Studie: Es gibt ihn nicht, den typischen Gamer
Wir können das mentale Bild des pickeligen Teenagers, der zockend vor seiner Konsole sitzt, getrost über Bord werfen. Denn eine Studie der entertainment software association hat herausgefunden, dass der durchschnittliche Gamer 31 Jahre alt ist und immer weiblicher wird.
Damit wird deutlich, dass das Klischee des Gamers überholt ist. Schließlich kommt das hohe Durchschnitts-Alter vor allem dadurch zustande, dass vom Kind bis zum Rentner jeder zu dem ein oder anderen Spiel greift.
Gaming ist keine Männerdomäne
Ich zocke, Kollegin Anne zockt und dass wir nicht die einzigen Frauen sind, die sich dem Gaming hingeben, wird auch in der „esa“-Studie deutlich. Von allen Befragten sind 52 Prozent der Gamer männlich und 48 Prozent weiblich. Somit kann Zocken definitiv nicht mehr als reines Männer-Hobby gelten.
Auch bei der Betrachtung der Spiele-Käufe hält sich die Geschlechterverteilung die Wage – denn exakt so viele Männer wie Frauen kaufen Gaming-Titel. Dabei achten wiederum nur 21 Prozent der Käufer und Käuferinnen auf den Preis. Die wichtigere Kaufentscheidung ist die Qualität des Spiels, die immerhin 44 Prozent der Gamer zu einer Investition verleitet.
Der durchschnittliche Gamer wird älter - dank Smartphones
Nur 29 Prozent der Gamer sind unter 18 Jahre alt, wohingegen das Alter von 39 Prozent der Befragten über 36 Jahren liegt. Wie kann es sein, dass die Spiele-Interessierten immer älter werden? Dieses Phänomen ist deutlich auf die Verbreitung der Smartphones zurückzuführen. Immerhin war es nie so einfach, Zugriff zu Games zu erhalten, wie durch die App-Stores von Android und iOS. Das belegt auch die „esa“-Studie, nach der 44% der Gamer ihre Spiele auf dem Smartphone oder Tablet zocken.
Hierbei sind vor allem Social-Games „Candy Crush Saga“, „FarmVille“ und Co. beliebt und machen 46 Prozent der frequentiertesten mobilen Spiele aus. Diesen Games ist es sicherlich auch zu verdanken, dass von 2012 bis 2013 die Anzahl der weiblichen Gamer über 50 Jahren um 31 Prozent gestiegen ist.
Die Studie der entertainment software association macht deutlich, dass Gaming kein Nischen-Hobby ist, sondern vor allem durch Gaming-Apps eine Freizeitgestaltung für die breite Masse darstellt. Ich find’s gut.













