Spekulatius aufs Brot!
Entdeckungen im Kühlschrank der Freundin
Jeder kennt es, das Weihnachtsgebäck schlechthin: Spekulatius. In Deutschland wird dieser Keks aus Mürbeteig vorwiegend zum heiligen Feste verspeist, im Gegensatz zu unseren Nachbarn aus den Niederlanden und Belgien. Im Heimatland des Spekulatius ist immer Saison, man ist regelrecht das ganze Jahr verrückt danach. Doch etwas war schon immer so, der Keks ist fest und erreicht maximal im Munde eine zähflüssige Konsistenz. Warum sollte sich daran auch etwas ändern, schließlich sprechen wir hier über eine langjährige Tradition. Nun ja, die Belgier ticken da etwas anders, ein Blick in den Kühlschrank meiner Freundin verrät die Offenbarung: Spekulatius gibt es jetzt auch aufs Brot!
Kurz einige Gedanken zur Entstehungsgeschichte, im belgischen TV auf één gibt es eine Sendung mit dem Namen „de bedenkers“. Hier erhalten ausgefallene Produktideen eine reale Chance auf den Markt zu kommen. Ein solches Produkt ist die „Pâte de Spéculoos“, oder auf gut deutsch Spekulatius-Pastete. Hersteller ist die altehrwürdige belgische Bäckerei „Lotus“. Das Produkt ist ein voller Erfolg, auch wenn man zunächst von einem Flop ausging. Mittlerweile ist die „Pâte de Spéculoos“ ein ersthafter Konkurrent zu den üblichen „Frühstückssüßigkeiten“, und auch meine Freundin kann nicht widerstehen.
Meine persönliche Meinung? Es ist schon ein etwas anderer Geschmack, die Herkunft als Karamellgebäck ist nicht zu leugnen. Doch meinen Gusto trifft es nicht ganz, zu süß und klebrig würde ich sagen. Ein ganzes Brötchen würde ich mir damit nicht antun, aber als Abwechslung in gemäßigten Dosen, hat der Spekulatius-Aufstrich sicherlich seine Daseinsberechtigung. In deutschen Supermärkten findet man diese Produktinnovation wohl noch nicht. Es stellt sich auch die Frage ob das Land der Nutella-Esser darauf warten würde?
Aber zumindest den Hunden schmeckt es, wie man auf Youtube sehen kann. Na dann: Smakelijk!












