Rechenpower und Spielspaß pur! (Vorsicht Ironie inside!!!)
Produkttest: XBOX miniGAME „Spaceship Blaster“
Starten wir diesen kleinen Artikel zunächst mit der offiziellen Produktbeschreibung der XBOX 360 von Microsoft: „Durch leistungsstarke Hardware und Software sowie umfassenden Service bringt euch die Xbox 360 ein Spielerlebnis, das noch größer, spannender und realistischer ist, in dem die Möglichkeiten unendlich erscheinen, und das nur von eurer Fantasie begrenzt wird.“
Klingt toll, oder? Doch wie könnte man dieses technische Wunderwerk noch bekannter machen, welche PR-Keule sollte hierfür in Anschlag gebracht werden? Microsoft wählt die Lizenzierung und versucht zusammen mit einem gewissen Cornflakes-Hersteller die PR-Trommel so richtig zu rühren. Heraus kommt dabei jedoch mehr eine unfreiwillig komische Lachnummer…
Die Leute meines Jahrganges erinnern sich sicherlich noch an diese LCD-Spiele aus den 80er Jahren. Das ganze ähnelte einer zu groß gerattennen CASIO, wobei man diverse Abenteuer mittels eines LCD-Displays erleben konnte. Ein Schulfreund von mir war im Jahre 1988 damit der große Held an der Schule, wie gesagt wir reden hier von einer Schule im Arbeiter- und Bauernstaat. Ein Jahr später brachte mir mein Vater vom Westbesuch ein ähnliches Gerät mit, hierbei durfte ich als Ninja auftreten und alles niedermetzeln was mir den Weg versperrte. Was für Erinnerungen! Mittlerweile schreiben wir das Jahr 2007 und auch die Videospieltechnik hat sich ein bisschen weiterentwickelt, möchte man meinen.
Dass diese Technologie noch lange nicht ausgedient hat beweißt nun Microsoft zusammen mit Kellogg´s. In diversen Packungen von Chocos bis Frosties finden sich so genannte XBOX-Minispiele. In Plastik gepresste LCD-Spiele die wahrlich als „Imageträger“ für die XBOX 360 fungieren können. Kommen wir nun zum Produkttest.
„Hochtechnologie“ für die kleinen Racker im Produktbundle.
Für gerade 2,79 Euro (aktueller Tageskurs im Konsum Dresden) erhält man neben einer Packung Kellog´s Chocos noch eine Videokonsole der Extraklasse. Leider hat man keinen Einfluss darauf, welches der insgesamt drei erhältlichen Systeme einem zugeteilt wird. Hier gilt: Von Kinderüberraschung lernen, heißt siegen lernen! Mein Kollege Daniel E. aus dem Marketing griff beherzt zu und konnte fortan das Mega-Game „Spaceship Blaster“ in seinen beiden Händen halten.
Die Hardware
Schon das Gehäuse übertrifft alle Erwartungen. Wie aus einem Guss liegt es angenehm in der Hand und erinnert nicht von ungefähr an einen Star-Trek-Communicator. Das modische Giftgrün des „Clickwheel“ verwöhnt die Augen schmeichelhaft mit einer Zurückhaltung die so unerwartet wie ungewöhnlich erscheint.
Leicht und kompakt: amazing!
Ebenfalls auf der Vorderseite zu finden, das hochauflösende 0,5 Zoll Display. Auch hier trifft Diskretion auf Funktionalität, keine bunten Farben lenken vom Geschehen auf der Spielfläche ab. Der zweite Steuerbutton findet sich auf der Rückseite, einem AK47-Abzug gleich vollführt er seine Aufgabe zur vollsten Zufriedenheit. Der Ein-Ausschalter, ebenso im rückwärtigen Bereich angesiedelt, gibt keinerlei Anlass zu einer vermeintlichen Fehlbedienung. Wo man auch hin schaut, Qualität und Stilbewusstsein aller Orte.
Finger im Po, äh am Abzug natürlich.
Die Spielsteuerung
Als Kapitän der Raumstation „Vista 2000“ ist es eure Aufgabe, herannahende Abfangjäger des Types „Leopard“ vernichtend zu schlagen. Hierfür greift man auf eine praktische Zweihand-Bedienung zurück. Mit dem „Clickwheel“ definiert man die Abschussrichtung, mit dem Abzug feuert man kleine Torpedos in Richtung des Feindes ab. Wunderbar, einen solchen Spielspaß konnte man selten erleben, vielleicht noch zu toppen vom Wochenendbesuch der Tante Erna die bei Kaffee und Kuchen von ihren Erlebnissen im BDM-Ferienlager zu berichten weiß. Großes Kino!
Totaler Spielspaß!
Weitere Kracher im Landanflug
Die gute Nachricht zuerst: Neben diesem qualitativen Spiel der Sonderklasse gibt es noch mehr Überraschungen. Haltet Ausschau nach „Disco Mania“, dem idealen Zeitvertreib für alle Crashkids die bei Dieter Bohlen oder anderen Kaspern noch vorhüpfen müssen, oder aber „Mystic Castle“, dem Spiel in Form einer Spenderniere das jedem Hardcore-Harry-Potter-Fan entspricht.
Bunte Auswahl an Zeitvertreib.
Jetzt mal im ernst…
Ich weiß ja nicht welcher Marketingstratege bei Microsoft verbotene Mittelchen zu sich genommen hat um auf solche Ideen zu kommen, allerdings wer ernsthaft glaubt, der XBOX 360 hier einen Gefallen zu tun, sieht sich getäuscht. Die Reaktion meines Kollegen Daniel E. war dann auch prompt die Ablage des Spiels im Papierkorb. Selbst Kleinkinder werden hiervon nicht begeistert sein, das Geld für die Produktion in China sollte man sich sparen, und lieber das Geld einer Menschenrechtsorganisation zukommen lassen. Meine bescheidene Meinung hierzu ;-].








