit einer UVP von 799 Euro stieg das Mate10 Pro im Vergleich zu den Mitbewerbern sogar noch auf einem niedrigeren Preisniveau ein. Dennoch sind aktuell 780 Euro schon ein ordentlicher Brocken, stehen technisch ähnlich gut aufgestellte Phones wie Galaxy S8, LG G6 oder Honor View 10 bis zu 300 Euro günstiger da. Vielleicht ist hier ja dann doch das tolle Design das Zünglein an der Waage.

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