Versuch einer Filmrezension
welche aber durch die Anwesenheit von Schlangen verhindert wurde
Schreckliche Zeiten sind angebrochen. Spanien verschwindet aus dem Netz, weil durch einen Serverfehler alle Internetseiten nicht mehr erreichbar sind. Der iranische Präsident will zum Fernsehduell antreten. Heimsuchungen unvorstellbaren Ausmaßes. Dieter Bohlen hat eine Neue. Naturgewalten außer Rand und Band. Zu all dem noch quasiexplodierendes Reisegepäck. Aber es gibt auch Lichtblicke. Pluto, der kleine Schmarotzer am Rande der Galaxis durfte sich viel zu lange über seinen Status als Planet freuen. Jetzt sitzt er am Tisch der kleinwüchsigen Planeten mit Migrationshintergrund. Geschieht ihm recht. Jahrzehntelang auf Kosten des Steuerzahlers lebend, muss er nun Schwarzfahrer in den öffentlichen Verkehrsmitteln zwischen Uranus und Neptun kontrollieren. Und Urlaub gibt’s auch keinen. Falls ich noch mal in den Genuss desselben kommen sollte, dann ganz gewiss nicht mit dem Flugzeug. Obwohl unter stattlicher Fugangst leidend, zwängte ich mich in den vergangenen Jahren immer wieder in allerlei Arten von Fluggerät.
Doch damit dürfte es nun vorbei sein.
„Enough is enough. I have had it with these muthafuckin‘ snakes on this muthafuckin‘ plane!“sagt er hier gerade. Oder etwas ähnlich gemeines in Richtung der Reptilien.
Dank Samuel L.Jackson. Ich habe nichts gegen Sam. Wirklich nicht. Aber mir, einem glühenden Verehrer seiner darstellenden Kunst das anzutun war ziemlich unredlich. Warum? Weil Mr. Jackson geruhte bei „Snakes on a Plane“ mitzuwirken. Das allein wäre nicht weiter unerfreulich, doch… Neben meiner Flugangst gibt es noch eine zweite Phobie, die sich in diesem Zusammenhang als nachteilig für mich herausstellen sollte. Schlangenphobie. Verdammt, wie konnte das nur passieren, zwei der gefährlichsten und bestausgerüsteten Ängste im Verbund gegen mich. Das ist als ob sich Superman und Batman zusammentun würden. Oder Godzilla und der Riesenkrake aus „Fluch der Karibik“. Oder ein Zanderfilet mit einem amerikanischen Zinfandel. Eigentlich wollte ich ja einige Zeilen zu diesem Film schreiben. Über den Hype, die Albernheiten und den Blödsinn. Bilder zeigen, bewegte Bilder abfahren, bewerten, verlinken, kritisieren. Und Herrn Jackson huldigen. Dank meiner Phobie konnte ich es bis jetzt nicht hinbekommen, mir wenigstens den Trailer anzuschauen. Anhören ging auch nicht. Rezensionen lesen? Mit Bildern? Nein, Danke. Das einzige was ich berichten kann, das der Film in Deutschland am 07.09.2006 anläuft und ab 16 Jahren freigegeben ist. Und eben Schlangen, die mitspielen. Nach allem was man so hört, unbedingt anschauen, denn ob es eine solche Albernheit mit Mr. Sam L. gleich wieder gibt, wer weiß.
PS: Gespannt bin ich, ob der Film z.B. auf Transatlantikflügen zu sehen sein wird. Dann könnte ich mir nur noch Urlaub ohne Flugzeug gönnen. Der Gedanke, an Bord würden…Genug der Horrorszenarien. Spätestens an diesem Punkt wünschte man, der Schuhbomber wäre an Bord. Oder wenigstens etwas Flüssiges im Handgepäck.








