Was sagt der Switcher nach einem Monat?

von michael-jung

· 2 min Lesezeit

Jetzt ist etwas mehr als einen Monat her, dass ich meinen Windows-Laptop in den Ruhestand geschickt habe und privat ausschließlich mit einem Mac arbeite. Ok, ich habe auf meinen MacBook Pro (MBP) noch eine Windows-Installation, die benötige ich allerdings nur noch für die Lan-Partys, um ein bisschen Spiele zu zocken, die ich mir nicht für Mac besorgt habe.

Die große Frage ist ja eher: Vermisst man was oder vermisst man nix? Ich muss sagen, ich vermisse nix. Ok, die Umstellung ist nicht ohne, aber ich wurde gut in der Mac-Community aufgenommen und mir wurden die Tricks und Kniffe gezeigt. Im Gegenteil, der Mac bereichert mein Leben. Keine Gedanken mehr, ob ich was installiere oder nicht, denn wenn ich mal zum Testen was installiere, ich kann es ohne Rückstände wieder entfernen. Manchmal schon unheimlich, der Computer funktioniert einfach.

Am meisten Sorgen hat mir gemacht, dass ich mich von Software, die ich liebgewonnen habe, trennen muss. Nee, nicht so richtig! Ok, der Finder ist anders als der Datei-Explorer, aber schlechter? Nicht unbedingt. Dafür gibt es vieles, was einfach besser ist. Nehmen wir einfach mal den folgenden Fall: Ich suche eine Mail – bei Outlook kann man jetzt die Suche anwerfen und einen Kaffee trinken gehen (je nach Größe des Postfaches). Als Mac-User nehme ich einfach Spotlight. Ein Klick, einige Buchstaben getippt und schon habe ich Zugriff auf die gewünschte Information. Ein mächtiges Tool in dem Zusammenhang ist auch Quicksilver: Ich suche die Rufnummer vom einem alten Kollegen, drücke dazu die Tastenkombination „ctrl +Space“, tippe seinen Namen, navigiere mit den Pfeiltasten und nach einem Enter bekomme ich die Rufnummer bildschirmfüllend angezeigt.

Die mit dem Mac gelieferte Software reicht aus und ist umfassend. Mittlerweile habe ich meine 16.000 Pics in iPhoto, mit iWeb meiner erste Website online, mit ComicLife geniale Comics aus den Pics gebaut und und und. Glaubt es, es ist einfacher, als ihr glaubt. Ich habe hier noch ein schönes Bild gefunden, was euch zeigt, warum ein Mac wirklich genialer ist…

image

Ein anderes Thema: Ich habe bis jetzt weder eine Firewall auf dem Laptop noch einen Virenscanner! Mein Router hat eine FW, was mich als Windows-User aber nie davon abgebracht hat, trotzdem eine lokale zu installieren. Irgendwie juckt mich das Thema aber auf dem Mac nicht.

Alles in allem: Ich habe den Schritt nicht bereut und tippe diese Zeilen gerade auf der geilsten Hardware der Welt. :)

Kommentare

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Gepostete Kommentare

Dominik Briselat 02.11.2006, 20:30 Uhr

Wenn das so ist, dann tippe ich meine Zeilen auch auf der geilsten Hardware der Welt. Ich bin Mitte August auch geswitched und habe genau wie du jetzt ein MBP. ...und ich bereue NICHTS! "Keep-on-Mac-Zeilentipping", Dominik B.

todesroboter 03.11.2006, 09:56 Uhr

Gelobt sei Mac OS X! Ich sitze hier in einer Agentur die vor 2 Tagen alles auf Mac OS X umgestellt hat und die Probleme fangen grad so richtig an. Keine Schriften oder Schriftenverwaltung funktioniert ... und das ist der Anfang. Seit 2 Tagen kann nicht gearbeitet werden und es wird nur gebastelt und rumprobiert. Bin gespannt wie das weitergeht. Aber eigentlich ganz einfach ... den Schalter einfach auf OFF lassen! Für den einfachen Anwender der ein paar Bildchen verwalten will und mal ne Email versendet scheint das gut zu funktionieren, wird es professioneller wirds auch schwerer. Aber wie gesagt: gelobt sei MAC OS X ...

phil 04.11.2006, 13:11 Uhr

Also so kann man das jetzt auch nicht sagen, dass der mac für den lowlevel user geil, für produzierende aber scheisse is. Gerade auch wenn du mit dem rechner arbeitest, isses schön, wenn du dich nicht die ganze zeit um irgendwas sorgen musst. Klar, auch der Mac hat seine schwächen, die halten sich aber sehr in grenzen. Klar, man kann auch nen Windows system sehr stabil und sicher machen, erfordert halt nen haufen zeit und wissen, beim Mac hat dir Apple das abgenommen. Is doch nett von denen, wa? Es ist halt ne umstellung, die man mitmachen muss, aber wenns getan is, is man froh drum. Die software gibts für Mac genauso, mindestens genausogut. Einige, zumindest für mich, wichtige programme gibbet auch nur für OS X. Wenn wir grad beim thema schriften sind: Die beste schriftverwaltung, die ich je benutzt hab, is der Linotype Fontexplorer, und den gibts nur für Mac, und er ist kostenlos. (nein ich krieg kein geld dafür!) Das nur als beispiel ... Ich bin absolut überzeugt vom Mac!

Benjamin 05.11.2006, 06:14 Uhr

Also, was die Softwareausstattung angeht, denke ich ist es egal welches System man nimmt, im Prinzip gibt es am Markt alles für beide Welten. Was die Systemsicherheit bzw. Stabilität angeht, finde ich ist der Mac dem PC nicht besonders im Vorteil. Auch ein Mac stürz ab, Programme frieren ein, das System wird langsamer mit der Zeit. Ich arbeite beruflich mit beiden Systemen im Videoschnitt und Postproduction Bereich. Wir haben einen G5 als Finalcut Schnittsystem und manchmal fragt man sich da schon warum der denn nun schon wieder so langsam wird, obwohl doch auf dem Mac alles so "einfach funktioniert". ... Beim PC kann man es noch nachvollziehen wenn mal wieder 10 Programme installiert und desintalliert wurden. Aber wenn man ein Windows XP einmal eingerichtet hat, was nicht soo aufwendig ist wie es oft dargestellt wird, dann läuft das auch ohne Probleme. Ich kann "todesroboter" da nur zustimmen, dass es im "professionellen" Umfeld mit dem Mac genauso Probleme gibt wie mit dem PC. Für den einfachen Home-user mag der Mac sehr gut sein, weil vieles voreingestellt ist und "einfach so" funktioniert. Das ist aber auch gleichzeitig der Nachteil, man kann halt bei manchen Dingen es sich nicht so einstellen wie man es gerne hätte, sondern muss sich damit arangieren wie es einem die Firma Apple vorsetzt. Z.B. die Freigabe von externen Festplatten in einem Mac/Windows Netzwerk, wie dumm ist das denn bitte gelöst? Wir haben dann extra ein zusätzliches Tool dafür benutzt. --- Gibt es beim Mac eigentlich die aktualisieren Funktion im Finder (wie F5 beim PC)?

blind2c 05.11.2006, 12:21 Uhr

Wieder jemand, der offen bekundet, dass Mac (oder auch PC) besser ist. Eigentlich lasse ich mich auf solche Gespräche garnicht mehr ein, aber die bisherigen Kommentare sind alle sehr objektiv. Deshalb auch mein Senf: Ich bereite mich gerade auf das Boot-Camp für meinen iMac vor. Ich werde switchen, aber andersherum. Der Grund ist die enorme Abstraktion zwischen der GUI und System. Das ist natürlich ein Mehrwert, aber nicht unter allen Umständen. Wie bereits schon in den anderen Kommentaren angesprochen, so bin auch ich sehr zufrieden, wenn ich abendlichen noch ein bischen Mails checke oder durchs Web browse (denglish pur) etc.. Aber hat jemand schon mal versucht eine Datei ohne Drag&Drop zu verschieben? CTRL+X? Oder Pfadangaben zu kopieren um mal schnell einen Ordner/Finder zu öffnen? Evtl. nur mit dem Keyboard? Und letztendlich bin ich auch ein Gewohnheitstier, das die Software von der Arbeit einfach liebgewonnen hat. Trotzdem weiß ich jetzt schon, dass ich einige Dinge sehr vermissen werde. Z.B. die aufgeräumten Systemeinstellungen, einfache Installation von Anwendungen, das Dock, Apfel+Tab in Kombination mit Apfel+Q oder +H, Mounten von ISOs, Anzeigen der selbigen auf dem Desktop, Drag&Drop von TextClipping, natürlich jede Menge EyeCandy und Animationen, etc. :) Für mein Windows bedeutet das aber auch, dass ich es mehr als zuvor Anpassen/Customizen werden. Mittel und Wege gibt aber genug, soweit ich das bisher recherchiert habe ... auch wenn das dann nicht 'nativ' vom OS unterstützt wird. Die Hardware ist nach wie vor genial, schlicht und einfach toll! Der Intel-Inside war einer der Gründe, warum ich mich überhaupt erst zum Mac-Switch getraut habe. Aber ich würde jederzeit wieder eine solche Hardware kaufen. Das (teure) Geld ist sie zumindest wert, wenn mein kein Hardware-Bastler ist. Ich bin zumindest keiner :)

thomase 05.11.2006, 12:21 Uhr

Du kannst im Prinzip schon alles so einstellen wie du willst. Und da liegt meiner Meinung nach der Unterschied: Beim Mac funktioniert die vorgegebene Konfiguration quasi "out of the box", für Veränderungen daran muss man sich aber auskennen - bei Windows muss man sich so oder so auskennen- Oft kennt sich die IT Abteilung aber eben mit Macs nicht aus. Und dass ein System-Wechsel für ne ganze Agentur Probleme macht is ja wohl auch klar, wenn du von Windows NT zu XP in ner ganzen Firma wechselst, geht das auch net reibungslos. Ich will nicht sagen, dass beim Mac alles nur toll ist, aber ich muss mich dem Rezensenten anschließen, seit ich einen Mac benutze (seit 4 oder 5 Jahren), hab ich echt weniger Kopfweh. Gerade Final Cut finde ich wesentlich intuitiver als z.B. Premiere...

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