Zwischen Store-Eröffnung und Flashmob

von Ben Walther

· 3 min Lesezeit

Ein Insiderbericht zur Invasion der Cyberheads in Berlin
Am 5. November 2009 war es endlich soweit, der dritte cyberportSTORE öffnete seine Pforten. Es ist der – bislang – zweite in der deutschen Bundeshauptstadt. Damit auch möglichst viele Berliner davon etwas mitbekommen sollten, unterstützten uns 15 geheimnisvolle Cyberheads. Schon im Vorfeld berichtete Kaule von „Verschwörung“, „fremden Mächten“ und der „Cyborg-Rasse“. Ganz so schlimm war es nicht, auch wenn sich der ein oder andere bei der Verfolgung des Live-Streams vielleicht gewünscht hätte, dass sie den Chef-Blogger doch mal mitnehmen würden. Aber sie ließen ihn da und er ist weiter unter uns. ;-)
Da Kaule darauf bedacht war, den neuen Store vor der „feindlichen Übernahme“ heldenhaft mit Leib und Seele zu verteidigen, war es an mir, mit diesen seltsamen Wesen Berlin unsicher zu machen, das bunte und wilde Treiben via Twitter und Facebook hinaus in die unendlichen Weiten der Bundesrepublik zu verbreiten. Wer weiß, vielleicht gibt es die nächste Invasion schon bald in Hamburg, Köln, Frankfurt oder München. Also nehmt euch in Acht. Damit ihr euch nicht zu sehr fürchten und aus tiefsten Ängsten heraus unnötige „Alu-Helmchen“ a la Signs bastelt, gibt es hier noch einmal ein paar bebilderte Einblicke.

Nachdem die Cyberheads das SSC in Berlin-Steglitz unsicher gemacht hatten, ging es weiter im „Raumschiff“ zu den ersten beiden Stationen an der Freien Universität.

Cyberheads-Invasion zur Store-Eröffnung in Berlin-Steglitz – Teil 1″

Entweder waren die Studenten vor Angst gleich aufs Klo geflüchtet, in Vorlesungen oder einfach – mal wieder – nicht anwesend ;-) aber sehr viel war leider nicht losgewesen. Trotzdem konnten die Cyberheads ihre mit Rabatten bestückte Propaganda unter das Volk bringen. Der Ruf von Geld und Gewinnen sorgte dafür, dass viele Passanten sogleich ihre Digicam oder ihr Handy zückten, um die seltsamen Besucher für die Nachwelt zu dokumentieren. Womöglich sahen sie darin auch die einzige Möglichkeit, ihren Freunden und Familien von der Begegnung mit den Wesen vom fremden Planeten glaubhaft beweisen zu können.

Doch weiter ging es, straff an dem Zeitplan der Hintermänner gezwungen mit dem Raumschiff zum Wittenbergplatz. Hier wimmelte es nur von potentiellen, bekehrbaren Wesen. Die Cyberheads schreckten weder vor Jung und Alt noch vor Groß und Klein zurück. Den meisten zauberten Sie ein Lachen ins Gesicht, einige blieben rat- und sprachlos stehen und wiederum andere liefen wie um ihr Leben auf und davon.

Cyberheads-Invasion zur Store-Eröffnung in Berlin-Steglitz – Teil 2″

Das auch Cyberheads in gewisser Art und Weise ihre Bedürfnisse haben und diesen nachgehen müssen, durften einige Besucher einer bekannten Fast-Food-Kette erleben. Während die einen irgendeine undefinier- und nicht fotografierbare Flüssigkeit in die Ecke stellten, schauten sich die anderen bei den Menschen ab, wie man an Nahrung kommt. Sichtlich irritiert aber freundlich wurden sie bedient, bevor es gestärkt wieder auf die Straße ging. Ob sie die Nahrungsmittel gut vertragen haben, konnte ich nicht feststellen, da sie schon den ganzen Tag über diese auffällige Rötung im Kopfbereich aufwiesen.

Cyberheads-Invasion zur Store-Eröffnung in Berlin-Steglitz – Teil 3″

Von der Gedächtniskirche aus ging es weiter in Richtung Ernst-Reuter-Platz und zur Technischen Universität. Pünktlich zum Vorlesungsende – was ich den Cyberheads nur schwer begreiflich machen konnte – erschien ich mit ihnen vor einer größeren Ansammlung an Lernwilligen. Interessiert gingen beide – Cyberheads und Studenten – aufeinander zu, kommunizierten miteinander, zauberten einander das ein oder andere Lächeln ins Gesicht und nahmen gerne die Blumenflyer entgegen. Zahlreiche Menschen packten wiederum die Chance beim Schopfe und ließen sich mit den fremden Wesen fotografieren.

Cyberheads-Invasion zur Store-Eröffnung in Berlin-Steglitz – Teil 4″

Je später der Abend, desto schöner… – okay, viel attraktiver wirkten die Cyberheads auf mich nicht, aber sie strahlten immer noch über beide, nicht vorhandene Ohren. Scheinbar wirkte sich die einbrechende Dunkelheit etwas auf die Psyche der Cyberheads aus, denn vermehrt setzten sie sich irgendwelche Flusen oder auch Stifte in den knall-orangenen Kopf. Bevor ich sie wieder zurück zum Schloss-Straßen-Center begleitete, musste ich erstmal mühselig alle wieder einsammeln, was mir irgendwann auch mal gelang. So mag ich mich irren, aber wir kamen im SSC wieder mit 15 Cyberheads an. Sollte ich doch falsch liegen, so bitte ich den ehrlichen Finder, den/die/das Cyberhead an die Cyberport-Zentrale auszuhändigen, denn wenn ihr wüsstet…TO BE CONTINUED

Cyberheads-Invasion zur Store-Eröffnung in Berlin-Steglitz – Teil 4″

Ich hoffe, euch einen kleinen Einblick in die Geschehnisse über die Dinge fernab von Kaules Live-Streaming gegeben zu haben. Unter normalen Umständen hätte es diesen Bericht schon vor einer Woche geben sollen, doch ich hielt mich noch in den Fängen der Fremdlinge auf, aus denen ich mich erst vor kurzem wieder befreien konnte.

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