To blog or not to blog?

von sven-kaulfuss

· 2 min Lesezeit

Von W-LAN-Hotspots, der CeBIT und der Substanz von Titelstorys
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Gedanklich stimme ich mich langsam auf die kommende CeBIT ein. Diesen Mittwoch, irgendwann in den Nachmittagsstunden heißt es von Dresden zwei Tage Abschied nehmen und aufzubrechen in die „Weltmetropole“ Hannover. War die CeBIT früher für mich ein großes Happening, damals als junger Produktmanager, kehrte in den letzten Jahren doch vermehrt Routine im Reiseablauf ein. Letztendlich sind die Rituale wie nettes Visitenkartentauschen, auf Standpartys dumm Rumstehen und generell, einen auf extrem wichtig machen, hinlänglich bekannt. Da stellt man sich natürlich zuerst die substantielle Frage, was oder worüber sollte man vor Ort bloggen?
Ja, wenn man denn überhaupt könnte! Letztes Jahr vermochte ich noch auf eine UMTS-Karte zuzugreifen, dieser Luxus fällt diesmal leider aus. Man ist also angewiesen auf W-LAN-Hotspots, gerne nimmt man hier natürlich kostenfreie Angebote war. Wenn es denn welche gäbe. Meine Suche diesbezüglich verlief bisher im Sande, natürlich könnte man auf die „Schnäppchenangebote“ der Messeleitung zurückgreifen. Ab 10,- Euro die Stunde aufwärts ist man dabei. Schöne, neue Onlinewelt!

Voller Wehmut erinnere ich mich an meinen letzten Urlaub, auf einer kleinen Atlantikinsel vor Afrika. Dieses Kleinod überraschte die anwesenden Touristen mit weitläufigen, kostenlosen Hotspots. Zurück in „good old Germany“ nützt einem dieses Andenken an bessere Tage wohlweislich nichts. Es wird mir also nichts anderes übrig bleiben, mich als WiFi-Schatzjäger zu betätigen. Solltet ihr also ab Donnerstag nichts mehr von mir hören, dann ist es bestätigt: Die CeBIT in Hannover gleicht einem schwarzen Loch der Telekommunikation.

Was uns nun wieder zur inhaltlichen Auseinandersetzung mit der „IT-Messe“ schlechthin bringt. Es werden wohl weniger die großen Neuheiten sein, die etwaige Blogeinträge rechtfertigen, wenn schon dann kleine Details am Rande. Eine Idee wäre z.B. als Plagiatsschnüffler den China-Hallen einen Besuch abzustatten. Auch ganz nett wäre ein Preisvergleichsbarometer der überteuerten Fressbuden zur Schau zu stellen. Wenn ich es mir recht überlege, verrückte Ideen kommen dann schon, nur mit Produkten hat all das nichts mehr wirklich zu tun.

Die findet man mittlerweile an jedem Zeitschriftenständer der Republik. So auch das Leitmedium unserer Mutti Burda. Der Focus tönt vom großen „CeBIT-Spezial“. Was sich ja noch halbwegs interessant anhört, entpuppt sich leider als eine tumbe Produktschau mit einfacher Kategorisierung. Da hätte man auch unseren letzten Werbeflyer gleich abdrucken können. Hintergrundberichte, Interviews??? Fehlanzeige! Ob dies einer Titelstory gerecht wird, vermag ich an dieser Stelle zu bezweifeln.

Wie dem auch sei, die CeBIT kommt, und wir alle sind schon längst da!

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