USB 3.0 in der Warteschleife

von matthias-schleif

· 2 min Lesezeit

Stand der Entwicklungen
Da ich mich in dieser Woche aus einem bestimmten Grund mit dem Thema USB 3.0 beschäftige, habe ich mich im Netz kurz einmal schlau gemacht, wie der aktuelle Stand der Dinge ist. Die bekannten Eckdaten von USB 3.0 sind eine theoretisch zehnmal so hohe Übertragungsgeschwindigkeit wie bei USB 2.0 (USB 3.0-Kabel vorausgesetzt), Abwärtskompatibilität bis hin zu USB 1.1 sowie eine leicht verbesserte Energieeffizienz. Prinzipiell ist die Technik also wohl soweit fertig gestellt und mittlerweile gibt es auch schon einige wenige Hardware-Devices wie Festplatten oder Notebooks mit den entsprechenden Anschlüssen und Controllern im Handel. Zur Entwicklung des neuen „SuperSpeed-Standards“ haben sich wie üblich einige große Firmen zu einem Konsortium zusammen geschlossen, zu denen z.B. Intel, Microsoft, Texas Instrument und NEC gehören. Mit im Boot sind aber auch die Intel-Konkurrenten AMD und NVidia, die beinahe schon wieder ausgestiegen wären. Den schwarzen Peter hat zur Zeit allerdings mal wieder die Firma Microsoft.
Wie man unter anderem bei PCGames-Hardware nachlesen kann, ist es natürlich mit der Festlegung der Spezifikationen durch Intel nicht getan. Die USB3.0-Funktionalitäten sollen ja möglichst in die Mainboard-Chipsätze integriert werden, was aber weder Intel noch AMD bisher auf die Kette bekommen haben. Die momentan auf Steckkarten oder als Zusatz-Chip (für Mainboards, HDDs, etc) vertriebenen USB3.0-Controller arbeiten wohl noch auf Basis des von Intel als Vorleistung entwickelten xHCI-Controllers, sind aber nur von NEC oder Marvel erhältlich. Tja, und da fingen dann irgendwo die „Zickereien“ an, die uns Kunden manchmal nur den Kopf schütteln lassen.

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Da Intel den erwähnten xHCI-Controller einige Monate später fertig gestellt hatte, als ursprünglich geplant, warfen AMD und NVidia dem Chipriesen eine Geheimhaltungstaktik vor, mit der sie sich eine technischen Vorsprung sichern wollen würden. Intel hat das dann brüsk von sich gewiesen und seinerseits behauptet, AMD sei nur zu faul eine eigene Implementierung zu entwickeln. Als man bei AMD/NVidia merkte, dass Intel wohl doch keinen sonderlichen Entwicklungsvorsprung hat, ließ man die Idee, tatsächlich eine eigene Umsetzung zu entwickeln wieder fallen und vertrug sich mit dem Konkurrenten erst einmal wieder. Dennoch scheint Intel die Übernahme der Funktion in den Chipsatz tatsächlich etwas verzögern zu wollen, denn erste Mainboards mit den erforderlichen Fähigkeiten werden wohl nicht vor 2011 auf den Markt kommen.

Die neueste „Zickerei“ kommt jetzt aber von Microsoft, die sich von einigen Beobachtern nun ebenfalls eine Verzögerungstaktik vorwerfen lassen müssen. Der Softwarehersteller hat vor wenigen Tagen angekündigt, keinen USB 3.0-Treiber für Windows 7 veröffentlichen zu wollen, was die flächendeckende Einführung des neuen Standards zumindest behindern könnte. Die genannten Hersteller NEC und Marvel liefern zwar selbstredend eigene Windows- und Mac-Treiber mit ihren Controllern aus, dennoch klingt die Ankündigung von Microsoft, USB 3.0 erst ab Windows 8 zu unterstützen, wie eine Warnung vor einer nicht ausgereiften Technik.

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Sicher, in der Vergangenheit gab es häufig Probleme mit Chipsatztreibern unter Windows so dass man vermuten könnte, M$ wolle die Verantwortung für möglicherweise auftretende Fehlfunktionen nicht übernehmen. Auf Macnews.de wird dagegen vermutet, Intel, Microsoft -und wohl auch Apple, würden erst die Einführung der neuen „Light Peak-Schnittstelle“ abwarten wollen, bevor sie USB 3.0 in den Markt drücken; begründet wird die Vermutung aber leider nicht.

Mehr zu USB 3.0 gibt’s dann über den Rest der Woche. Man darf gespannt sein; ich hab ein paar sehr interessante Testgeräte da.

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