OS X 10.5 Leopard

Aufgrund des Interesses an meinem Leopard-Artikel schreibe ich nun einfach mal, was ich weiß und wie ich denke, dass Leopard aussehen wird. Ich hoffe, dass es erneut interessant für euch sein wird und dass wir keinen Ärger mit Apple bekommen. Anmerken möchte ich noch: Ich arbeite nicht bei Apple, doch ich war auf dem TechTalk und habe auch Leopard schon zu Hause – aber ich weiß nix, was noch streng geheim ist; ich kann da an manchen Punkten nur vermuten.
Also, wo anfangen? Ist gar nicht so einfach. – Nun ja, jeder wird schon einmal von der Time Machine gehört haben, dem neuen Backup-System in Leopard. Hierüber ist schon so ziemlich alles bekannt, was man wissen muss: Time Machine macht auf einer externen Festplatte (oder ähnlichem, beispielsweise Server) regelmäßig Backups. Dabei werden nicht nur die einzelnen Dateien gesichert, sonder immer das ganze Dateisystem. Programmierer können aber bestimmt Ordner ausschließen. Auf dem TechTalk in München ist die Frage gefallen, ob man einzelne Verzeichnisse öfter als andere sichern kann, was leider nicht geht. Programme können die Time Machine integrieren, sodass man in diesem Programm auch in der Zeit zurückfliegen kann – wenn dieses Programm viele Daten in einer Datenbank (iPhoto, iTunes, Apature) verwaltet, ist das durchaus sinnvoll. In Programmen wie Word, die mit Dateien arbeiten, schiebt sich ein Finder in den Vordergrund, der mitteilt, wo diese Datei gespeichert ist.
Wenn ich gerade bei Dateien und Time Machine bin, muss ich auch etwas über QuickLook erzählen: QuickLook ist ein Programm, das eine Vorschau von Dokumenten anzeigt. Programmierer wurden – sofern ihre Software nicht offene Dateiformate verwendet – gebeten, ein Plug-in zu schreiben, damit QuickLook verwendet werden kann. QuickLook wird in Time Machine, Spotlight und den Finder intigiert. Auf dem TechTalk stürzte QuickLook oft ab, der Vortragende versicherte aber, dass das normalerweise nicht passieren würde und er nicht wüsste, was heute mit dem Computer los sei. Ich kann auch aus eigener Erfahrung sagen, dass es eigentlich sehr gut funktioniert.
Spotlight
In Leopard ist es möglich, Spotlight auf mehreren Computern bzw. über das Netzwerk auf anderen Computern zu nutzen; außerdem besteht die Möglichkeit, die Suche mit den Operatoren AND, OR und NOT einzugrenzen. Sehr praktisch ist das neue Feature Spotlight Help, das die Hilfe-Datei des aktiven Programms durchsucht. Ist ein Thema ausgewählt, klappen keine großen Fenster auf, in denen beschrieben wird „Klick hier und dann da und dann dort“ – es ist viel einfacher gelöst: ein Pfeil zeigt im Menü, wo man die gesuchte Funktion findet. Das Ganz benötigt keine großen Programm-Neuschreibungen, sondern funktioniert mit jedem OSX-Programm, das eine Apple-kompatible Hilfe besitzt. Wer sich noch nicht genau vorstellen kann, was Spotlight Help genau tut – hier ist ein kleines Video:
Programme
Wenn ich mich bei Leopard auf etwas freue, dann sind es die Programme; hier macht Apple für Programmierer viel möglich – CoreAnimation etwa: So wurde auf der WWDC eine Vollbild-Bildschirmschoner-Anwendung gezeigt, in der sich eine Stadt aus iTunes-Album-Covern zusammensetzte. Damals dachte ich: „Na toll, das ist nichts besonders, man schreibt halt bei sowas wie Front Row ein paar Programmzeilen weniger.“ Aber CoreAnimation ist wesentlich mehr; es soll die Bedienung von OSX wesentlich leichter machen, was es auch tut: Der Benutzer sieht, was mit seinen „Sachen“ passiert – wenn etwas an eine andere Stelle springt, ist das nicht einfach da, sondern bewegt sich schön weich dort hin. Überhaupt wird alles schön weich, CoreAnimation ist zum Beispiel schon in die List Boxen integriert, und wenn man dort neu sortiert, dann sieht das einfach nur schön aus.
Apropos schön aussehen: Man kann in Leopard viel mehr mit seinen Oberflächen anstellen, es gibt neue Steuerelemente. Eine komplett neu gestaltete Oberfläche habe ich zwar noch nicht gesehen, aber ich kann mir gut vorstellen, dass da noch was kommt – denn der Platz, der hier und da im IB gelassen wurden, dürfte, denke ich, weiteren Einstellungen für die neue Oberfläche vorbehalten sein.
So, das sollte vorerst reichen; wenn ihr noch etwas wissen wollt, schreibt Kommentare, ich antworte dann da.








