Vorgestellt: Microsoft Office Web Apps
Büro in den Wolken…
Mit den aktuellen Office-Versionen 2010 für den PC und 2011 für Mac hat Microsoft neuerdings auch das Web für sich als Arbeitsplatz entdeckt. Die Web Apps der einzelnen Office-Programme laufen sowohl unter Windows als auch Mac OS X in allen neueren Versionen der bekanten Browsern wie Firefox, Internet Explorer, Safari und Chrome. Diese umfassen jeweils eine Online-Version von Word, Excel, PowerPoint und OneNote – die Notizanwendung von Microsoft. Apropos: Die Nutzung des „Online-Office“ ist nicht an den Erwerb von einer regulären Lizenz gekoppelt, lediglich ein Internetzugang und eine ID bei Windows Live sind erforderlich. Mit den Web Apps folgt Microsoft dem anhaltenden Trend des Cloud Computings – sprich Daten und echte Anwendungen dem User direkt im Internet zur Verfügung zu stellen. Microsoft zieht damit endlich auf dem Gebiet der Online-Offices mit den Konkurrenten Google und Zoho gleich.
Funktionen und Umfang
Von der Funktionalität bieten die Online-Versionen von Word, Excel und PowerPoint natürlich nicht all die Möglichkeiten, die der Anwender mit der Desktop-Variante erhält. Nichtsdestotrotz sind die wichtigsten Grundfunktionen enthalten –somit empfehlen sich die web Apps vor allem für einfache Arbeiten. In den meisten Fällen umfassen diese „einfachen Arbeiten“ ca. 75 Prozent meines Nutzungsverhalten der Desktop-Version – für ein Großteil der Aufgaben sollte dies ausreichen. Positiv zu erwähnen ist, dass die Formatierung auch beim Wechsel von der Online-App zur Offline-App erhalten bleibt. Das ein solches Verhalten nicht selbstverständlich ist, kann man sich beim Google Online Office anschauen – hier gibt es durchaus Formatierungsverluste beim Wechsel des Programms.

Wie wird eigentlich die Cloudfähigkeit hergestellt? Jeder Microsoft-Live-User bekommt bis zu 25 GB kostenfreien Speicherplatz für Dokumente und andere Dateien, die Anwendung die dahinter steckt nennt sich Microsoft Skydrive.
Die Bedienung der Web Apps orientiert sich an der Desktop-Variante, so können bspw. auch bei den Web Apps dank der Menübänder (Ribbons) einzelne Aufgaben schneller als bisher auch von unerfahrenen Office-Usern erledigt werden.
Fazit
Microsoft ist mit dem Cloud-Angebot der Web Apps ein guter Start gelungen und in Verbindung mit den stationären Office Anwendungen kann eine durchgängige Integration von Offline und Online geschaffen werden. Besonders praktisch finde ich auch die Möglichkeit, die erstellten Dokumente mit dem iPad und/oder iPhone anzuschauen – wenn gleich noch immer die Editierfunktion fehlt. Es beliebt festzuhalten, dass Microsoft mit den Web Apps nunmehr mit Googles Angebot auf Augenhöhe konkurriert – Glückwunsch.








