Übersicht Frühling 2010: Google-Android-Apps

von joerg-pittermann

· 2 min Lesezeit

Smarte Programme – Android only
Jedes mal wenn ich ein Android-Smartphone in meinen Händen halte, bin ich auch im Android-Market unterwegs. Von mal zu mal füllt sich der App-Store immer mit mehr Programmen – über 50.000 Titel sind es schon. Aber ein Problem bleibt indes bestehen, ich finde mich immer schlechter im Marketplace zurecht. Auch wenn es eine (gute) Suche gibt, bin ich mehr oder weniger überfordert die passende App zu finden. Wünschenswert wäre eine Vorselektion von Apps im Browser des PCs, wie es bspw. Apple schon anbietet. Jedoch freue ich mich nichtsdestotrotz jedes Mal über die guten Programme von Google, die Google im Apple-App-Store leider nicht anbieten will oder darf. Denn soviel sei gesagt, die Google eigenen Apps sind wirklich super, was man nicht unbedingt von allen anderen Programmen unter Android sagen kann. Hier finde ich im Vergleich zu anderen App-Stores eher wenig herausragendes. Und deshalb gibt’s an dieser Stelle mal ein Best-Off meiner beliebtesten Google-Android-Apps – natürlich alle kostenfrei.
Google Shopper
Mit Google Shooper kann man – wie bei jedem anderen Preisvergleich-Tool auch – Preise vergleichen. Smartphone auf den Barcode halten und dann auf das Ergebnis warten. Aber halt, Google Shopper macht das ganze besser. Hier werden nämlich nicht nur Strichcodes sondern auch Produktabbildungen erkannt. Die Suchanfrage kann natürlich auch ganz klassisch via Tastatur erfolgen, aber warum sollte man sich die Mühe machen wenn es auch einfacher geht? Und zum Glück kann ich auch immer wieder auf die alten Suchanfragen zurückgreifen.

Google Goggles
Die Funktionsweise von Google Goggles ist einfach. Mit der Kamera des Smartphones wird ein Foto von einem Objekt aufgenommen. Diese werden dann mit Googles Bildersuche abgeglichen. Ist ein identischer Match möglich, gibt es weitere Informationen zu dem Objekt. Beispielsweise ein Kunstwerk oder eine touristische Sehenswürdigkeit wie z.B. die Golden Gate Bridge. Inzwischen ist das Tool von Google noch weiter verbessert worden und bietet eine Übersetzungsfunktion. Hier wird einfach der zu übersetzende Text aufgenommen, der Nutzer legt fest welchen Bereich Goggles übersetzen soll und dann wird der Ausschnitt mittels OCR analysiert und zu Google Translate geschickt. Hier können z.B. Hinweisschilder oder Speisekarten übersetzt werden. Momentan liegt der Übersetzungsmodus nur für Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Deutsch vor – Fernziel sind bei Google die Übersetzungen für sprachen die keine lateinischen Buchstaben verwenden wie z.B. Chinesisch, Arabisch oder Hindi.

Google Finance
Ein weiteres Feature, dass Google sehr stark ausgebaut hat ist Google Finance. Hier werden Aktienkurse in (fast) Echtzeit dargestellt und News rund um Firmen und Aktien aufgerufen werden, sogar das eigene Portfolio lässt sich verwalten. Diese App bietet wesentlich mehr Potential als vergleichbare andere Programme, ich würde mir gerne so etwas auch bei meinem iPhone wünschen.

My Tracks
My Tracks ist der Traum von jedem GPS-Logger und -Jogger. Hier werden abgelaufene Routen und weitere Informationen wie Geschwindigkeit, Höhe und Distanz gespeichert und visualisiert. Dies habe ich so leider in dieser einfachen und simplen Form noch nicht bei einer anderen App gefunden. Und natürlich können die Daten auch über Google Docs ausgetauscht und weiterbearbeitet werden. Die Streckenführung wird dann in Google Maps visualisiert – kurzum genial!

Sky Map
Sky Map habe ich bereits schon an früher Stelle mal vorgestellt – und auch ein Jahr später bin ich immer noch begeistert von dieser Anwendung. Einfach das Smartphone in den Himmel halten und endlich wissen was man anschaut. Auch wenn ich nicht mehr wirklich immer eine freien und klaren Blick in den Himmel habe, ist es manchmal doch ganz gut zu wissen was man theoretisch anschauen könnte.

Kommentare

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Gepostete Kommentare

MysteriousDiary 19.05.2010, 15:38 Uhr

Für die bequeme Installation oder das Vormerken von Apps über den Webbrowser kann ich Dir "appbrain" (http://www.appbrain.com) empfehlen. Einmal die kleine App installiert synchronisiert diese regelmäßig mit der Datenbank auf der Webseite. Dort kann man sich dann Apps für später in unterschiedlichen Listen arrangieren, oder sie direkt zur automatischen Installation vormerken. Dies ist auch sehr praktisch wenn man mal sein Gerät wechselt oder auf Werkszustand zurücksetzt um schnell wieder seine favorisierten Programme installieren zu können. Dazu ist das ganze auch noch gratis.

ben 19.05.2010, 18:06 Uhr

Das heißt nicht Google Googles sondern Goggles!

Michael 20.05.2010, 09:53 Uhr

Googles wird tatsächlich immer besser. Habe gestern abend Freunde beeindruckt: mehrere Etiketten von Weinflaschen gescannt - alle erkannt. Hut ab!

T 21.05.2010, 11:25 Uhr

die bequemere bzw. Remote-Verwaltung der Apps wird mit Android 2.2 FroYo, welches gestern vorgestellt wurde, möglich werden. außerdem noch so einiges mehr. ich erlaube mir mal den bisher besten Überblick (den ich gelesen habe), bei den Kollegen von mobiflip.de zu verlinken: http://tinyurl.com/2c2q2za

Dirk 21.05.2010, 19:51 Uhr

Hallo, hier mein persönlicher Test mit der App "My Tracks". Ich war im Kurzurlaub in Prag und wollte diese App nutzen um zu schauen welche Strecke ich zurückgelegt habe und wo ich genau war. Doch leider hat das nicht ganz so richtig funktioniert. Bei der Auswertung musste ich feststellen, dass ich durch Häuser ging, die Moldau schwimmend durchquert habe und sagenhafte 60km/h schnell war... und das zu Fuss. Mein Fazit: Genauigkeit ungenügend und nur geeignet wo kein hohe Gebäude oder enge Gassen in der Nähe sind. "na shledanou", Dirk

MysteriousDiary 21.05.2010, 19:56 Uhr

@T Und das sowohl für Apps als auch Musik over the Air. Ohne zwingendes iTunes oder lästiges Syncen über Kabel. Muss schon sagen, Froyo ist verdammt Innovativ und ist damit nun weit an der Konkurrenz vorbei gezogen. Auch die kleinen Seitenhiebe auf der Keynote gegen Apple waren verdammt gut und amüsant, auch wenn ich sonst die ewigen xx vs yy Diskussionen nicht mag.

Joerg Pittermann 21.05.2010, 19:58 Uhr

Die Frage ist auf wievielen aktuellen Android Smartphones Froyo sofort läuft und wieviele alte Smartphones mit Android in der Version 1.X zurückgelassen werden. Das wird nicht so schnell von den Käufern vergessen, die viel Geld für sowas ausgegeben haben, nur um dann ein paar Monate später ein veraltetes Modell mit einer alten Software zu haben....

MysteriousDiary 21.05.2010, 21:10 Uhr

Wenn man den ersten Meldungen glauben darf sollen zumindest alle Geräte von 2010 das Update in diesem Jahr erhalten. Oftmals sind dann ja auch eher die Provider das Problem, da diese die OTA Updates nicht ausliefern bzw darum nicht scheren. Bei Google internen Tests soll Froyo selbst auf dem G1 gut laufen und erhebliche Performanceschübe bringen da sie auch die langsame Hardware der ersten Geräte berücksichtigt haben. Hier wird also sicher auch früher oder später ein entsprechender Cyanogenmod erscheinen. Ich glaube nicht dass die Lösung für derartige Probleme so aussehen sollte das es nur alle paar Monate/Jahre ein neues Device gibt. Wer offene Systeme bevorzugt möchte auch eine größere Auswahl an Endgeräten haben um eines zu finden das den eigenen Bedürfnissen gerecht wird. Mal ganz davon abgesehen das z.B. das iPhone Classic oder der iPod Touch der ersten Generation allmählich auch auf der Strecke bleiben - wobei man fairer Weise sagen muss das diese länger "überlebt" haben. Andererseits ging die Entwicklung bei Android in der kurzen Zeitspanne auch deutlich zügiger voran. Vielleicht sind aber auch einfach die Zielgruppen zu verschieden und man sollte diese zwei Platzhirsche nicht miteinander vergleichen. Sowohl Google als auch Apple bewegen in letzter Zeit sehr viel im Markt und das ist letztendlich für uns alle, ganz gleich welches System wir favorisieren, das entscheidende. Ich glaube aber das sich auch viele iPhone Nutzer wünschen würden endlich unabhängiger von iTunes zu werden - wer weiß was da noch kommt. Ich bin mal gespannt was sich bezüglich der Updates bei Android noch tun wird. Einen großen Teil der eigenen Apps und Funktionen soweit vom System zu entkoppeln dass sie sich einfach über den Market updaten lassen wäre sicher ein Lösung die ja bereits angekündigt wurde. Wobei sicher auch dies seine Grenzen hat, insbesondere wenn es gravierende Änderungen im System gibt wie z.B. jetzt bei Froyo.

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