WordPress – ein Tool für jedermann ?
Die Zahl der Blogs im WorldWideWeb steigt stetig und immer schneller. Jeder will eins haben und jeder möchte gern ein individuelles gestalten. Vielen fehlen die Kenntnisse, um ein Blog a la Cyberbloc zu gestalten. Wie umgeht man aber die kosten- und zum Teil einfallslosen Angebote, die wie Pilze aus dem Boden schiessen? Ganz einfach: WordPress
Mit WordPress kann man ohne großartige Kenntnisse in Programmierung, Design und Hosting relativ zügig und simple seinen eigenen Bloc zusammenbasteln.
Wenn man sich zunächst offline an WordPress versuchen möchte, installiert man sich auf seinen Rechner die notwendigen Programme. Für Einsteiger ist hierbei besonder das Programm XAMPP zu empfehlen, dass man sich kostenfrei von Seite ApacheFriends.org herunterladen kann.

Wurde das komplette Paket erfolgreich auf dem Rechner installiert (Apache und MySQL laufen wie auf dem oberen Bild), besorgt man sich WordPress (zum Beispiel hier)
Screenshot – www.wordpress.de
und installiert das Ganze im dafür vorgesehenen Ordner. Dies müsste dann ungefähr so ausschaun:

Eine genau Anleitung für die Offline-Installation findet man hier.
Ist der Blog mit seinen Standard-Themes und Plugins eingerichtet kann man mit dem Herumexperimentieren beginnen. Themes und Plugins gibt es in Hülle und Fülle. Diese kann man nach belieben selbst ein wenig umgestalten. Auch ohne umfangreiche PHP-Kenntnisse findet man sich in den Quellcode sehr gut hinein, da die Datei zumeist mit zahlreichen Kommentaren versehen sind. Wenn man trotzdem Fragen rund um WordPress hat, stellt man sie einfach im entsprechenden Forum und siehe da, na kurzer Zeit bekommt man Unterstützung. Ich muss sagen, dass das Forum sehr gut besucht ist und es wirklich nicht lange dauert, bis man auf seine Fragen zahlreiche Antworten erhält.
Screenshot – www.wordpress.de
Hat man irgendwann sein Wunsch-Design gefunden, möchte man es natürlich der ganzen Welt zeigen. Dafür benötigt man einen Hoster, der PHP unterstützt und min. eine Datenbank zur Verfügung stellt. Die Auswahl ist auch hier wieder unendlich. Aber Vorsicht vor dubiosen Angeboten! Und nicht jedes Angebot, das verlockend klingt, hält auch was es verspricht. Erfahrungsberichte und Empfehlungen findet man auf der Seite www.webhostlist.de.
Ist der perfekte Anbieter gefunden, kann es los gehen. Hosting-Paket ordern, die notwendigen Einstellungen vornehmen, eine Datenbank anlegen und diese in der Datei wp-config.php übernehmen und das entpackte Paket mit den WordPress-Dateien per FTP-Programm uploaden. Hat der Hosting-Anbieter alles fertig eingerichtet ruft man mit seinem Browser die install.php auf und in wenigen Schritten ist die Software installiert.
Nun kann man sein eigenes Theme und die notwendigen Plugins hochladen. Dann kann das Bloggen beginnen.
Meine Erfahrungen mit WordPress und der stetig anwachsenden Gemeinde sind hervorragend. Man bekommt schnelle Hilfe auf allmögliche Fragen zur Software etc. und nach einer kurzen Einarbeitungszeit hat man seinen eigenen Blog auf die Beine gestellt. Bis der Blog so aussieht, wie der Cyberbloc bedarf es etwas Zeit- und Arbeitsaufwand.
Ständig findet man neue Themes und nützliche Plugins, und kann so seinen Blog verschönern und aufpeppen. Was besonders interessant ist, findet man auf der Seite www.freshpursuits.com. Dieses Theme, bei dem man schon von einer eigenen „Software“ sprechen kann, ist vieleicht am Besten mit WYSIWYG-Editoren vergleichbar. Man kann sich seinen Blog selbst zusammenbauen, d.h. ich muss nicht das Design und den Aufbau eines Themes so hinnehmen wie er ist – sprich: Einträge links und rechts daneben eine Sidebar. Mit Canvas kann ich die einzelnen Bausteine so verschieben, wie ich es gerne hätte, wodurch mir unendlich viele Möglichkeiten der Anordung offen stehen.
Screenshot – www.freshpursuits.com
Hier sieht man das Block Management, wo man die einzelnen Blöcke mit den Plugins an eine beliebige Stelle verschieben kann. Dies ist sowohl für die Hauptseite, als auch für die einzelnen Beitragsseiten, den eigenen erstellten Seiten und den Archivübersichten seperat möglich. D.h. man kann die Sidebar oder den Aufbau der Seite variabel gestalten. Dies ist zum Beispiel sehr nützlich wenn man eine extra Seite nur mit Statistiken oder Archiv-Beiträgen anzeigen lassen möchte.
Screenshot – www.freshpursuits.com
In der Block-Übersicht kann man die vorhandenen Plugin-Blöcke beliebig oft kopieren, um sie so auf unterschiedlichen Seitentypen zu verwenden. Blöcke, die man nicht benötigt kann man hier auch wieder löschen.
Screenshot – www.freshpursuits.com
Im nächsten Reiter kann man über einen einfachen Schieberegler schnell und unkompliziert die Farben einzelner Bereiche verändern.
Somit kann man abschließend sagen, dass Mithilfe von WordPress das Bloggen im eigenen Stil wahnsinnig einfach und unkompliziert gewurden ist. Keine Anmelden auf Seiten mit wenigen vorgegebenen Themes, bei denen man vielleicht gerade noch die Farbe ändern kann. Kein eigener Blog, der vielen anderen wie aus dem Gesicht geschnitten ist.
WordPress ist für jedermann.








