T-Mobile G1: Android – Ein Kommentar

von sven-kaulfuss

· 2 min Lesezeit

Wenn zwei das Gleiche tun…
…ist es noch lange nicht das Selbe? Gestern war es soweit, das langersehnte „Google-Handy“ wurde mit dem G1 getauften HTC Dream Wirklichkeit. Wer mehr technische Informationen möchte, dem lege ich die Artikel von Heise und Golem nah. Ich hingegen möchte diese Basis-Botschaften nutzen um einen zu recht, vollkommen subjektiven Kommentar abzugeben. Zunächst erscheint es, dass T-Mobile das Vertriebskonzept des iPhones auch für das G1 übernimmt. Das neue Smartphone gibt es nur im Zweijahresvertrag zu 179 Dollar das Stück, natürlich fallen hier noch die üblichen Monatskosten an (25 bzw. 35 Dollar für die Datenflatrate plus normale Grundgebühren, sprich die Kosten werden sich wohl zwischen 50 und 70 Dollar zusammenrechnen). Damit ist das G1 wahrlich kein Schnäppchen, liegt aber im Rahmen. Allerdings, wie beim iPhone ist das Gerät für andere Netze gesperrt. Nach einem Bericht von Engadget besteht die Möglichkeit nach 90 Tagen sich das Gerät entsperren zu lassen. Der Preis würde dann mit 399 Dollar für ein G1 veranschlagt werden. Ob diese Praxis auch im nächsten Jahr (Launch geplant im 1. Quartal 2009) in Deutschland befolgt wird ist hingegen unklar.
T-Mobile möchte als vierter Player im amerikanischen Markt eine ähnlich exklusive Stellung im Markt erlangen, wie es AT&T mit dem iPhone geglückt ist. Es stellt sich allerdings bewusst die Frage, wie lange dieser Zustand anhalten wird. Denn neben T-Mobile sitzt z.B. noch der amerikanische Anbieter Spring Nextel mit im Boot der Android-Plattform. Daneben kündigte T-Mobile noch weitere Geräte für die kommenden Monate an, die ebenso auf Android basieren. Ob es neben der Provider-Distribution einen freien Handelskanal geben wird ist im Moment noch unklar. Zu wünschen wäre es, denn auch wenn das G1 in vielen Punkten begeistert, eine echte Konkurrenz zum iPhone wird man wohl nur erlangen, wenn die Plattform auf eine breite Basis gestellt wird.

Apropos Technik bzw. Benutzung des G1, näher an das Look & Feel des iPhones ist derzeit noch niemand gelangt. Auch wenn die Liebe zum Detail fehlt (siehe Artikel von Gizmodo) so stellt es für den ersten Wurf zumindest die etablierte Windows-Mobile-Allianz in den Schatten. Ein Blick auf den gezeigten Promo-Film, anlässlich der gestrigen Pressekonferenz, lässt dies vermuten:

Zu dieser Erkenntnis und noch weiter gelangt auch Walt Mossberg, der dem G1 sogar attestiert eine echte Alternative zum iPhone zu sein. Soweit möchte ich wie gesagt noch nicht gehen, denn auch wenn die Technik überzeugt, ein geeignetes Vertriebskonzept ist für den weitreichenden Erfolg notwendig. Leider denkt hier T-Mobile nicht hundertprozentig mit, denn die Beschränkung des Datenvolumens auf 1 GB wird den „Heavy-User“ enttäuschen. Zum jetzigen Zeitpunkt wird man den eigentlichen Markstart im Oktober abwarten müssen. Hoffen wir (auch für Cyberport) auf einen zukünftigen, freien Distributionskanal für kommende Android-Geräte. Denn in allen Dingen, muss man dem iPhone nicht unbedingt folgen.

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