WePad statt iPad

von matthias-schleif

· 3 min Lesezeit

Konkurrent auf Netbook-Basis erscheint etwa zeitgleich
Mit dem etwas weniger egozentrischen Namen WePad will die Firma neofonie, von der man bis dato nahezu nichts gehört hat, in den nächsten Monaten einen iPad-Herausforderer an den Markt bringen, dem gemeinhin einiges an Potential nachgesagt wird. Dass die Pläne diesbezüglich schon recht weit fortgeschritten sind, sieht man an der vor einigen Tagen abgehaltenen Bilanzpressekonferenz von Gruner+Jahr, bei der ein erstes Modell vorgestellt wurde, wie Chip berichtet. Auf diesem lief unter anderem eine angepasste Version des Stern-Magazins, dessen Macher sich wie zahlreiche andere Zeitungs- und Zeitschriftenmacher für eine Zusammenarbeit mit neofonie entschlossen haben.
Insofern ist die deutsche Firma den Amerikanern, die noch in Verhandlungen mit entsprechenden Verlagen stecken, tatsächlich einen Schritt voraus. Auch Hardware-seitig unterscheidet sich das WePad von Apples Neuling deutlich, wird aber wohl ebenso wie dieses ohne echte Tastatur und Touchpad auskommen, so dass man lediglich einen Touchscreen mit integriertem Rechner in der „handheld“.

WePad“

Wie im Untertitel angedeutet beherbergt das WePad aktuelle Netbook-Hardware. Dies umfasst einen Intel Atom N450 Prozessor, eine 16 oder 32GB große SSD-Festplatte, eine Webcam, einen 11,6-Zoll-Bildschirm mit einer Auflösung von 1.366 x 768 Pixel, sowie die üblichen 2x USB 2.0, Cardreader, Bluetooth 2.1 und WLAN-N. Hinzu kommen bei diesem Modell ein UMTS-Modem (3G) mit (wahrscheinlich) A-GPS-Funktionalität, ein Ambient Light-Sensor, ein Bewegungssensor und eine für etwa 6 Stunden Arbeitsleistung genügende Batterie. Im Gegensatz zu Apples Pendant sind das wohl einige Stunden weniger, aber für einen Erfolg des WePad sprechen auch ganz andere Gründe. Das offene Format über das Android-Betriebssystem von Google und den dazugehörigen App-Store ist eben nicht proprietär und Dateien können von daher auch auf anderen Systemen genutzt werden. Ein weiterer „Riesenvorteil“ liege in der Unterstützung von Flash/Adobe AIR, das eben auf den Apples gar nicht integriert ist. Sicher sollte man prinzipiell heutzutage davon absehen seine Webseiten mit Flash zu überfrachten, aber zur Zeit ist das wohl noch die allgemeine Praxis, weswegen sich der Vorteil kaum wegdiskutieren lässt.

Wie gesagt wurde ja vor einigen Tagen das erste Modell offiziell vorgestellt bzw. ein Dummy (auf Basis eines Fujitsu-Laptops) dessen, weswegen es natürlich auch schon einige „Fotos“ bzw. Renderstudien gibt, die wir euch natürlich nicht vorenthalten möchten, auch wenn man sie jederzeit auf der Facebook-Page des Herstellers oder in der Pressemappe (Download 22,3 MB) auf der Homepage ansehen kann. Die voraussichtlichen Endpreise sind – im Gegensatz zu den iPads, die letztens im 3Gstore gesichtet wurden – noch nicht bekannt*.

* Anmerkung des Chefredakteurs: Auch die offiziellen, deutschen Preise des iPads sind nach wie vor noch nicht bekannt. Die Kalkulation von 3Gstore lässt sich daher wie folgt erklären. Der erwähnte Shop ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit kein Apple-Partner (es werden freie, importierte iPhones angeboten, was de facto eine Vertragsverletzung darstellt, auch dürfen offizielle Partner wie Cyberport das iPad noch immer nicht anbieten ). 3Gstore kann also nur auf eigene Faust die Geräte zukünftig einkaufen, entweder im In- oder Ausland. Die dargestellten, hohen Preise sind daher mehr als eine Art Sicherheitskalkulation zu verstehen, sprich ist der Shop gezwungen die iPads zum Normalpreis zu kaufen (vielleicht wenn man einen „befreundeten“ Händler kennt auch geringfügig günstiger) muss der Verkaufspreis entsprechend hoch kalkuliert werden, da ansonsten mit einem Verlustgeschäft zu rechnen ist.

Zum jetzigen Zeitpunkt ist der Vertrieb des iPads in Deutschland noch nicht abschließend geklärt. Fest steht, Apple selbst und einige Retail-Partner (Media-Saturn) werden das Gerät anbieten, für offizielle Fachhändler wie Cyberport ist noch keine Entscheidung getroffen worden. Indes wir hoffen alsbald auf einen positiven Bescheid.

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