Aufschwung: Starke PC-Absatzzahlen aus Deutschland und von Apple…
…und der Fall des Netbooks
Das Jahr 2010 war das Jahr des Aufschwungs, auch die PC-Hersteller konnten vom positiven wirtschaftlichen Umfeld profitieren. Bereits Anfang Januar veröffentlichte der Bitkom (Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V.) eine Presseinfo, nach der im Jahr 2010 allein in Deutschland 13,7 Millionen PCs verkauft worden – ein Zuwachs von satten 13 Prozent. Doch auch Apple konnte erst jüngst mit dem stärksten Quartal seit Firmenbestehen auftrumpfen.
PC-Verkäufe 2010 in Deutschland
Nach den Zahlen der Bitkom, hat demnach jeder zehnte Bundesbürger letztes Jahr einen PC gekauft – 60 Prozent ging an Privatnutzer, 40 Prozent an gewerbliche Nutzer. Knapp 70 Prozent der verkauften PCs waren portable Endgeräte – ein Zuwachs von 16 Prozent gegenüber 2009. Kein Zuwachs erlebten dagegen die Netbooks: 12 Prozent Rückgang gegenüber 2009 zeugen von einem Abschwung. In absoluten Zahlen sind dies jedoch immerhin noch 1,7 Millionen Stück. Das iPad und andere Tablets war für insgesamt 450.000 Verkäufe verantwortlich. Anzumerken sei jedoch, dass der eigentliche Marktstart erst im späten Frühjahr/Sommer stattfand. Netbooks und Tablets stehen laut der Bitkom im direkten Wettbewerb. Es wird dieselbe Zielgruppe angesprochen, die für den mobilen Einsatz leichte und handliche Geräte benötigt.
Bei stationären Rechner – insbesondere All-In-One-Geräten wie den iMac – ist im Jahr 2010 auch wieder ein Aufwärtstrend zu verzeichnen, hier liegt das Plus bei 6 Prozent. Der Umsatz stieg laut der Bitkom um 8,2 Prozent auf 6,9 Milliarden Euro. Ein weiterer Schub wird 2011 dank hochwertiger Produkte und trotz eines anhaltenden Preiswettbewerbs erwartet. Für 2011 werden daher Verkäufe von 15,4 Millionen PCs erwartet – ein prognostizierter Zuwachs von ca. 12 Prozent.
Apple:Stark wie nie zuvor
Inzwischen hat auch Apple die Zahlen für das Weihnachtsgeschäft 2010 bekannt gegeben, sprich für das erste Quartal 2011 nach hauseigener Ordnung. Hierzu die wichtigsten Fakten: Der Umsatz lag im Weihnachts-Quartal bei beeindruckenden 26,74 Mrd. Dollar, dies sind 71 Prozent mehr als im Vorjahresquartal. Unterm Strich blieb ein beeindruckender Nettogewinn von 6 Mrd. Dollar. Die Gewinnspanne lag bei 38,5 Prozent und mehr als 60 Prozent der Umsätze sind mit Apple-Produkten außerhalb der USA erzielt worden.
Stückzahlen: 4,1 Millionen Macs, davon 2,9 mobile Macs gingen über den Ladentisch. 16,2 Millionen iPhones und 7,3 Millionen iPads wurden verkauft. Damit wurden insgesamt bereits fast 15 Millionen iPads an den Mann bzw. die Frau gebracht – ein solider Erfolg. Wer das iPad zuvor als pures Hype-Produkt ansah, der lag nun komplett falsch. Mit 19,4 Millionen iPods wurden dagegen 7 Prozent weniger der mobilen MP3-Player verkauft – der Anteil des iPod Touch lag bei 50 Prozent. Apropos, weltweit sind nun 160 Millionen iOS-Geräte auf dem Markt. Sehr respektabel, wie wurde 2007 Apple beim Start noch belächelt.
Netbook verliert Relevanz
Acer hat die Zeichen der Zeit des Jahres 2010 übrigens auch erkannt und kümmert sich mehr um die nun wichtigen Tablets. Die Netbooks hingegen rutschen zusammen mit den sinkenden Absatzzahlen aus dem Fokus, wie man in der Computerworld.com lesen darf. Der Markt verlangt Tablets und keine Netbooks.
Damit ist 2010 Geschichte und wir können uns auf ein neues Jahr 2011 freuen – mit erfolgreichen Produkten die uns immer häufiger begleiten werden. Ein wahrhaft guter Ausblick!








